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Neuruppin Drei Wölfchen für den Tierpark
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18:00 12.06.2018
Im Schoß ihrer Ziehmutter: Arik, Boris und Bela. Quelle: Tierpark Kunsterspring
Kunsterspring

Noch steht ihnen der Sinn meist mehr nach Dösen als nach Abenteuer. Doch ab und zu erkunden Arik, Boris und Bela schon das Gehege vor ihrer „Kinderstube“ am Wirtschaftshof des Neuruppiner Tierparks Kun­­s­terspring. Am 24. Mai waren die drei Wolfswelpen aus dem Tierpark Perleberg nach Kunsterspring gekommen – im Alter von 16 Tagen. Seitdem werden sie von der wolfsversierten Biologin Christiane Kricheldorf betreut, umsorgt und sozialisiert.

Ziehmutter schläft mit in der Hütte

Als Ziehmutter des Trios ist die 57-Jährige rund um die Uhr für die drei kleinen Rüden da. Sie füttert sie und schläft sogar bei ihnen in der Hütte. So gewöhnen sich Arik, Boris und Bela von klein auf an Menschen und gehen später entspannt mit den Besuchern um, von denen sie im Tierpark nur ein Zaun trennt. Noch brauchen neugierige Menschen etwas Geduld und Glück, um die drei Neuen für das Tierpark-Rudel zu Gesicht zu bekommen. In den kommenden Wochen werden die kleinen Brüder aber immer öfter beim Toben im Freien zu sehen sein, verspricht Tierparkleiter Peter Mancke.

Zwei der drei Wolfswelpen im Gehege vor ihrer „Kinderstube“ am Wirtschaftshof des Tierparks. Quelle: Tierpark Kunsterspring

Im August sollen Arik, Boris und Bela zu den Altwölfen umziehen. Das jetzige Rudel besteht aus Artus (15), den Brüdern Juri und Aslan (6) und Solo (4) und soll verjüngt werden. Die drei Welpen sollen – dann bereits im besten Halbstarken-Alter – zu Alphawolf Juri und dessen Bruder ziehen. „Sie werden sie aufnehmen, versorgen, erziehen“, sagt Peter Mancke. Veränderungen in der Hierarchie des Rudels seien so schnell nicht zu erwarten. Erst wenn die drei Neuen im Alter von anderthalb bis zwei Jahren geschlechtsreif werden, könne es zu Machtkämpfen mit den Altwölfen kommen, so der Tierparkchef.

„Opa“ Artus darf seinen Ruhestand genießen

Es ist bereits das vierte Mal, dass Mancke und sein Team Wölfe aufziehen. Auch „Opa“ Artus, der inzwischen in einem eigenen Gehege seinen Ruhestand genießen darf, war als Welpe nach Kunsterspring gekommen. Als Juri Chef im Rudel wurde und Artus zusehends drangsalierte, zogen die Tierpfleger schließlich einen Zaun. Den könnten Juri und Aslan mühelos überwinden. Doch sie respektieren die Grenze, die ihnen die Menschen gesetzt haben. Auch Solo hat seinen eigenen Bereich. Die Wölfe hätten so zwar keinen körperlichen Kontakt mehr zueinander, interagierten aber über ihren Geruchssinn, mit Lauten und Blicken miteinander, sagt Mancke – und all das derzeit sehr harmonisch. Arik, Boris und Bela können also kommen.

Von Juliane Becker

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