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Neuruppin Totalsperrung beim Prignitz-Express
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Totalsperrung beim Prignitz-Express
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16:06 09.10.2019
Züge des Prignitz-Expresses verkehren bis Sonntag, 13. Oktober, lediglich bis Kremmen. Grund sind Schienenschäden. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Völlig überraschend und ohne Vorwarnung für Pendler ist seit Mittwoch 10 Uhr die Strecke des Prignitz-Expresses zwischen den Bahnhöfen in Kremmen und Velten gesperrt. Betroffen sind davon ebenfalls Bahnkunden, die zwischen Neuruppin und Berlin pendeln. Denn die Verbindung wurde geteilt: Zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Velten fahren die Züge im Stundentakt, ebenso wie zwischen Kremmen und Neuruppin sowie weiter nach Wittenberge. Doch für den Abschnitt zwischen Kremmen und Velten wurde ein Busnotverkehr eingerichtet, der ebenfalls im Stundentakt verkehrt, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Es wäre nur noch Tempo 20 möglich

Grund für die Totalsperrung sind „Schienenfehler“, die beim Wechsel von Schienen am vergangenen Wochenende festgestellt worden seien, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Demnach hat sich bei Nachuntersuchungen am Montag gezeigt, dass sich die Situation sogar noch verschlechtert. Deshalb müssten Langsamfahrstellen eingerichtet werden, in dem lediglich Tempo 20 erlaubt sei. „Damit ist ein Fahrplan nicht mehr möglich“, so Ahlert. Denn normalerweise ist der Prignitz-Express auf diesem Abschnitt mit Tempo 120 unterwegs.

Die Bahn hat deshalb entschieden, dass die beschädigten Schienen ausgetauscht werden. „Sicherheit geht vor“, sagte Ahlert. Die Arbeiten auf der Strecke zwischen Kremmen und Velten sollen bis Sonntag, 13. Oktober, abgeschlossen sein. Betroffen von der Totalsperrung zwischen Velten und Kremmen sind ebenfalls die Bahnkunden, die den RB 55 nutzen.

Landrat sieht keine Alternative zur Totalsperrung

„Das ist tragisch“, sagte am Mittwoch Landrat Ralf Reinhardt (SPD) in Neuruppin. Reinhardt kämpft seit Jahren für eine bessere Zuganbindung zwischen Neuruppin und Berlin. Laut Reinhardt sind die Schäden an den Gleisen darauf zu zurückzuführen, dass man vor 20 Jahren mehr auf „Rationalität“ geschaut habe, statt auf gutes Material bei den Gleisen. „Wir müssen aufpassen, dass sich das nicht wiederholt“, so Reinhardt.

Eine Alternative zu der derzeitigen Totalsperrung sieht der Landrat nicht. Dies sei ein „notwendige Übel“ um möglichst schnell wieder in den Normalbetrieb wechseln zu können.

Mit dem Austausch der Gleise zwischen Kremmen und Velten ist es allerdings nicht getan. Denn der Prignitz-Express soll an zwei weiteren Wochenenden „planmäßig“ gekappt werden: Vom 25. bis 28. Oktober sowie vom 1. bis 4. November würden „auf mehreren Kilometern“ weitere Schienen gewechselt, sagt Bahnsprecher Ahlert, ohne zu verraten, welche Abschnitte das betrifft. Jedoch wolle die bauausführende Firma prüfen, ob durch mehrere kleine Schienenwechsel die „Streckensperrzeit“ verringert werden könne.

VBB-Kunden dürften über die Zeitangaben der Bahn irritiert sein: Der Verkehrsverbund informiert auf seiner Homepage von einer Totalsperrung zwischen Velten und Kremmen vom 9. bis 28. Oktober. Indes beteuerte Bahnsprecher Ahlert, dass die außerplanmäßigen Arbeiten am Sonntag, 13. Oktober, beendet werden sollen. „Davon gehen wir aus.“ Sollte es zu Verzögerungen kommen, werde die Bahn informieren.

Von Andreas Vogel

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