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Neustadt An der „Rennstrecke“ darf weitergeangelt werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt An der „Rennstrecke“ darf weitergeangelt werden
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11:39 26.04.2019
Der Havelabschnitt „Rennstrecke“ bei Vehlgast wird regelmäßig von ganzen Vereinen genutzt. Hier einst beim Vielseitigkeitsangeln des Kreisanglerverbands Kyritz. Quelle: Matthias Anke
Vehlgast

Die Neuerfassung der Flächen des grenzübergreifenden EU-weiten Naturschutzgebiets „Natura 2000“ hat im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt Auswirkungen auch auf die Fischerei rund um Vehlgast. Es handelt sich um ein Gebiet, das besonders bei Angelvereinen aus dem westlichen Landkreis Ostprignitz-Ruppin beliebt ist, maßgeblich bei allen aus dem Kreisanglerverband Kyritz.

Da seit Jahresbeginn die entsprechende Natura-2000-Landesverordnung in Kraft ist, weist die Fischereigenossenschaft Vehlgast jetzt darauf hin, dass Angler auf bestimmte Einschränkungen achten müssen.

Fischereigebiet liegt im Vogelschutzgebiet

„Die Landesverordnung umfasst über 800 Seiten. Diese muss man nicht alle kennen. Wir empfehlen, Paragraf 11 und 13 samt Erläuterungen genau durchzulesen“, sagt Wilfried Ebert als Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Vehlgast. Diese ist für das Areal zwischen der Dosse-Mündung und dem Havel-Kilometer 138 zuständig und gibt entsprechende Berechtigungen dafür aus.

„Unser Fischereigebiet liegt im Vogelschutzgebiet, die Schutzzone nennt sich SPA 0003, besonders auf sie ist zu achten. Dafür gibt es im Internet auch eine interaktive Karte.“

Nach diversen Terminen Kompromisse erzielt

„Nicht nur auf Natura 2000-Versammlungen, auch bei konstruktiven Gesprächen vor Ort mit den Landesverwaltungsamt konnten wir einige Erleichterungen erreichen“, informiert Ebert. So wurde der traditionelle Angelabschnitt „Rennstrecke“ fast vollständig aus der Schutzzone genommen.

„Und der Weg dahin kann befahren werden bis etwa zur Nummer 8 an der Tränke“, so Ebert. Der restliche Teil der Hegestrecke müsse zu Fuß oder mit Fahrrad erreicht werden. „Das Hegeangeln mit elf Anglergruppen und Anglervereinen ist somit gesichert.“

Den Weg zur Rennstrecke mit Autos zu befahren, ist allerdings nur den Anglern und anderen Berechtigten vorbehalten.

Freies Durchkommen für Fußgänger und Radfahrer

Die Havel-Wasserstraße und die Vehlgaster „Dorfhavel“ kann vom Ufer aus beangelt werden, in der Fläche der Schutzzone jedoch ist dies nicht mehr erlaubt. Ein Anlanden mittels Boot ist jedoch weiterhin noch möglich.

Wichtig bleibt es laut Wilfried Ebert, dass es sich um kein wirkliches Sperrgebiet handelt: „Zu Fuß und mit Fahrrad kann auf bestehenden Wegen darüber hinaus jedermann die Schutzzone hin zur Wasserstraße durchqueren.“

Neue Beschilderung aber für Badegäste notwendig

Während Angler zur Stromhavel hin auch den nach Wendisch-Kirchhof mit Autos befahren dürfen, müsse für Badegäste indes die Beschilderung noch geändert werden.

Auch der Wasserrastplatz am „Alten Schöpfwerk“ in Vehlgast wurde aus der Schutzzone herausgenommen.

Anglerfreuden weiterhin auch entlang der Dosse

Für die Drosselinsel aber besteht ein ganzjähriges Betretverbot, jedoch auch hier nicht der Uferbereich der Wasserstraße.

Wichtig weiterhin: Die Dosse ist stromabwärts rechtsseitig keine Schutzzone und somit komplett beangelbar. Ebenso die linke Seite bis zurück zur ehemaligen Siedlung Saldernhorst.

Gewöhnungsphase, bis Strafen fällig werden

Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang zur Natura-2000-Verordnung werden geahndet, laut Wilfried Ebert jedoch erst nach einer Gewöhnungsphase und dann ab dem 1. Januar 2020.

„Das Befahren von nicht öffentlich gewidmeten Wegen ohne Genehmigung stellt allerdings jetzt schon eine Ordnungswidrigkeit dar, und zwar nach dem Landeswaldgesetz in Verbindung mit der Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet.“

Zu beachten sei darüber hinaus das Verbot, unberechtigt den Deich und seinen Schutzstreifen zu befahren.

Viele weitere Infos zu dem Thema finden sich auch auf der Internetseite der Fischereigenossenschaft unter www.fgvehlgast.de.

Von Matthias Anke

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