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Neuruppin Veronika Fischer singt vor 500 Fans in der Kulturkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Veronika Fischer singt vor 500 Fans in der Kulturkirche
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15:45 06.01.2020
Veronika Fischer ist besonders im Osten bekannt und beliebt. Quelle: eoto: Buddeke
Neuruppin

In der DDR war sie für viele eine Prinzessin, eine Ikone. Songs wie „Auf der Wiese“, „Klavier im Fluss“ und „Sommernachtstraum“ berührten Tausende. Oder das wunderbare „Dass ich eine Schneeflocke wär …” Kaum ein Lied von Veronika Fischer hat sich so tief unter die Haut der Fans gebohrt.

Jeder kennt das Gefühl des plötzlich aufbrechenden Schmerzes, der Melancholie, der Trauer und der Sehnsucht, Spuren zu hinterlassen. Und sei es die Spur einer tauenden Schneeflocke, die tränengleich durchs Gesicht einer vergangenen Liebe rinnt.

500 Fans im Saal

Spuren hat Veronika Fischer in jedem Fall hinterlassen: über schwere und schöne Jahre hinweg, von Erfolg zu Erfolg eilend, mal zurückgezogen, mal im Rampenlicht. Kein Wunder also, dass 500 Fans am Sonntagabend in die Neuruppiner Kulturkirche gekommen sind, um das Idol ihrer Jugend wiederzusehen – und die alten Lieder wieder zu hören.

Veronika Fischer hat eine großartige Band um sich geschart. Quelle: Regine Buddeke

Veronika Fischer ist – natürlich – wie ihre Fans gealtert. Mit der blonden Mähne sieht sie dennoch immer noch fast wie damals in den 70ern aus, auch ihre Stimme ist – wiewohl ein wenig tiefer – immer noch unverwechselbar. „Ach, woher wohin“ beginnt sie ihr Programm – es ist der Titelsong ihrer jüngsten CD, von der sie so einige Titel im ersten Teil des Konzertes singt.

Wie so oft warten die Fans natürlich auf die alten Lieder – „Klavier im Fluss“ kommt auch ziemlich rasch. Wie so oft ist es aber auch so, dass die alten Songs einfach stärker sind – oder wirken, weil die Fans sie in Erinnerung an die eigene Jugend in Herz und Ohr vergoldet tragen.

Tolles Stück von neuer Scheibe: „Als ich sang“

Eine große Ausnahme ist der Song „Als ich sang“ von der 2018er Scheibe. So bewegend und wunderschön singt sie da über das quirlige Leben als Musikerin, die mit anderen Männern auf Tour geht, ständig unterwegs – wie heimatlos und entwurzelt – dahin treibt, während alle anderen Familie haben und Wochenenden.

“Dass ich eine Schneeflocke wär“... Quelle: Regine Buddeke

Ein wenig Solo-Sunny-Melancholie schwingt darin, man glaubt Vroni jedes Wort, jede Emotion. Umso mehr fragt man sich, warum die Musikerin zwischen den Titeln nicht ein wenig mehr Anekdoten aus ihrem Musikerleben verrät.

Dass sie davon eine Menge hat, bewies ihre Buchlesung in Fehrbellin – 2013 war das. Da fächerte sie ihr Künstlerleben spannend und witzig auf. Beim Konzert gab sie indes nur ein paar uninspirierte Allgemeinplätze über Liebe, Glück und Glauben von sich.

Jubel bei der „Schneeflocke

Da ist noch Luft nach oben – aber ihre Tour hat auch gerade erst begonnen. Auch der Sound ließ streckenweise zu wünschen übrig – mal war die – übrigens großartige – Band zu laut, mal ihre Stimme. Immer wieder ging ihre Hand zum Rücken, um an der Technik nachzusteuern.

Gut mit Hut. Quelle: Regine Buddeke

„Ist sie nicht richtig eingesungen?“, tuschelt eine Zuhörerin ihren Nachbarn zu. Dass „Vroni“, die ein wenig müde, vielleicht auch nur erkältet wirkt, so manchen Ton, der in der Jugend leicht schien, nicht mehr sauber trifft, muss man ihr nachsehen – auch Stimme altert und mit 68 Jahren hat sich schon so mancher von der Bühne auf die Couch zurückgezogen.

Vroni singt weiter: Und es macht Spaß – noch mehr im zweiten Teil, wo die alten Songs geballt kommen – ihr zuzuhören. Mitklatschen bei „Auf der Wiese“, Jubel bei der „Schneeflocke“. Applaus für zwei Zugaben. Ja, man will sie immer noch hören.

Von Regine Buddeke

Carola Hoffer (37) ist gelernte Köchin und medizinische Fachangestellte, doch inzwischen arbeitet sie bei der Neuruppiner Arbeitsagentur im ärztlichen Dienst. Dort hilft sie dabei, damit Menschen mit einer Schwerbehinderung einen Job finden.

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