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Neuruppin Wasserretter brauchen Hilfe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Wasserretter brauchen Hilfe
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18:02 30.07.2019
Der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke machte am Dienstag eine Fahrt mit den DRK-Wasserrettern auf dem Ruppiner See. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

 Die Retter der DRK-Wasserwacht Ostprignitz-Ruppin brauchen Hilfe. Bei einem ihrer fünf kleinen Boote ist der Motor defekt. „Das war zum Glück kein Unfall, sondern lediglich ganz normaler Verschleiß“, sagte am Dienstag Ronny Sattelmair, Vorstandschef des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK) im Landkreis.

Gleichwohl steht die Wasserwacht damit vor einem Problem: Denn ein neuer Motor kostet etwa 6000 Euro – das ist zuviel für einen Verein, der sich vor allem aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, um anderen helfen zu können.

„Ehrenamtlich ist nicht kostenlos“

„Ehrenamtlich ist nicht kostenlos“, betonte DRK-Präsident Thomas Bruns. Schließlich müsste den aktiven Mitgliedern wenigstens die Ausrüstung, die Technik und bei Einsätzen auch etwas Verpflegung gestellt werden.

„Das ist ähnlich wie bei der Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk“, sagte der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke. Der Rechtsanwalt schaute sich am Dienstag gemeinsam mit dem CDU-Landtagskandidaten Sven Deter bei der Wasserwacht um.

Steineke hofft, dass die Soziale Stiftung Neuruppin helfen kann. Mit der Stiftung hat die Wasserwacht bereits gute Erfahrungen gemacht. Erst im vergangenen Jahr konnte dank einer Spende von 1500 Euro eines der Boote, die auch beim Drachenbootrennen oder dem Langstreckenschwimmen auf dem Ruppiner See im Einsatz sind, wieder auf Vordermann gebracht werden.

Ein Anzug kostet 700 Euro je Person

Allerdings benötigen die gut 20 Mitglieder der Wasserwacht, die unter anderem regelmäßig den Schwimmunterricht in Lindow sowie den Badebetrieb in Alt Ruppin und Rheinsberg absichern, noch deutlich mehr Unterstützung.

Denn nach den neuesten Vorschriften sollten Retter im Wasser einen Neopren-Anzug tragen, damit ihnen auch bei einem Einsatz im Frühjahr und im Herbst nicht schon nach drei Minuten kalt wird. Doch so ein Anzug kostet etwa 700 Euro je Person.

„Eine gute Rettungsausbildung ist wichtig und macht auch Spaß“, sagte Michael Zander, der den Lindower Ortsverband der Wasserwacht leitet. Bei den Bemühungen, noch mehr Jugendliche für die Arbeit der Wasserwacht zu begeistern, fühlt sich das DRK derzeit vom Landkreis etwas hängen gelassen.

Denn die Kreisverwaltung hat für den Katastrophenschutz erst ein Boot, und in diesem Jahr noch ein weiteres Boot erhalten. Sie sind in Kyritz in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Kreises untergebracht und liegen auf dem Trockenen. Die Wasserwacht würde wenigstens eines der Boote, jedes hat mehr als 80.000 Euro gekostet, gern für regelmäßige Übungen nutzen – und damit auch Jugendliche locken.

Zwei neue Boote stehen in Kyritz auf dem Trockenen

Aber das scheint nicht so einfach zu sein. „Die Boote dienen zur Rettung von Personen bei Hochwassersituationen, zur Evakuierung von havarierten Booten sowie zum Bergen von Sachwerten in überschwemmten Gebieten sowie zum Transport von Einsatzkräften“, teilte Vizelandrat Werner Nüse (SPD) auf Nachfrage mit. Demnach werden die Boote auf speziellen Anhängern (Trailern) per Lkw zum jeweiligen Einsatzgewässer transportiert.

Nüse räumte ein, dass es „besser wäre“, wenigstens eines der Boote in einem Ort mit einem größeren See zu stationieren, wie in Neuruppin oder Rheinsberg. Dazu gebe es aber noch keine Entscheidung – vermutlich auch, weil eine passende Unterstellmöglichkeit fehlt.

Von Andreas Vogel

Denise Borgmann aus Neuruppin betreut 22 schwer kranke Menschen im Ruppiner Land und im Kreis Oberhavel. Sie gibt ihnen Halt, ist immer zur Stelle. Vieles zahlt sie aus eigener Tasche. Für ein behindertengerechtes Auto fehlt ihr jedoch das Geld und sie bittet um Hilfe.

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