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Neuruppin Zwanziger-Jahre-Party im Hangar ganz stilecht
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01:46 24.02.2019
Weit mehr als 100 Partygäste kamen am Samstag - zumeist passend gekleidet- zur Zwanziger-Jahre-Party im Hangar Neuruppin und hatten mit Liveband und den Tänzern von Ruby Doo viel Spaß auf der Tanzfläche. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Manche mögen’s heiß. Schon wenn man in den Hangar tritt und den Oldtimer sieht, daneben den Kreideumriss eines Menschen, der überhaupt nicht so aussieht, als hätte er freiwillig und natürlich an dieser Stelle gelegen, lässt einen sofort an den berühmten Film denken, der in der Zeit der Roaring Twenties spielt – den Goldenen Zwanziger Jahren. Die seit der TV-Serie „Babylon Berlin“ eine wahre Renaissance erlebt haben.

Charleston-Kleider und Hüte, Federboas und Fransen, viel Glitzer, Federn, Hosenträger: Viele Neuruppiner erschienen am Samstagabend ganz stilecht zur Zwanziger-Jahre-Party. Getanzt wurde stilecht: Charleston, Jazz und Lindy Hop.

Zwanziger-Jahre-Partys sprießen wie Pilze aus dem Boden – jeder will so wild-frivol tanzen wie die Damen in der Moka-Efti-Bar. Dazu kommt, dass die damalige Mode sehr charmant ist – ein Charleston-Kleid macht ordentlich was her und steht fast jeder Frau.

So muss man sich nicht wundern, dass viele Gäste am Samstag sehr stilecht gekleidet sind. Früher war mehr Lametta? Heute auch! Glitzerkleidchen und Strass-Stirnbänder, Federboas und Netzstrümpfe, Spitzenhandschuhe und Tüllhütchen, Perlenketten und fliegende Fransenborten –Frau weiß, wie es geht. Und auch die Männer tragen verstärkt Hosenträger und Westen, Streifenhosen und Hut. Und allen macht es sichtlich Spaß, auf der Tanzfläche den Charleston, Shimmy, Black Bottom oder Lindy Hop zu zappeln. Oder richtig gut zu tanzen.

Als leuchtendes Beispiel und Vortänzerin agiert Ruby Doo, bürgerlich Dörte Aßmann. Die gebürtige Neuruppinerin, die jetzt in Hamburg eine Tanzschule betreibt, hat sich fünf Mittänzer mitgebracht und bringt ordentlich Schwung auf die Tanzfläche.

Swingband spielt Klassiker des Jazz

Auch eine Liveband ist vor Ort, die Black Mountain Swing Band ist Profi, wenn’s um die Musik der Zwanziger geht. Mit ordentlich Power – aber ausschließlich Akustik-Instrumenten von anno dazumal – werden die Standards der Goldenen Zwanziger in die Menge geschmettert – dem Kontrabass reißt vor Eifer gar eine Saite.

„Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen und wollen hier im Hangar gern Formate anbieten, die es in Neuruppin so noch nicht gibt“, sagt Hangar-Betreiber Christian Juhre. Schon bei der Russendisko hat sich gezeigt: Mottopartys kommen gut an. Dass die Neuruppiner so passend gekleidet sind, hat er sich erhofft aber nicht zwingend erwartet. „Aber die Kleider sind chic und zeitlos- fast jede Frau hat eines im Schrank“, sagt Juhre. „Außerdem lieben die Leute es, sich zu verkleiden.“

Charleston, Shimmy, Black Bottom oder Lindy Hop

Den Flugplatz habe es immerhin in den Zwanzigern auch schon gegeben, erzählt er. Und auch der Lindy Hop habe etwas mit der Fliegerei zu tun: Der Tanz wurde damals nach dem amerikanischen Piloten und Flugpionier Charles Lindbergh benannt. Am 21. Mai 1927 gelang ihm mit seiner Maschine The Spirit of St. Louis der Nonstopflug von New York nach Paris.

Im Hangar steigt die Stimmung. Flitter rieselt von der Decke auf die jubelnde Menge. „Und schon wird aus dem guten alten Discofox ein Swing“, sagt ein Tänzer beim Abgang vom Parkett. Jeder tanzt halt, was er kann. „Tolle Party, sowas hat in Neuruppin noch gefehlt“, lobt Jannika Olesch aus Rheinsberg. „Ich bin überrascht, dass so viel im Kostüm da sind“, sagt sie. Und findet es spannend, dass die Altersmischung so breit ist.

Von Regine Buddeke

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