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Neuruppin Die Arbeiten für schnelles Internet starten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Die Arbeiten für schnelles Internet starten
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18:13 31.07.2019
Ein Mann hält seine Hand vor einen Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Quelle: Daniel Reinhardt/DPA
Neuruppin

 Eigentlich ist Landrat Ralf Reinhardt (SPD) wegen einer Verletzung in der Schulter krankgeschrieben. Doch den Termin am Mittwoch wollte er sich nicht entgehen lassen. Immerhin werden die Arbeiten für einen flächenmäßigen Ausbau schneller Internetverbindungen noch in diesem Monat in Ostprignitz-Ruppin beginnen.

Der Landkreis ist damit der Erste in der Mark, in dem langsame Verbindungen von unter 30 Mbit je Sekunde mit Hilfe von Glasfaserkabel aufgestockt werden. Die neuen Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit je Sekunde beim Herunterladen von Dateien sowie von bis 500 Mbit je Sekunde beim Heraufladen.

Superschnelle Anschlüsse für fast 9500 Haushalte

„Wir erreichen dann 98 Prozent der Haushalte im Landkreis“, sagte Reinhardt. Demnach werden von den superschnellen Anschlüssen fast 9500 Haushalte und Unternehmen in 22 Kommunen profitieren.

Dazu wird die Telekom, die den Zuschlag für die Arbeiten erhalten hat, etwa 2700 Kilometer Glasfaser in Ostprignitz-Ruppin verlegen, fast 330 neue Glasfaser-Netzverteiler aufbauen und im Tiefbau Erde auf knapp 300 Kilometern bewegen müssen.

„Wir sind froh, dass wir zu den Ersten gehören“, sagte Reinhardt. Dann gebe es die größten Chancen, dass auch heimische Unternehmen noch Kapazitäten hätten und in die Arbeiten eingebunden werden könnten.

Eigentümer müssen den Arbeiten zustimmen

Laut Telekom sollen bereits in den nächsten Tagen Hauseigentümer Post bekommen. Denn ohne ihre schriftliche Zustimmung werden die Glasfaserleitungen nicht bis in die heimische Wohnung verlegt.

Die Eigentümer haben dann eine Frist von vier Wochen, den Arbeiten zuzustimmen – ob sie anschließend gleich oder erst später einen neuen Vertrag für das schnelle Internet abschließen, das sei dabei unerheblich, so Reinhardt. Den kostenlosen Anschluss an das Glasfasernetz gebe es aber nur jetzt. Später müssten die Eigentümer selbst für die Kosten aufkommen.

Möglich sind die Arbeiten, die bis zum Juli 2022 beendet werden sollen, durch ein Förderprogramm des Bundes, an dem sich ebenfalls das Land beteiligt. Laut Landrat Reinhardt werden dadurch allein in Ostprignitz-Ruppin mehr als 55 Millionen Euro investiert, wobei der Eigenanteil des Kreises gerade mal bei vier Millionen Euro liegt.

Manko: Der Nachbar hat das Nachsehen

Ein Manko gibt es allerdings: Denn schnelles Internet erhalten lediglich die Haushalte, die derzeit nur mit einer Geschwindigkeit von unter 30 Mbit je Sekunde im Internet surfen können. Ein Leipziger Fachunternehmen habe „das hausanschlussgenau ermittelt“, so Reinhardt.

Das bedeutet, wer einen Anschluss von derzeit 35 Mbit je Sekunde hat, wird nicht bedacht und muss auf ein neues Förderprogramm des Bundes in ein paar Jahren warten – auch wenn der Nachbar im Nebenhaus schon jetzt schnelles Internet erhält.

Von Andreas Vogel

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