Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Akustiktour mit Superhits
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Akustiktour mit Superhits
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 05.12.2018
Gitarrist Andreas Gemeinhardt begleitet Ute Freudenberg beim Janis-Joplin-Song „Me and Bobby McGee“. Quelle: Cornelia Felsch
Neuruppin

Es kommt spät, aber es kommt, das Lied auf das die Ute Freudenberg-Fans in der Neuruppiner Kulturkirche am Samstagabend geduldig gewartet haben – „Jugendliebe“. Schon bei den ersten Takten ihres Superhits reißt es das Publikum von den Sitzen und natürlich singen alle den Refrain mit, schließlich hat sich der Song in den vergangenen 40 Jahren bei den Freudenberg-Bewunderern eingebrannt.

Ihre Akustik-Tour mit Band beendete die Sängerin in diesem Jahr in Neuruppin. „Eine Hammerband, die mich auf Trab hält“, gesteht sie an diesem Abend. „Ohne sie wäre ich nur halb so gut.“ Doch Ute Freudenberg braucht sich nicht hinter ihren Musikern zu verstecken.

Powerstimme die zu Herzen geht

Die Sängerin, die 2012 ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum feierte, ist auf der Bühne immer noch ein Star. Mit Texten, die zu Herzen gehen und einer Powerstimme, die an Qualität nichts eingebüßt hat, erreicht sie nach wie vor ihr Publikum, denn an diesem Abend dreht sich erst einmal alles um die Liebe – in all ihren Facetten. Es geht um Leidenschaft, Nähe, und Enttäuschungen; Themen, die auch für das Publikum immer noch aktuell sind, obwohl auch die Fans mitgealtert sind.

Geboren wurde Ute Freuenberg im Januar 1956 in Weimar. Bereits mit 15 Jahren wurde ihr Gesangstalent entdeckt. Während ihres Studiums an der Franz-Liszt-Musikhochschule Weimar gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Rockband „Elefant“. Vier Mal wurde sie vom DDR-Jugendmagazin „neues Leben“ zur beliebtesten Sängerin des Jahres gewählt. 1984 kehrte sie nach einem Fernsehauftritt in Hamburg nicht mehr in die DDR zurück.

Taktgeber ist Drummer Manfred Schermuly

Kreuzfahrtschiffe werden erst einmal zu ihrer Bühne, doch es geht wieder bergauf. In TV-Auftritten und Hitparaden ist sie wieder präsent, 1996 kehrt sie in ihre Heimatstadt Weimar zurück und gründet die Ute-F-Live-Band. Von Anfang an mit dabei ist Drummer Manfred Schermuly. „Seit 22 Jahren hören wir auf seinen Takt“, sagt die Sängerin. „Ich habe ihn in meiner Düsseldorfer Zeit kennen gelernt und seitdem ist er hunderttausende Kilometer durch Deutschland gegurkt, um mit mir gemeinsam auf der Bühne zu stehen.“

Zu ihrer ersten Akustik-Tour hat sie auch den Saxophonisten René Decker eingeladen. Mit ihm stand sie bereits in ihrer „Elefanten“-Zeit gemeinsam auf der Bühne. „Als ich zum ersten Mal über meine Akustik-Tour nachdachte, wusste ich, dass ich ihn dabei haben will. Mit seinem seelenvollen Saxophonspiel ist er unverzichtbar.“ Für die Band ist er nicht nur musikalisch unentbehrlich. „Wenn wir manchmal ausgelaugt am Abend im Hotel ankommen und es nichts mehr zu Essen gibt, dann bereitet René in der Hotelküche für die ganze Crew Spaghetti mit Tomatensoße zu“, erzählt Ute Freudenberg.

Generationen-Hits mit Gänsehaut-Feeling

Bei der Vorstellung ihrer Bandkollegen spürt man, dass die Powerfrau nicht nur stimmliche Qualitäten besitzt. Ihre ehrliche Ausstrahlung, die Achtung ihrer Kollegen sowie ihre humorvolle Offenheit und Menschlichkeit sorgen ebenfalls dafür, dass ihr die Fans die Treue halten. Auch im wahren Leben engagiert sie sich für ihre Mitmenschen als Schirmherrin des Ronald McDonald Hauses Jena, das Familien schwer kranker Kinder ein Zuhause bietet.

An diesem Abend singt sie neue Titel, geht aber auch zurück zu ihren musikalischen Anfängen und röhrt den Song „Me and Bobby McGee“von Janis Joplin. Tosenden Beifall und Bravo-Rufe gab es für die gelungene Interpretation dieses Hits, der an diesem Abend wieder einmal für Gänsehaut-Feeling sorgte. Songs wie „Mercedes Benz“ und „Ruby Tuesday“ berührten nicht nur eine Generation, das war an diesem Abend dem begeisterten Publikum deutlich anzumerken.

Von Cornelia Felsch

Fast wie die echten Eagles: Die Ultimate Eagles sind keine Lookalike-Band, sondern denken sich mit jeder Note in die Musik ihrer Vorbilder ein. Fazit vieler Fans: „Kaum zu unterscheiden“.

05.12.2018

Der Neuruppiner Chor Chorisma gab ein wunderbares Konzert in der Stöffiner Kirche. Die Sängerinnen und Sänger sangen Lieder in mehreren Sprachen.

01.12.2018

Auf der Alt Ruppiner Plantage haben die im Frühjahr frisch gepflanzten Tannen den trockenen Sommer nicht überlebt. Nun muss der Landesforstbetrieb kräftig nachpflanzen, damit es auch in den kommenden Jahren ausreichend Weihnachtsbäume gibt.

01.12.2018