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Neuruppin Über 100 Paten helfen dem Tierpark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Über 100 Paten helfen dem Tierpark
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13:06 07.06.2018
Der macht was her: Große Arten sind bei den Tierpaten sehr beliebt, sagt der Leiter des Tierparks Kunsterspring. Quelle: Peter Geisler
Kunsterspring

Die Waschbären Waschi, Ben, Jonny und Dusty haben einen. Und auch das Heckrind Knuddel darf sich, genauso wie seine Partnerin Ohara, über Unterstützung freuen. Alle Arten im Tierpark Kunsterspring aufzuzählen, die einen Tierpaten haben, würde zu lange dauern.

Über 100 Menschen, Firmen und Institutionen helfen finanziell dabei, dass es den Tieren auf dem Gelände im Kunstertal gut geht, erklärt Peter Mancke, der den Park leitet. Manche sind schon seit Jahren dabei.

Am Samstag, 9. Juni, wird die neue Eichhörnchenanlage eröffnet. Ein guter Anlass, um die Tierpaten einzuladen, die sie mitfinanziert haben. Quelle: Falk Knudsen

Ab 30 Euro im Jahr kann man Pate für eines der über 500 Tiere in Kunsterspring werden. Für diese vergleichsweise geringfügige Spende bekommt man eine Patenurkunde für kleinere, nicht ganz so gefragte Tiere wie Schlangen oder manche Vögel.

Besonders beliebt sind unter den Gönnern dennoch die größeren Säugetiere. „Arten, die interessant sind oder was hermachen“, sagt Mancke. Wölfe zum Beispiel gehören dazu, aber auch die Wisente. Bei den Graupelzen müssen sich die Sponsoren sogar ihre Patenschaft mit anderen teilen, weil so viele an der Unterstützung der Tierpark-Lieblinge Interesse haben.

Die Sponsoren folgen auch nicht-tierischen Trends

Es gibt aber auch Arten, die wie die Fischotter vom Niedlichkeitsbonus profitieren. Die Sponsoren folgen auch nicht-tierischen Trends. „Seit Harry Potter sind die Eulen besonders gefragt.“ Und seit einiger Zeit stehen die Schildkröten hoch im Kurs. Warum? Darüber rätselt Peter Mancke noch.

Die Patenschaften unterhält der Tierpark schon seit vielen Jahren. Abgeschaut hat sich der Park das Modell aus anderen Zoos, in denen es seit Jahrzehnten gut funktioniert. „Auch, weil uns Leute darauf angesprochen haben, ob und wie sie uns unter die Arme greifen können.“

Die Verbundenheit mit den Tieren wächst

Das Konzept ist aus Manckes Sicht aufgegangen. Denn durch die Verträge wächst nicht nur die Finanzkraft des Parks. Auch die Verbundenheit mit den Tieren und der gesamten Anlage sei in dieser Zeit weiter gestiegen. „Viele Paten kommen ihre Tiere regelmäßig besuchen.“ Allerdings nicht alle. Denn viele der Sponsoren leben nicht in der Region. „Manche kommen sogar aus der Schweiz.“

Das System der Anwerbung neuer Förderer funktioniert meistens über Mundpropaganda. Mittlerweile werden die Patenschaften auch immer öfter verschenkt. „Dann kriegt das Geburtstagskind eben kein neuntes Gläserservice, sondern unsere Urkunde.“ Und wenn er wünscht auch ein Schild mit seinem Namen am Gehege.

Die Spenden sind für größere Investitionen

Das Geld der Paten wird indes nicht nur für das ausgesuchte Lieblingstier ausgegeben. „Man erwirbt mit der Patenschaft nicht die Anteile an einem Tier.“ Und für die Grundbedürfnisse ist ebenfalls gesorgt. Schließlich sichert die Stadt Neuruppin die Summen, die für Futter oder den Tierarzt benötigt werden. Die Spenden werden vielmehr gebraucht, damit der Park größere Investitionen wie den Ankauf neuer Tiere oder die Umbauten an den Anlagen stemmen kann.

Zuletzt hat der Tierpark dank der Unterstützung der Paten und der Sparkasse, ein neues Eichhörnchengehege bauen können, berichtet Mancke. Über 20 000 Euro hat das gekostet. „Das können wir nicht einfach so nebenher finanzieren.“ Als Dank an die Paten hat der Park diese zur Eröffnung der Anlage am Kinderspielplatz für 9. Juni um 14 Uhr eingeladen. Mancke rechnet damit, dass mehrere Dutzend Paten an diesem Tag kommen.

Ein Eichhörnchen ist möglicherweise trächtig

Vier der insgesamt fünf Eichhörnchen des Tierparks werden dann im neuen Gehege herumturnen. Das fünfte bleibt noch im alten, da es trächtig sein könnte, und ein Umzug für die Tiere immer auch Stress bedeutet, den es in diesem Zustand zu vermeiden gilt. Wenn tatsächlich Nachwuchs kommt, sei es auch besser, wenn Mutter und Kinder Ruhe haben. Deshalb bleibt die alte Anlage vorerst bestehen.

Die neue wird sich aber sicherlich auch zu einer der größeren Attraktionen entwickeln. Denn Besucher – ob Tierpate oder auch nicht – dürfen nicht nur in die einem Baum nachempfundenen Anlage hineingehen. Sie dürfen sogar in die Baumkrone klettern und können von dort aus das Treiben der Eichhörnchen im Baum beobachten.

Über die Details zu einer Tierpatenschaft informiert der Park auf seiner Internetseite: www.Tierpark-Kunsterspring.com.

Von Celina Aniol

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