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Neuruppin 39-Jähriger soll Fahrkartenautomaten gesprengt haben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin 39-Jähriger soll Fahrkartenautomaten gesprengt haben
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16:45 02.10.2018
Der gesprengte Fahrkartenautomat in Glöwen. Quelle: Andreas König (Archiv)
Neuruppin

Wegen des Sprengens von Automaten, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Fahrens ohne Fahrerlaubnis steht Jenô B. seit Dienstag vor dem Landgericht Neuruppin. Der 39-Jährige soll am 6. März dieses Jahres nachts mit einem VW-Passat über die Berliner Straße in Fehrbellin gefahren sein – ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen zu sein. Einen Tag später hat er, so die Staatsanwaltschaft, gemeinsam mit einem unbekannten Mittäter im Eingangsbereich des Bahnhofs in Glöwen (Prignitz) einen Fahrkartenautomaten gesprengt. Die Beute waren zwei Fahrkartenrollen und Bargeld in Höhe von 18,70 Euro. Der Schaden für die Deutsche Bahn betrug 4000 Euro.

Zigarettenautomaten in Herzberg (Mark) gesprengt

Auch am 5. April war der Angeklagte laut Anklage wieder am Steuer unterwegs, diesmal auf der Ruppiner Straße in Herzberg (Mark). Dort soll er sich zu einem Zigarettenautomaten begeben und ihn mittels Schwarzpulver gesprengt haben. Anschließend soll er mit einem Brecheisen die Seitenteile aufgehebelt haben, um an die Zigaretten zu kommen. Noch während er diese in sein Auto lud, kam die Polizei.

Die Beamten forderten den auf frischer Tat erwischten Mann auf, das Brecheisen, mit dem er drohend vor ihnen stand, fallen zu lassen und sich auf den Boden zu legen. Das machte er jedoch nicht. Erst als eine Beamtin Reizgas einsetzte, konnten die Polizisten ihn festnehmen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Das Vorstrafenregister ist lang

Es ist nicht das erste Mal, dass Jenô B. im Gefängnis sitzt. Auch einige der ihm jetzt vorgeworfenen Taten sind ihm offenbar nicht gänzlich fremd – wie sein Vorstrafenregister zeigt. Das weist 13 Eintragungen seit 1994 auf. Immer wieder ist der Angeklagte in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt geraten, häufig wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, aber auch wegen Volksverhetzung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Ende 2014 war er vom Landgericht Neuruppin zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden: Er hatte gemeinsam mit einer ebenfalls zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilten Frau am 8. Mai 2014 einen Fahrkartenautomaten am Pritzwalker Bahnhof mit Böllern in die Luft gejagt. Da hatten die beiden Täter Geldkassetten, in denen sich 4216 Euro befanden, erbeutet. Das Geld hatten sich die Täter geteilt.

Angeklagter fühlt sich früher zu hart bestraft

Damals hatte der Angeklagte sich nicht zu dem Vorwurf geäußert. Wie sein Verteidiger Steffen Kalauch am Dienstag sagte, sei sein Mandant der Meinung, damals zu hart bestraft worden zu sein. Die Strafe von drei Jahren hatte noch über der Forderung des Staatsanwaltes gelegen. Warum das Gericht damals so entschied, dafür hatte der Angeklagte auch eine Erklärung. Nur deswegen, weil er mal in der rechten Szene verankert gewesen sei, so jedenfalls sei das sein Eindruck. Es liege dem Angeklagten am Herzen, das noch einmal zu sagen, so Kalauch. Jenô B. hat die Strafe längst abgesessen.

Kalauch kündigte an, dass Jenô B. zu einem Teil der Anklage etwas sagen werde, nicht aber zu der Schwarzfahrt durch Fehrbellin und der Sprengung des Fahrkartenautomaten. Bevor sein Mandant sich einlasse, müsse er mit diesem das Gutachten durchsprechen, in dem es wohl darum geht, ob Jenô B. gegebenenfalls wegen Drogenkonsums vermindert schuldfähig war.

Ein Urteil ist für den 11. Oktober geplant. 

Von Dagmar Simons

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