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Neuruppin Sturmtief Mortimer: Baum stürzt auf Frau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Sturmtief Mortimer: Baum stürzt auf Frau
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17:46 30.09.2019
Schwere Sturmböen ließen am Montagmorgen einen Baum in der Fehrbelliner Straße in Neuruppin umstürzen. Quelle: Frauke Herweg
Neuruppin

Sturmtief Mortimer hat in Neuruppin einen schweren Unfall verursacht: In der Fehrbelliner Straße stürzte am Vormittag ein Baum um und begrub eine Frau unter sich.

Die 44-Jährige konnte nach Angaben der Polizei von Einsatzkräften der Feuerwehr befreit werden. Die Retter brachten die Frau in ein Krankenhaus. Die 44-Jährige soll ansprechbar gewesen sein, teilte die Polizei mit. Ob sie im Krankenhaus bleiben musste, war gestern nicht zu erfahren.

Zehn Einsätze für die Neuruppiner

Die Neuruppiner Feuerwehr mussten im Laufe des Vormittags zu insgesamt zehn Einsätzen im gesamten Stadtgebiet ausrücken, die durch den Sturm verursacht wurden. Abgesehen von der eingeklemmten Frau ging es dabei sonst ums Wegschaffen von Bäumen und Ästen.

Auch in Fehrbellin waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Auf den Verbindungsstraßen zwischen Betzin und Fehrbellin, zwischen Sandhorst und Kuhhorst sowie zwischen Dechtow und Königshorst waren Bäume umgestürzt. Verletzt wurde jedoch niemand, sagte Gemeindebrandmeister Cornelius Voyé.

Kleine Leitstelle in Rheinsberg

Um alle Einsätze koordinieren zu können, hatten die Rheinsberger Feuerwehrleute am Vormittag eine kleine Leitstelle im Gerätehaus eingerichtet, um die Leitstelle in Potsdam zu entlasten. Die Brandschützer mussten dort fünfmal ausrücken.

„Zum Glück hatten wir aber nichts Schlimmes wie in Neuruppin“, sagte der stellvertretende Wehrführer Mathias Herzberg. Neben umgeknickten Bäumen gab es im Rheinsberger Bereich aus seiner Sicht nur eine Problemstelle: Bei Großzerlang ist ein großer Ast auf eine Leitung herabgefallen und drohte diese zu zerreißen. Die Einsatzkräfte schafften es aber, das Holzstück zu entfernen, ohne das Kabel zu beschädigen.

Äste auf Telefonleitungen gefallen

Im Lindower Gebiet hingegen wurden an gleich zwei Stellen Telefonleitungen durch Äste zerstört, berichtete Amtswehrführer Enrico Herwy. Zum einen auf dem Campingplatz „Weißer Sand“, zum anderen bei Vielitz-Ausbau. Bei diesen beiden Einsätzen blieb es auch in Lindow. Ob noch weitere Leitungen in Ostprignitz-Ruppin betroffen sind und wann die Schäden behoben werden, dazu hat sich die Telekom am Montag nicht geäußert.

„Wir sind glimpflich davongekommen“, so Enrico Herwy. Im Amt Temnitz mussten die Feuerwehrleute gar nicht ausrücken. „Es scheint, als ob der Sturm an uns vorbeigezogen ist“, sagte Amtswehrführer Sebastian Giesert.

Schlosspark und Laga geschlossen

Nur kleinere Schäden gab es auch im Rheinsberger Schlosspark, berichtete Parkrevierleiter Mathias Gebauer. Dennoch wurde dieser – wie alle anderen Grünanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg – am Montag um 14 Uhr für Besucher geschlossen. „Vorsorglich“, so Gebauer. Denn weder seien Bäume umgeknickt noch große Äste heruntergekracht. Am Dienstag soll der Park wieder geöffnet sein.

Anders als das Laga-Gelände in Wittstock. Das Areal der Landesgartenschau wurde wegen des Unwetters am Montag ebenfalls gesperrt – und bleibt auch am Dienstag vorsichtshalber geschlossen.

 

Von Frauke Herweg und Celina Aniol

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