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Neuruppin Sperrung der A24: Chaos bleibt aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Sperrung der A24: Chaos bleibt aus
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15:07 26.10.2019
An der Autobahnabfahrt Neuruppin wird seit Freitagabend die alte Brücke über die A24 abgerissen. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Die Sperrung der Autobahn A24 zwischen Neuruppin Süd und Herzsprung führt seit Samstagfrüh auf den Straßen rundherum zu einigen Behinderungen. Das befürchtet große Verkehrschaos ist zunächst aber ausgeblieben.

Seit Freitagabend lässt die private Havellandautobahn-Gesellschaft an der Abfahrt Neuruppin die alte Brücke abreißen, mit der die B167 bisher über die Autobahn geführt wurde. Parallel dazu hatten Baufirmen in den vergangenen Monaten eine neue, etwas breitere Überführung gebaut. Die ist seit Freitag in Betrieb, auch wenn die östliche Zufahrt zurzeit noch ein Provisorium darstellt.

Die Abrissarbeiten und damit die Vollsperrung der A24 sollen bis Montagfrüh dauern. Spätestens um 5 Uhr wird die Autobahn dann wieder befahrbar sein.

In Bechlin stehen die Autos. Viele Fahrer versuchen, auf dieser Strecke die Baustelle zu umfahren – und steuern sich so selbst in den Stau. Die offizielle Umleitungsstrecke westlich der A24 ist dagegen weitgehend frei. Quelle: Reyk Grunow

Um die Baustelle zu umfahren müssen Autofahrer deutlich mehr Zeit einplanen. Allerdings sind die Behinderungen diesmal nicht mit dem zu vergleichen, was vor zwei Wochen bei einer anderen Vollsperrung der A24 rund um die Abfahrt Fehrbellin zu erleben war. Damals standen Fahrzeug teilweise sieben Stunden oder mehr im Stau.

Am Sonnabend halten die Behinderungen auf den meisten Straßen rund um die A24-Baustelle dagegen eher in Grenzen. „Diesmal scheinen sich die Autofahrer besser darauf eingestellt zu haben“, bestätigt die Polizei in Neuruppin. Allerdings ist die Reisewelle nach den Herbstferien auch vorüber. Große Staus mit mehrere Stunden Wartezeit gab es bis zum Nachmittag nicht.

In Richtung Hamburg können Autos direkt von Neuruppin Süd über Land zur Abfahrt Neuruppin und dort wieder auf die A24 fahren. Wer von Norden kommt, muss einen längeren Umweg einplanen. Die offizielle Umleitung führt von der Autobahnabfahrt Herzsprung über Kyritz, die B5, Bückwitz und die B167, durch Manker zur Abfahrt Neuruppin Süd.

Auf dieser Strecke hält sich der Verkehr trotz Vollsperrung der Autobahn in Grenzen. Die meisten Autofahrer scheinen sich lieber ihren eigenen Weg zu suchen oder lassen sich vom Navigationssystem auf eine Route über Rägelin und Katerbow in Richtung Neuruppin führen.

Bis Montagfrüh soll die Brücke über die Autobahn bei Neuruppin verschwunden sein. Parallel dazu ist am Freitag eine neue in Betrieb gegangen. Quelle: Reyk Grunow

Diese Strecke ist üblicherweise auch als Umfahrung ausgeschildert, falls die A24 einmal gesperrt ist. Zurzeit funktioniert sie aber nicht. Denn neben der Autobahn sind seit Freitag auch zwei Landesstraßen nördlich von Neuruppin gesperrt.

Zwangsläufig bilden sich auf der selbst gesuchten Umfahrung Staus. Im Neuruppiner Ortsteil Bechlin stehen die Autos auf dem Weg zur B167 seit dem Vormittag, ebenso zwischen Kränzlin und Neuruppin. Dort hindurch zukommen dauert rund eine Stunde. Auf der offiziell vorgesehenen Umleitung ginge es schneller.

Vor und hinter der Sperrung hatten sich auf der A24 am Sonnabend rund fünf Kilometer Stau gebildet.

Von Reyk Grunow

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