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Neuruppin Sparkasse baut in Neuruppins Altstadt neu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Sparkasse baut in Neuruppins Altstadt neu
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01:15 02.05.2019
Die Sparkasse lässt das Grundstück zwischen Schinkel- und Schulzenstraße in Neuruppin gegenüber dem ehemaligen Jugendwohnprojekt Mittendrin beräumen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Noch ist nicht genau klar, wann die Sparkasse mit ihrem ersten eigenen Bauprojekt in der Neuruppiner August-Bebel-Straße beginnen kann. Doch die kreiseigene Bank will nicht zu viel Zeit verstreichen lassen. „Noch haben wir keine Baugenehmigung“, sagt die Sparkassensprecherin Petra Beister. Damit sie für den Fall der Fälle vorbereitet sind, bereiten Firmen jetzt schon einmal das Grundstück vor.

Zwischen der Schinkel- und der Schulzenstraße will die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin einen Neubau errichten. Geplant ist ein Mehrgeschosser, in dem vor allem kleinere Wohnungen entstehen sollen, etwa für Studenten.

Bisher wurde die Fläche als privater Parkplatz genutzt. Bagger haben in den vergangenen Wochen die Ziegelmauer abgetragen, die das Grundstück zur Straße abgeschirmt hatte. Jetzt gehört das Areal den Archäologen.

Zuerst kommen die Archäologen

Das Grundstück gehört zu der Fläche, die beim großen Stadtbrand 1787 verwüstet wurde. Bevor dort irgendetwas neu gebaut werden darf, müssen die Forscher alle Reste des alten Neu-Ruppin sichern, die im Untergrund noch zu finden sind.

Die Sparkasse ist nicht das einzige Unternehmen, das dort in den nächsten Monaten bauen will. Auch die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) plant noch in diesem Jahr eine Grundsteinlegung.

Auch die NWG will dort bauen

2018 hatte die NWG das heruntergekommene Haus an der Ecke Schulzen- und August-Bebel-Straße abreißen lassen, das der künftigen Sparkassen-Baustelle gegenüber liegt.

Das alte Wohnhaus dort hatte bis vor Kurzem der Stadt Neuruppin gehört. Die hatte es über viele Jahrzehnte vernachlässigt. Zuletzt war das Gebäude dermaßen marode, dass selbst die Denkmalbehörde dem Abrissantrag zustimmte.

Das Altstadtareal gilt bei Stadtplanern als besonders sensibel. Die Grundstücke um die Schinkelstraße sind eine Art Tor zum historischen Neuruppin. Entsprechend hoch sind die Auflagen für Neubauten.

Das Sparkassen-Projekt ist umstritten

Die Baupläne müsse nicht nur die Stadtverwaltung passieren, sondern werden auch noch von einem unabhängigen Beirat aus Architekten begutachtet, die aus anderen Teilen des Landes stammen, aber viel Erfahrung mit dem Bauen in Altstädten haben.

Das Neubauvorhaben der Sparkasse wurde schon im vergangenen Jahr von dem Gremium abgesegnet. Auch die NWG hat jetzt grünes Licht bekommen, sagt Geschäftsführer Robert Liefke.

Offen ist noch, wann der Umbau des alten Mittendrin an der ecke August-Bebel- und Schinkelstraße beginnen kann. Auch dieses Grundstück gehört der Sparkasse, die dort eigentliche Wohnungen entstehen lassen wollte. Der ursprüngliche Entwurf dafür hatte dem Gestaltungsbeirat allerdings nicht gefallen. Das Projekt wurde deshalb zuletzt noch einmal verschoben.

Von Reyk Grunow

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