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Neuruppin Traditionsreiches Dörferturnier steht vor dem Aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Traditionsreiches Dörferturnier steht vor dem Aus
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17:07 21.10.2019
Die Organisatoren des Dörferturniers: Bernd (l.) und Olaf (r.) Müller mit ihren Frauen Petra Müller und Dorina Salzwedel. Quelle: Regine Buddeke
Rägelin

Das 21. Dörferturnier war das letzte. Die Rägeliner Bernd und Olaf Müller wollen die traditionsreiche Benefizveranstaltung nicht länger organisieren. „Wir wollten eigentlich durchhalten“, sagt Bernd Müller. „Aber es ist einfach nicht mehr zu schaffen.“

Mehr als zwei Jahrzehnte hatten Bernd und Olaf Müller gemeinsam mit ihren Frauen das Volley- und Fußballturnier organisiert, dessen Erlöse der Kinder- und Jugendarbeit zugute kamen. Allein bei der letzten Auflage in diesem Jahr kamen 2680 Euro zusammen, die die Müllers anschließend weitergeben konnten. „Mir tut es leid für die Kinder“, sagt Bernd Müller. „Es war schön, das Leuchten in ihren Augen zu sehen.“

Anfänge im Netzebander Gutspark

Das Dörferturnier begann zunächst als kleine Veranstaltung im Netzebander Gutspark. „Wir wollten dem Westen zeigen, dass wir zusammenhalten“, sagt Müller. „Mit Sport kann man Leute zusammenbringen.“

Später trafen sich die Mannschaften aus Rägelin, Netzeband, Storbeck, Frankendorf, Walsleben, Wuthenow und anderen Dörfern im Neuruppiner Sportcenter. „Es hat all die Jahre einen Riesenspaß gemacht“, sagt Müller. Allerdings sei die Vorbereitung auch enorm aufwändig gewesen. „Eigentlich begann nach der Spendenübergabe die Organisation des nächsten Turniers.“

Neue Aufgaben als Bürgermeister

Bernd Müller war im Mai zum neuen Temnitzqueller Bürgermeister gewählt worden. Zugleich engagiert sich der 57-Jährige für den von der Spielvereinigung Gühlen-Glienicke/Rägelin, dem Amt Temnitz und dem Verein Fitness-Treff Natur organisierten Heide-Lauf, der im September seine Premiere feierte.

Schon nach der Kommunalwahl sei ihm eigentlich klar gewesen, dass er sich aus der Organisation des Dörferturniers verabschieden müsse, sagt Müller. Erst jetzt machten die Organisatoren ihre Entscheidung öffentlich.

Das Engagement der Müllers war vor einigen Jahren sogar im Schloss Bellevue gewürdigt worden. Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck hatte insgesamt 4000 Ehrenamtler eingeladen, um ihr Engagement zu ehren – auch die Müller-Brüder und ihre Frauen. „So eine Erinnerung nimmt man mit“, sagt Bernd Müller.

Nach dem Turnier in den Kuhstall

Erinnerungswürdig ist auch die Länge der Turniere. Müller erinnert sich an ein Turnier, das am Abend begann und erst am nächsten Tag sein Ende fand. Irgendwann sei einer der Mitspieler gekommen und habe gefragt, wann denn seine Partie begänne, sagt Müller. „Er musste morgens im Kuhstall sein.“

 

Von Frauke Herweg

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