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Neuruppin Zwei neue Autos für die Feuerwehr
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12:44 30.10.2019
Die zwei neuen Autos wurden am Dienstagabend auf dem Parkplatz vom Reiz an die Neuruppiner Feuerwehr übergeben. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Jetzt heißt es üben, üben, üben: Die Neuruppiner Feuerwehr hat am Dienstagabend zwei neue Fahrzeuge in Betrieb nehmen können – ein modernes Auto mit einer vollautomatischen Drehleiter, die neue Technik löst nach 23 Jahren den sogenannten Hubretter mit Teleskopmast ab, sowie einen Lkw mit Kran, der je nach Bedarf mit verschiedenen Behältern ausgerüstet werden kann.

Mühevoll mit der Hand ausgerichtet

„Das ist eine enorme Erleichterung für die Kameraden“, betonte Neuruppins Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick. Zwar konnte der Teleskopmast beim Hubretter ebenfalls in eine Höhe von bis zu 23 Metern ausgefahren werden. Das brauchte jedoch Zeit und war nicht so einfach, weil das Auto jedesmal mühevoll von Hand ausgerichtet werden musste.

„Die neue Technik nivelliert sich von selbst“, sagte Jachnick. Demnach kann das Auto sogar bis zu zehn Grad geneigt stehen und dennoch ohne Probleme die Leiter ausfahren. „Die Technik hat sich enorm verbessert“, so der Stadtbrandmeister. Die Feuerwehrleute könnten nun viel schneller auch in größeren Höhen helfen.

Land übernimmt 60 Prozent

Allerdings hat das auch seinen Preis. Das Auto mit der vollautomatischen Drehleiter samt Korb, der bis zu vier Personen Platz bietet, hat rund 640.000 Euro gekostet, wobei das Land 60 Prozent der Kosten übernommen hat – weil die Neuruppiner Brandschützer als eine sogenannte Stützpunktwehr eingestuft sind, die auch außerhalb ihres Bereiches zu Einsätzen ausrückt.

Ganz aus eigener Tasche musste die Fontanestadt indes das „Wechselladefahrzeug“ finanzieren, das samt den verschiedenen Behältern 637.000 Euro kostet. Das Auto ist der Ersatz für den Rüstwagen, der vor acht Jahren bei einem Unfall an der Landstraße am Stöffiner Berg so beschädigt worden war, das ihn die Feuerwehr nicht mehr nutzen konnte. Das Auto konnte erst jetzt ersetzt werden, da die Stadt bisher nie genug Geld dafür eingestellt hatte. Allerdings fehlt noch der „Abrollbehälter Rüst“, der vermutlich erst im Februar geliefert wird.

Neue Hauptwache in Neuruppin nötig

„Die Feuerwehr ist ganz wichtig“, sagte Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin). Deshalb habe die Stadt in diesem Jahr auch schon mehr als eine Million Euro für den Brandschutz ausgegeben. Doch die Stadt hat zudem noch andere Aufgaben zu meistern, wie die Fertigstellung der Molchowbrücke oder den Neubau der Wilhelm-Gentz-Schule. Nach diesen zwei Millionenprojekten muss Neuruppin ein weiteres stemmen: Den Bau einer neuen Hauptwache für die Feuerwehr, die vermutlich am Bahnhof West entstehen und mehr als 20 Millionen Euro kosten wird.

Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick mit Bürgermeister Jens-Peter Golde (r.) vor der neuen Technik. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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