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Neustadt Amt Neustadt sucht noch Räume für den Unterricht
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01:15 30.06.2019
Der Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt steht die Komplettsanierung bevor. Quelle: Matthias Anke
Neustadt

 Dass Bauarbeiten Unruhe mit sich bringen, ist normal. In der Neustädter Schule sollen die Bauleute erst im kommenden Jahr anrücken. Unruhe deswegen gibt es allerdings schon seit Monaten.

Das Amt Neustadt will das Schulgebäude in der Lindenstraße von Grund auf sanieren lassen. Fest steht, dass sich während der Arbeiten nicht mehr das ganze Haus für den Unterricht nutzen lässt. „Wir brauchen für den ersten Bauabschnitt 14 Ausweichquartiere“, berichtete die zuständige Amtsleiterin Kathrin Lorenz in dieser Woche den Neustädter Stadtverordneten.

Im nächsten Februar könnte es losgehen

Rund anderthalb Jahre sind für diesen ersten Bauabschnitt, der nach den derzeitigen Plänen im Februar 2020 beginnen soll, veranschlagt. „Danach stehen wieder mehr Räume in der Schule zur Verfügung“, erklärt Amtsdirektor Dieter Fuchs auf Nachfrage.

Eltern stellt sich damit natürlich die Frage, unter welchen Bedingungen ihre Kinder über all die Monate unterrichtet werden. Für die große Mehrheit der benötigten Räume sei mittlerweile eine Lösung gefunden, heißt es aus der Amtsverwaltung. So sollen beispielsweise vier Klassen auf dem Gelände des Gestüts unterrichtet werden. Da die Reitschüler dort sowieso regelmäßig zu tun haben, fällt die Umstellung in diesem Falle nicht so schwer, hofft man.

Zu einem erheblichen Teil werden Räume im Schulhaus selbst umgenutzt, um möglichst viele Kinder unterzubringen. So wird die öffentliche Schulbibliothek das Gebäude während der Bauzeit verlassen. Die Verhandlungen über einen neuen Standort am Neustädter Kirchplatz laufen.

Provisorien sind nicht auszuschließen

Ansonsten hat die Amtsverwaltung inzwischen sehr viele Möglichkeiten abgeklopft. Als Schulträger ist grundsätzlich das Amt dafür verantwortlich, ausreichend Raum für die Beschulung der rund 730 Schüler der 1. bis 13. Klasse bereitzustellen. Einschränkungen während der Bauzeit kann Amtsdirektor Dieter Fuchs aber nicht ausschließen. „Die Ausweichquartiere sind zwar begutachtet, stellen aber eine Bedarfslösung dar.“ Soll heißen: Mit dem einen oder anderen Provisorium wird zu rechnen sein.

Im Übrigen arbeite man bei all dem selbstverständlich eng mit der Schulleitung zusammen, betont Amtsleiterin Kathrin Lorenz. „Schulleiter Herr Roggelin ist hier mit im Boot.“ Denn das Amt werde zwar ausreichend Raumkapazität bereitstellen, doch zugleich gelte: „Die Verwaltung legt nicht fest, welche Klasse in welchen Raum geht.“ Diese Entscheidung sei Sache der Schule.

Das Stadtgebiet wird klar bevorzugt

Aktuell wird für zwei Klassen noch nach einer Lösung gesucht. Ins Gespräch gekommen war dabei auch die Nutzung der Breddiner Grundschule, die sich ebenfalls in Trägerschaft des Amtes Neustadt befindet. Das hatte unter der dortigen Elternschaft für Widerstand gesorgt. Per Unterschriftensammlung sprachen sich viele Eltern Breddiner Schüler gegen solch eine Variante aus. Das Schulhaus biete dafür keine ausreichende Kapazität.

Auch die Amtsverwaltung und die Neustädter Schule sehen die Variante bestenfalls als allerletzte Notlösung, wenn wirklich gar nichts anderes mehr geht. Denn abgesehen von der Platzfrage brächte der Ausweichunterricht in Breddin eine ganze Reihe logistischer Probleme mit sich: Unter anderem müssten Schüler und Lehrer ja Tag für Tag nach Breddin und zurück geschafft werden. Für Dieter Fuchs heißt die Prämisse ganz klar: „Ziel ist es, Räume im Stadtgebiet zu finden.“ Für unlösbar hält er diese Aufgabe nicht.

Die Prinz-von-Homburg-Schule

Rund 730 Schüler lernen in der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule. Sie besteht aus einem Grundschul- und einem Gesamtschulteil nebst gymnasialer Oberstufe. Unterrichtet wird von der 1. bis zur 13. Klasse. Ein Teil der Grundschüler ist derzeit noch in einem Nebengebäude untergebracht.

Einen überregionalen Ruf hat man sich mit dem „Reiten in der Schule“ erworben. Der Reitsport wird in den Unterricht integriert. Schüler kommen zum Teil von weit her und sind im Internat untergebracht.

Das Hauptgebäude stammt aus den 1970er Jahren. Trotz diverser Investitionen in den vergangenen Jahrzehnten gilt es seit langem als sanierungsbedürftig. Zudem weist es eine Reihe grundlegender architektonischer Defizite auf, die mit dem Umbau ab dem kommenden Jahr beseitigt werden sollen. Auch das Umfeld steht mit auf dem Plan.

Das Amt Neustadt als Schulträger rechnet derzeit mit Kosten von rund 11,7 Millionen Euro. Trotz einer Millionenförderung vom Land müssen die amtsangehörigen Kommunen einen beträchtlichen Kredit aufnehmen: über 5 Millionen Euro.

Von Alexander Beckmann

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