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Ostprignitz-Ruppin Grünes Licht für innovative Tankstelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Grünes Licht für innovative Tankstelle
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02:21 29.04.2018
Quelle: dpa
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Neuruppin

Der französische Mineralölkonzern Total will in der Nähe der Autobahnabfahrt Neuruppin einen Autohof mit Tankmöglichkeiten für alle üblichen Kraftstoffe, vor allem aber für Wasserstoff, errichten. Das Projekt ist Teil eines deutschlandweiten Entwicklungsplanes, zur Förderung von Wasserstoffantrieben.

Bisher gibt es für Fahrzeuge, die Wasserstoff als Treibstoff benötigen, nur sehr wenige Tankmöglichkeiten. Total und andere Firmen haben sich verpflichtet, in den nächsten Jahren zumindest zwischen den Ballungsräumen neue Tankstellen zu bauen. Neuruppin an der A24 zwischen Berlin und Hamburg bietet sich als Standort an.

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Ursprünglich hatte Total gehofft, in Dabergotz bauen zu können. Die Gemeindevertreter haben das aber abgelehnt (die MAZ berichtete). Deshalb weicht das Unternehmen jetzt auf die andere Seite der Autobahn aus. Ein mögliches Grundstück für den Autohof sei schon gesichert, sagte Total-Vertreter Hartmut Bötticher im Ausschuss.

Das Unternehmen hat trotzdem ein Problem: Ihm läuft die Zeit davon. Ein Bebauungsplanverfahren ist aufwändig und dauert lange. Es könnte noch ein Jahr dauern, bis die Firma eine Baugenehmigung für ihren Autohof beantragen kann. Total hofft jedoch auf Zuschüsse vom Bund für die Wasserstofftankstelle. Bötticher: "Wir müssen im Jahr 2015 mit der Investition begonnen haben." Der Zeitplan "ist sehr sportlich", räumte er ein: "So einen knappen Zeitplan habe ich lange nicht gesehen." Ziel ist es, bis März 2016 mit dem Bau fertig zu sein.

Der Autohof mit Shop und Schnellimbiss soll laut Bötticher etwa 3,6 Millionen Euro kosten. Neben Benzin, Diesel und Wasserstoff könnte Erdgas und Autogas angeboten werden, Ladestationen für Elektroautos sind ebenfalls möglich. Das Konzept sieht knapp 20 Stellplätze für Pkws und bis zu 60 Stellplätze für Lastwagen vor. Etwa 15 Arbeitsplätze könnten entstehen.

Karwes Ortsvorsteher Siegfried Pieper ist selbst Stadtplaner und skeptisch, ob ein so enger Zeitplan überhaupt einzuhalten ist. Er ließ aber keine Zweifel daran, dass er für den Autohof ist: "So ein innovatives Projekt ist auf jeden Fall zu begrüßen." Im Bauausschuss gab es keine Stimme dagegen.

Von Reyk Grunow

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