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Neuruppin Darum gab es in Neuruppin am Freitagmorgen Sirenenalarm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin

Sirenenalarm in Neuruppin am Freitagmorgen, 19. November: Das war der Grund

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12:23 19.11.2021
Die Feuerwehr am Freitagmorgen auf der Autobahn 24. Oftmals müssen sie selbst die Unfallstelle absichern.
Die Feuerwehr am Freitagmorgen auf der Autobahn 24. Oftmals müssen sie selbst die Unfallstelle absichern. Quelle: Alexander Bergenroth
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Neuruppin

Soviel ist klar: Wenn die Sirenen der Feuerwehr erklingen, ist etwas passiert. Doch was war los, als am Freitagmorgen, 19. November, als plötzlich Alarm in der ganzen Stadt geschlagen wurde? Axel Zoschke, Leiter der hauptamtlichen Kräfte in Neuruppin, erklärt die Hintergründe.

„Wir wurden zu einem schweren Unfall auf der Autobahn 24 gerufen, bei dem die Insassen aus dem Fahrzeug verschwunden waren. Die Lage war unübersichtlich. Außerdem rücken wir wegen der besonderen Situation durch den Umbau und der schmalen Fahrstreifen derzeit mit einem sogenannten Autobahnlöschzug aus.“ Die Baustellenlage mache die Einsätze deutlich gefährlicher, deshalb sei mehr Personal und Fahrzeuge nötig, um die Unfallstelle direkt selbst abzusichern.

Die Feuerwehrleute halfen der Polizei bei der Suche nach den verschwundenen Unfallopfern. Quelle: Alexander Bergenroth

„Wir wissen oftmals nicht, ob Polizei oder Straßenmeisterei schon vor Ort sind, um den Verkehr zu regeln.“ Seit einem Unglück auf der A2 bei Brandenburg an der Havel im Jahr 2017, bei dem zwei Feuerwehrleute starben, will die Feuerwehr kein Risiko mehr eingehen.

Die Sirene werde eingesetzt, um sogenannte Gastfeuerwehrmänner für die personalintensiven Einsätze kurzfristig zu alarmieren. „Das sind Feuerwehrleute von außerhalb, die einen zweiten Schrank mit ihrer Ausrüstung bei uns in der Wache habe. Mit dem Alarm weiß jeder Bescheid und kann schnell reagieren.“ Gerade während der Arbeitszeit stünden viele Kräfte nicht für Einsätze zur Verfügung. Dafür seien Feuerwehrleute aus umliegenden Orten in Neuruppin, die dann einspringen.

Von Till Eichenauer