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Neuruppin Tanzen, malen, basteln, musizieren: Neuruppins Jugendkunstschule gibt Tipps für daheim
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17:17 12.05.2020
Ein Puzzle wie eine Vorahnung: 2019 gastierte die Tanzkompanie Neustrelitz bei einem Projekt der Jugendkunstschule. Der Name des Stücks: „The Corona Effect“. Jetzt, in Corona-Zeiten, machen die Jugendkunstschüler genau das: Aus Versatzstücken, daheim erarbeitet, werden gemeinschaftliche Projekte. Quelle: Regine Buddeke (Archiv)
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Neuruppin

Bis zum Beginn der Sommerferien waren neben den regulären Kursen der Neuruppiner Jugendkunstschule noch viele zusätzliche Aktionen geplant, die mit einem Sommerfest den Höhepunkt finden sollten. Aber durch die Coronapandemie kam alles anders und die Kurse im Gebäude der beliebten Einrichtung zum Erliegen.

Die Jugendkunstschüler und alle Mitarbeiter bleiben zwar zu Hause, aber nicht untätig. Auf der Webseite www.jugendkunstschule-neuruppin.de gibt es für Schüler und Lehrer Anregungen, wie trotz Corona getanzt, Theater gespielt, musiziert, fotografiert und kreativ gestaltet werden kann. In kleinen Videos geben die Kursleiter Inspirationen zum Mit- und Weitermachen.

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Per Skype findet Unterricht statt, in Whatsapp Gruppen tauschen Schüler und Kursleiter Informationen aus. Erste Ergebnisse können bereits im Netz bestaunt werden, etwa der Gitarrenunterricht im Wohnzimmer, Fotos aus den eigenen vier Wänden, Maskengestaltung für die ganze Familie. Das Angebot wir regelmäßig ergänzt.

Fotos kann man auch daheim machen: Carl Bluhm nennt seines „Zuhause“ Quelle: Carl Bluhm

Auch im öffentlichen Raum ist die Jugendkunstschule weiterhin präsent. Die Litfaßsäule auf den Schulplatz wurde von den Kursleiterinnen Annett Glöckner und Cornelia Felsch gestaltet. Seit dieser Woche sind im Foyer der Bibliothek im Alten Gymnasium Arbeiten zu sehen, welche zum Thema Mut – das geplante Schuljahresthema 2019/20 – bereits vor Corona entstanden sind.

Mit der Kursleiterin Sabine Ranft entwickelten die jungen Künstler Ideen zu Bildergeschichten, erste Skizzen werden bereits ausgestellt.

Ende Mai wird der Kiosk am Busbahnhof zum dritten Mal zum Präsentationsraum von JKS Kunstobjekten – das Thema: Wir machen weiter!

Annett Glöckner und Cornelia Felsch besprühen am 4.5.2020 eine Liftaßsäule auf dem Neuruppiner Schulplatz. Mit der Aktion wollen sie darauf hinweisen, dass die Jugendkunstschule weitermacht. Quelle: Johanna Apel

Corona schränkt nicht nur ein, sondern setzt auch viele Kräfte frei. Improvisation und Kreativität lassen Anderes, Neues und Ungewöhnliches in der Kunst entstehen, befinden die Macher und Kreativen der Jugendkunstschule und nehmen die Herausforderung an.

Die Stadtverwaltung hat bislang noch keinen Plan, wann die Jugendkunstschule wieder für den normalen Kursbetrieb geöffnet werden darf. Es werde noch geprüft, teilt die Stadtsprecherin Michaela Ott mit.

Von MAZ-online

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