Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neuruppin Fahrradfahrer verletzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppin Fahrradfahrer verletzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:58 11.07.2019
Sanitäter des Rettungswagens kümmerten sich um den verletzten Fahrradfahrer. Quelle: Christian Schmettow
Alt Ruppin

Schon wieder hat ein abbiegende Autofahrer einen Fahrradfahrer verletzt – schon wieder an der Kreuzung der Bundesstraße 167 mit dem Neumühler Weg in Alt Ruppin. Ein Autofahrer, der mit einem VW Transporter aus Neuruppin kommend nach links in den Neumühler Weg abbog, sah am Donnerstag gegen 9.40 Uhr im toten Winkel seines Spiegels nicht den 73 Jahre alten Fahrradfahrer, der aus der ebenfalls in Richtung Alt Ruppin fuhr und Vorfahrt hatte.

Der 73 Jahre alte Radfahrer stieß am Donnerstag mit dem Heck des abbiegenden Transporters zusammen, stürzte und wurde verletzt, war aber ansprechbar. Er sei an dieser Kreuzung nicht zum ersten Mal von einem Abbieger angefahren worden sagte der Mann. Sein Fahrrad wurde beschädigt. Am Auto entstand kein Schaden. Die Polizei nahm den Unfall auf, der Rettungsdienst kümmerte sich um den verletzten Fahrradfahrer.

Radweg auf der falschen Seite gebaut

An der schlecht einsehbaren Kreuzung bergab in einer Kurve verläuft der Fahrradweg in Richtung Alt Ruppin auf der „falschen“ Straßenseite, so dass abbiegende Autofahrer dort immer wieder geradeaus fahrenden Fahrradfahrern in die Quere kommen. Allein im vergangenen Jahr hatte es an dieser Kreuzung deshalb vier solcher Unfälle mit verletzten Fahrradfahrern gegeben, einer wurde schwer verletzt.

Es kracht immer wieder an der gleichen Ecke in Alt Ruppin: Auch Autofahrer, die aus dem Neumühler Weg kommen und auf die Bundesstraße 167 (Alt Ruppiner Allee) einbiegen wollen, stoßen dort mit Fahrradfahrern zusammen, die den Radweg an der B 167 benutzen. Die Fahrradfahrer haben dort Vorfahrt, die Autofahrer ein Stop-Schild.

Sicht auf den Radweg versperrt

Doch viele Autofahrer rechnen nicht damit, dass vorfahrtsberechtigte Radfahrer auch von rechts kommen können. Schilder, eine Hecke und ein Carport versperren zusätzlich die Sicht auf den Fahrradweg.

Außerdem müssen Autofahrer gleichzeitig auf den Verkehr aus Richtung Alt Ruppin achten. Dort versperrt in einer Kurve ein Haus die Sicht auf die Bundesstraße, auf der viele Lkw-Fahrer vor dem Berg schon mal Anlauf nehmen. Seit dem schweren Unfall im Herbst 2018 gilt dort Tempo 30.

Landesbetrieb Straßenwesen wäre zuständig

Die Polizei zeigte sich schon im Herbst auf MAZ-Anfrage ratlos, was man noch tun könnte. Es sei alles versucht worden: Ein Schild bittet die Radfahrer, langsam bergab zu fahren, Autofahrer werden mit einer roten Radwegmarkierung gewarnt. Für die Verkehrsplanung – also den Fahrradweg auf die richtige Seite zu verlegen – sei die Polizei nicht zuständig, sondern der Landesbetrieb Straßenwesen.

Im Oktober forderten Stimmen im Alt Ruppiner Ortsbeirat eine Barriere, die Fahrradfahrer vor der Kreuzung zum Halten zwingt – obwohl sie auf der Vorfahrtsstraße unterwegs sind. Diese Idee hatte auch die Verkehrsunfallkommission bereits diskutiert und verworfen – zu gefährlich.

Barriere ist keine Lösung sondern neue Gefahrenquelle

Auch die Straßenverkehrsbehörde fürchtet, dass an der schlecht beleuchteten Ecke bergab fahrende Fahrradfahrer in die Barriere krachen und sich schwer verletzen könnten und lehnt eine solche Sperre ab. Fahrräder mit Anhänger und Rollstuhlfahrer kämen zudem an der Barriere nicht vorbei und müssten dann auf die Fahrbahn der Bundesstraße ausweichen.

Von Christian Schmettow

An der August-Bebel-Straße laufen noch bis August archäologische Ausgrabungen. Bisher haben die Archäologen Teile des mittelalterlichen Klappgrabens freigelegt – und so manches Skelett entdeckt.

10.07.2019

Wasserstände in den Seen fallen weiter. Mancher Wasserversorger musste schon das Gartensprengen am Tage verbieten. Die Neuruppiner Stadtwerke bleiben gelassen: Für sie ist es kaum wichtig, ob und wie viel es regnet.

15.07.2019

Kaum etwas ist so heftig umstritten wie die Parkplätze in Neuruppin. Eigentlich wollte Neuruppins Stadtverwaltung deshalb in diesem Jahr ein neues Parkraumkonzept vorstellen. Doch daraus wird nichts.

10.07.2019