Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Geschichten aus der Heimat
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Geschichten aus der Heimat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:49 08.03.2019
Für ihr Filmprojekt haben die Neuruppiner Schüler am Freitag auch MAZ-Redakteur Andreas Vogel interviewt. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Wie lange gibt es die Märkische Allgemeine schon? Wie wird man Zeitungsredakteur? Und warum eigentlich? Ausführlich fragten die Schüler der Klasse 8c aus der Neuruppiner Puschkinschule am Freitag MAZ-Redakteur Andreas Vogel.

Die Jugendlichen wollten wissen, wie eine Zeitung funktioniert und was das Besondere an dem Beruf ist. Von dem, was ein Redakteur so macht, hatten die Achtklässler indes ziemlich klare Vorstellungen. „Ich denke, man sitzt den ganzen Tag am Computer und schreibt“, sagt Jamie Pöhls. Den Jugendlichen war anzusehen, dass das keine sehr vielversprechende Aussicht für sie ist.

Dabei ist, Journalist zu sein, viel mehr als nur das Schreiben. Irgendwoher müssen die Informationen schließlich kommen, die am Ende in der Zeitung landen.

Interviews zur Vorbereitung

Acht Ruppiner haben die Schüler der 8c in den vergangenen Wochen schon befragt: Sekretärinnen, einen Fischer, Handwerker, und einen Redakteur der MAZ. Alles sehr verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufen.

Die Interviews sind Teil eines Filmprojektes. Die Gespräche bisher waren Vorbereitung auf den eigentlichen Dreh, der in einige Tagen beginnen wird. Dafür bekommen die Jugendlichen aus Neuruppin professionelle Hilfe an die Seite.

Das große Ziel ist es, einen Dokumentarfilm zu drehen, der am 7. Juni im Filmmuseum in Potsdam Premiere haben soll. Kurz darauf könnte er auch in Neuruppin zu sehen sein – und vielleicht sogar irgendwann einmal im Fernsehen.

Schulen aus Deutschland, Spanien, Argentinien und Chile

Die Jugendlichen um Klassenlehrerin Sabine Neppl beteiligen sich damit am Projekt „Cinema en curs – Filmen macht Schule“. Das internationale Filmbildungsprogramm läuft jeweils ein Jahr. In dem lernen die Jugendlichen, wie man eine professionelle Dokumentation dreht, entwickeln ein Konzept und suchen sich Protagonisten aus ihrer Region.

In diesem Jahr beteiligen sich Schüler aus dem Land Brandenburg, aus Spanien, Argentinien und Chile an dem Programm. Profis erklären den jungen Leuten jeweils, wie sie vorgehen können. In Brandenburg kommt die Unterstützung vom Landesverband Kinder- und Jugendfilm.

Fünf Schulen aus dem gesamten Land machen bei dem Filmprojekt mit. Neben der Alexander-Puschkin-Oberschule aus Neuruppin sind das Schulen aus Brück, Groß Köris, Bestensee und Schönwalde.

Seit 2018 läuft das Projekt auch in Deutschland

„Cinema en curs“ gibt es seit 2005 in Spanien, seit 2018 auch in Deutschland. Ein Lehrer aus Neuruppin hat das Projekt vor einem Jahr bei einer Weiterbildung kennengelernt und die Idee an die Puschkinschule mitgebracht.

Dort beschäftigen sich die Jugendlichen intensiv im Unterricht damit. Das Projekt soll nicht nur das Handwerkszeug zum Filmemachen liefern. Die Schüler lernen nebenbei auch den Umgang mit verschiedenen Medien, schulen ihren kritischen Blick und ihre eigenen Vorstellungen.

Das Thema des Films ist vorerst noch geheim

Welches Thema sich die Jugendlichen für ihren Film suchen, ist ihnen überlassen. Es kann aus ihrem eigenen Alltag stammen, aus ihrer Heimat, kann einem historischen Ereignis nachspüren oder aktuellen Probleme in Politik oder Gesellschaft beleuchten.

Was genau sich die Schüler aus Neuruppin ausgesucht haben, wollen sie erst verraten, wenn die Dreharbeiten in einigen Wochen laufen.

Von Reyk Grunow

Hazrat K. hat sein Zimmer im Asylbewerberheim in Treskow angesteckt, Autos demoliert, sich seiner Festnahme widersetzt. Weil er krank ist, kann er dafür nicht bestraft werden.

08.03.2019
Neuruppin Polizeieinsatz - Oma wirft Enkel raus

Weil ihr Enkel freiwillig nicht gehen wollte, hat eine Rentnerin aus Neuruppin ihn am Donnerstag mit Unterstützung der Polizei rausgeworfen. Der 29-Jährige war bei ihr eingezogen, als er keine Bleibe hatte. Doch bei Oma fand er es offenbar so nett, dass er sich nichts eigenes suchte.

08.03.2019

Der Neuruppiner Künstler Eggert Gustavs bekommt ein eigenes Museum. Zu seinem 110. Geburtstag soll es in diesem Jahr eröffnet werden – in Kloster auf Hiddensee, wo Gustavs aufgewachsen ist.

07.03.2019