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Neuruppin Weniger Diebstähle und Einbrüche in der Region
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Weniger Diebstähle und Einbrüche in der Region
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16:02 26.03.2019
Frank Storch, Leiter der Polizeidirektion Nord in Neuruppin (r.), und der Kripochef Olaf Gaebel. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Weniger Straftaten und eine steigende Aufklärungsquote – Frank Storch, der Chef der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, könnte rundum zufrieden sein. Die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich der Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel ist auf einen „historischen Tiefstand“ gesunken.

Eine der sichersten Regionen in Deutschland

24.963 Delikte nahm die Polizei im vergangenen Jahr in den drei Landkreisen auf. Das sind gut 300 weniger als 2017, sagte Frank Storch am Dienstag bei der Präsentation der Jahresdaten. Zugleich ist die Aufklärungsquote im Bereich der Polizeidirektion Nord um drei Prozent auf 59,5 Prozent gestiegen. „Das ist erfreulich“, betonte der Polizeichef. „Wir sind eine der sichersten Regionen in Brandenburg und in ganz Deutschland.“

Gleichwohl gab es im vergangenen Jahr im Schnitt alle 21 Minuten eine Anzeige in der Region und alle drei Stunden eine Körperverletzung, sagte Storch, der deshalb keine Entwarnung gab. Bei den meisten Straftaten handelt es sich weiterhin um Diebstähle. Zwar ist auch deren Zahl gesunken, und zwar um fast neun Prozent, dennoch machen die 8000 Diebstähle im Bereich der Polizeidirektion Nord mehr als 30 Prozent aller angezeigten Delikte aus.

Vier Bankautomaten gesprengt

226 Autos wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Polizeidirektion Nord gestohlen, das sind 12 mehr als 2017. 68 Fälle konnten die Beamten aufklären.

Gestiegen ist ebenfalls die Zahl der Fahrraddiebstähle – von 1590 auf 1611. Immerhin konnten knapp 20 Prozent dieser Diebstähle aufgeklärt werden. In den Jahren zuvor lag die Aufklärungsrate stets unter zehn Prozent.

Mehr als doppelt so viele Diebstähle gab es aus Automaten, nämlich 57. Darunter waren vier Sprengungen von Bankautomaten – zwei in Wittenberge sowie je eine in Kyritz und Oranienburg. Die Polizei geht in diesen Fällen von organisierten Banden aus. Bei den „Angriffen“ auf Fahrkarten- und Zigarettenautomaten vermuten die Ermittler indes oft Verdächtige aus der Region, sagte der Kripochef Olaf Gaebel.

Sieben Rauschgifttote registrierte die Polizei 2018 in der Region. Das sind laut Polizeichef Frank Storch fünf mehr als 2017.

Die Polizei konnte im vergangenen Jahr zudem deutlich mehr Diebstähle aufklären als 2017, nämlich fast 30 Prozent. Das sind 3,7 Prozent mehr als 2017 – doch eine Erklärung dafür hatte Kripochef Olaf Gaebel nicht. Das sei auf die gute Arbeit der mehr als 200 Kriminalbeamten zurückzuführen, sagte Gaebel lediglich. Zudem habe die Polizei mitunter Glück, wenn sie Verdächtigen gleich eine Reihe von Diebstählen nachweisen könne.

Fast 80 Prozent der Verdächtigen in der Region sind Erwachsene, indes ist die Zahl der Heranwachsenden zwischen 18 und 21 Jahren auf knapp elf Prozent gestiegen. „Das ist die Normalität des Ausprobierens“, sagte Frank Storch. Die Heranwachsenden testeten ihre Grenzen aus. Bei den meisten sei das lediglich eine Phase. „Wir wollen, dass die Tat schnell Konsequenzen hat“, betonte der Polizeichef. Deshalb arbeite die Polizei mit den Jugendämtern der Landkreise sowie der Staatsanwaltschaft eng zusammen. Die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen im Bereich der Polizeidirektion ist auf knapp 16 Prozent gesunken.

Talsohle beim Personal wohl erreicht

Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. 385 Fälle registrierte die Polizei 2018, das sind fast 180 weniger als vor einem Jahr. „Unsere Beratungen, wie Wohnungen besser gesichert werden können, scheinen erfolgreich zu sein“, so Polizeichef Storch. Die meisten Wohnungseinbrüche gab es in Oberhavel (233). Das ist laut Polizei vor allem auf die Berlinnähe zurückzuführen. Zum Vergleich: In Ostprignitz-Ruppin wurden im Vorjahr 90 Einbrüche registriert, in der Prignitz waren es 62.

Bis die Polizeidirektion Nord ihre Talsohle beim Personal überwunden hat, wird es wohl noch zwei Jahre dauern. Eigentlich sollte es 990 Beamte geben, aktuell sind es 950. Zwar erhält die Direktion in Neuruppin zweimal im Jahr neu ausgebildete Kräfte von der Polizeischule, doch noch gleicht das die Zahl der Beamten, die in Pension gehen, nicht aus, erklärte Frank Storch – obwohl das Durchschnittsalter inzwischen bei 46 Jahren liege.

Von Andreas Vogel

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