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Neuruppin Auf der Suche nach dem Super-Job
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18:12 23.02.2019
Jan Griepentrog (l.) ist im zweiten Ausbildungsjahr zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Seinen praktischen Einsatz hat er zurzeit auf dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg. Dort baut er Heizungssysteme ein. Quelle: : Cornelia Felsch
Neuruppin

Haubrücke und Schieferhammer sind für den Dachdeckerlehrling Lukas Horn nichts Unbekanntes. Es dauert keine fünf Minuten, dann hat er aus einer Schieferplatte Rundungen geschlagen, so dass ein Herz entsteht.

Lukas Horn lernt seinen Beruf bei der Fehrbelliner Firma Karsten Kirchhoff. Für ihn ist es ein schöner Beruf. „Man ist den ganzen Tag draußen an der frischen Luft und die Arbeit ist abwechslungsreich“, sagt der Azubi im 3. Lehrjahr. Nicht jeder Jugendliche denkt wie er, die Branche braucht dringend Nachwuchs. Draußen zu arbeiten bei Wind und Wetter ist nicht jedermanns Sache.

Eine gute Sache für alle Suchenden

Der Neuruppiner Schüler Julian Nöbel ist noch auf der Suche. Aufmerksam lässt er sich von einem Mitarbeiter der Dabergotzer Heizungsfirma Hermann beraten. „Die Ausbildungsmesse ist eine gute Sache“ sagt er. „Hier gibt es viel Interessantes.“ Noch ist sich der Zehntklässler nicht ganz sicher, eigentlich möchte er lieber einen soziale Beruf ergreifen. Dicht gedrängt schieben sich die Besucher zwischen den Ständen hindurch.

Auf der 11. Bildungsmesse in der Alt-Ruppiner Allee präsentieren sich an diesem Tag über 80 Firmen. Initiiert wird die Bildungsmesse von der Agentur für Arbeit, der Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen Inkom, der Kreishandwerkerschaft, dem Oberstufenzentrum und dem Neuruppiner Regional-Center der Industrie- und Handelskammer. Neben Informationen über Ausbildung und Studium bekommen die Interessenten auf der Börse auch Informationen zu Praktikumsplätzen und Ferienjobs.

Das Demonstrationshaus im Oberstufenzentrum ist heute verwaist . Die beiden Berufsschullehrer bilden keine Maurer, Dachdecker und Zimmerleute mehr aus. nur das Tischlerhandwerk ist ihnen geblieben. Quelle: Cornelia Felsch

Zur gleichen Zeit lädt das Oberstufenzentrum zum Tag der offenen Tür ein. In der Tischlerwerkstatt erwarten die Berufsschullehrer Helmut Schiller und Hanns Severit die Besucher. Die Einrichtung ihrer Werkstatt dient mehr zur Demonstration, denn die praktische Ausbildung der Tischlerlehrlinge erfolgt in den Betrieben.

Sprachunterricht im Demonstrationshaus

„Leider haben wir nur noch die Holzschiene in unserem Oberstufenzentrum“, sagt Hanns Severit bedauernd. Dabei haben wir ideale Bedingungen und sogar ein eigenes „Haus im Haus“ zu Demonstrationszwecken. Dort gibt er nun ausländischen Schülern Sprachunterricht und zeigt ihnen was ein Stein oder ein Dachziegel ist.

Der 18-jährige Mamoudou Diallo möchte gern Verkäufer werden. Er hat bereits mehr als 15 Bewerbungen abgeschickt. Ohne Erfolg. „Auch bei Lidl hat es heute nicht geklappt“, sagt er. Er hofft, dass seiner Chancen steigen, wenn er in diesem Jahr die anstehende Deutsch-Prüfung absolviert hat. Am Stand des Obi-Baumarkts bekommt er einen Flyer, hier kann er sich online bewerben.

Notfallsanitäter Thomas Bruns demonstriert der Auszubildenden die Versorgung am Modell eines Verletzten. Quelle: Cornelia Felsch

Nicht immer sind die Wünsche der Auszubildenden und die Angebote kongruent. Während technische Berufe gefragt sind und auch an den Ständen der Ruppiner Kliniken dichtes Gedränge herrscht, ist das Interesse für die Putenvermehrung eher gering. „Mit dem Beruf des Tierwirts ist es momentan schwierig, es will niemand am Wochenende oder an den Feiertagen arbeiten“, sagt Ausbildungsleiter Marco Papenbrock, der am Stand von Erik Götting unterstützt wird.

Er ist einer von acht Lehrlingen, die zurzeit im Gühlen-Glienicker Betrieb lernen. Im September vergangenen Jahres hat er mit der Ausbildung begonnen. „Die Aufzucht der Putenküken macht mir besonders Spaß, ich werde auf alle Fälle dabei bleiben“, sagt er.

Begeistert von ihrer Arbeit sind auch Pauline Kube und Svenja Plath die vor einem Jahr die Lehre zum Notfallsanitäter begonnen haben. „Es ist spannend und abwechslungsreich“, sagt Pauline Kube. „Man weiß nie, was einen erwartet, aber man kommt mit einem guten Gefühl nach Hause. Das bestätigt der stellvertretende Leiter der Neuruppiner Rettungswache. „Auch wenn es manchmal hart ist und Leute aggressiv werden, bekommt man auch dankbare Blicke. Das ist unsere Bezahlung.“

Von Cornelia Felsch

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