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Neuruppin Unglücksopfer aus Linum nun offiziell bestätigt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Unglücksopfer aus Linum nun offiziell bestätigt
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17:04 29.04.2019
Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat an der Unfallstelle getrauert. 29 Deutsche sind bei dem Busunglück in der Nähe der Inselhauptstadt Funchal ums Leben gekommen – darunter vier Brandenburgerinnen. Quelle: Armando Franca/AP/dpa
Linum

Das Potsdamer Innenministerium hat am Montag bestätigt, dass insgesamt vier Frauen aus dem Land Brandenburg bei dem dramatischen Busunglück auf der Ferieninsel Madeira ums Leben gekommen sind. Das haben die Untersuchungen der portugiesischen Staatsanwaltschaft nun abschließend ergeben.

Unter den identifizierten Toten sind wie befürchtet auch zwei Urlauberinnen aus dem Ruppiner Land: eine 55-jährige Frau und deren 79 Jahre alte Mutter aus Linum. „Ich wünsche den Hinterbliebenen viel Kraft. Es ist ein sehr trauriges Ende eines unbesorgt begonnenen Osterurlaubs“, sagt Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter.

Unfallopfer sind nun zweifelsfrei identifiziert

Bereits vor einer Woche hatten Polizeibeamte die Wohnungen der Unglücksopfer aufgesucht und persönliche Gegenstände mitgenommen für DNA-Proben und Fingerabdrücke.

Diese Untersuchungen dienen in solchen Katastrophenfällen dazu, die Opfer anhand eines Erbgutabgleiches einwandfrei zu identifizieren. Nur wenn hundertprozentig gesichert ist, um wen es sich bei den Verstorbenen handelt, bestätigen die Behörden deren Tod.

Der Bus mit mehr als 50 Insassen war am 17. April auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira einen Hang hinabgestürzt und gegen ein Haus geprallt. Quelle: Rui Silva/dpa

Ein Bus mit mehr als 50 Insassen war vor Ostern auf der portugiesischen Urlaubsinsel einen Hang hinabgestürzt und gegen ein Haus geprallt. 29 Deutsche starben bei dem Unfall am 17. April.

„Ich bin tief bestürzt, dass dieses Unglück so vielen Menschen das Leben kostete und auch Brandenburgerinnen unter den Opfern zu beklagen sind. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer und den zahlreichen Verletzten“, sagt Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Ein ganzes Dorf ist geschockt

Mutter und Tochter aus Linum hatten sich sehr auf den gemeinsamen Urlaub gefreut. In ihrem Heimatdorf ist die Bestürzung groß. Viele Nachbarn sind erschüttert und traurig.

Die 55-jährige Frau, die in Linum bei Wind und Wetter die Zeitung ausgetragen hat und ursprünglich aus dem Nachbarkreis Oberhavel stammt, hinterlässt eine Tochter und einen Sohn. Für sie ist der Schmerz kaum zu ertragen: Sie haben durch den Unfall Mutter und Großmutter auf einmal verloren.

Der Landrat äußert sein Mitgefühl

„Der Tod durch einen Verkehrsunfall ist immer plötzlich und unerwartet, so wie der tragische Busunfall. Die Narben werden bleiben“, sagt Landrat Ralf Reinhardt. „Deshalb gilt den Hinterbliebenen mein tiefes Mitgefühl, verbunden mit dem Wunsch, dass sie die Kraft finden, die jetzt kommende schwierige Zeit zu überstehen.“

Blumen liegen an der Unfallstelle in Gedenken an das Busunglück. Bei dem Unfall am 17. April sind 29 Menschen ums Leben gekommen – darunter auch vier Urlauberinnen aus dem Land Brandenburg. Quelle: Armando Franca/AP/dpa

Bei dem Busunglück sind auch eine 48-jährige Frau, die in der Stadtverwaltung von Brandenburg/Havel gearbeitet hat, und deren 75 Jahre alte Mutter gestorben.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema: http://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Fehrbellin/Zwei-Frauen-aus-dem-Ruppiner-Land-auf-Madeira-verunglueckt und http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Madeira-Busunglueck-Opfer-aus-Brandenburg-Havel-und-Brielow

Von Katharina Kastner

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