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Neustadt 10 000 Besucher bei den Hengstparaden
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17:15 24.09.2018
Das „Reiten in der Schule“ war wieder einmal ein wichtiger Aktivposten der neustädter Hengstparaden. Quelle: Julia Redepenning
Neustadt/Kampehl

Mit der dritten Vorstellung fanden am Sonnabend die diesjährigen Hengstparaden des Neustädter Haupt- und ­Landgestütes ihren Abschluss. Noch einmal erlebten tausende Besucher ein großes Programm mit Sport, Show und natürlich edlen Pferden. Praktisch den ganzen Tag herrschte auf dem Gestütsgelände reger Betrieb.

„Wir haben das am Samstagabend ein bisschen Revue passieren lassen“, berichtet die Geschäftsführerin des Haupt- und Landgestüts Regine Ebert. „Wir waren an den drei Wochenenden mit insgesamt 10 000 Besuchern dabei. Das ist eine sehr gut Bilanz.“ An jeder Vorstellung seien rund 300 Akteure beteiligt gewesen, betont Regine Ebert und erwähnt besonders die 100 Teilnehmer des Neustädter „Reitens in der Schule“.

Anerkennung für die Aktiven

„Landstallmeister Uwe Müller hat zusammen mit Udo Hildebrandt und Henning Frevert mit großem Engagement am Programmablauf gearbeitet. Das lief alles wie am Schnürchen“, lobt die Geschäftsführerin und dankt ebenso nachdrücklich den auswärtigen Mitwirkenden, wie dem tschechischen Nationalgestüt, der Fahrgemeinschaft Grüber, dem Gestüt Ganschow oder der Vollblüterquadriga aus Leipzig.

Die Geschäftsführerin freut sich über den Erfolg der Dressur- und Springquadrillen, die eigens eine neue Choreografie einstudiert hatten: „Fachleute wissen, wie viel Arbeit in sowas drin steckt.“ Und noch einen Höhepunkt hat sie ausgemacht: „Was uns überrascht hat, war das Springen der Turner über die Kaltblüter.“ Von Vorstellung zu Vorstellung hätten sich die Sportler aus Neustadt gesteigert. „Das war ja vor Jahrzehnten schon ein ganz großes Highlight“, erinnert Regine Ebert. Irgendwann sei das dann aber eingestellt worden.

Dauergast erinnert sich

Einer, der sich noch an die Ursprünge des akrobatischen Auftritts erinnern kann, ist Lothar Mäthlau aus Kampehl. Der 73-Jährige hat seit 60 Jahren faktisch jede Vorstellung der Hengstparaden besucht. An die 200 dürften das im Laufe der Jahrzehnte gewesen sein.

Pferdefan Lothar Mäthlau aus Kampehl besucht seit fast 60 Jahren die Neustädter Hengstparaden und hat in all den Jahren nur vier Vorstellungen verpasst. Quelle: Alexander Beckmann

„1959 war ich zum ersten Mal dabei“, erzählt der gebürtige Altmärker. „Da stand für mich fest: Das ist mein Traumberuf.“ Lothar Mäthlau lernte in Neustadt den Beruf des Gestütswärters und blieb dem Betrieb zehn Jahre lang treu. Erst mit der Gründung einer eigenen Familie wechselte er in die LPG Sieversdorf. „Es war ein schöner Beruf, aber das Geld war dann eben doch entscheidend.“

Den Hengstparaden blieb der Kampehler stets treu. Er hält selbst Pferde und engagiert sich bis heute für den Reitsport.

Weniger Besucher als einst

Die diesjährigen Paraden haben ihm gefallen. „Es gab ein paar kleine Pannen. Aber Pferde sind nun mal keine Maschinen.“ Überhaupt gehören die kleinen Malheurs zu dem großen Auftritt dazu. Es habe sogar schon mal jemand seine Hose auf dem Römerwagen verloren, berichtet Mäthlau.

Eines fällt ihm seit Jahren auf: „Die Besucherzahlen sind nicht mehr so wie früher. Wir hatten ja bis zu 10 000 Gäste an einem Sonntag.“ Allerdings habe sich das Veranstaltungsangebot – auch das reitsportliche – natürlich deutlich erweitert.

Dazu trägt das Gestüt selbst bei. Am 13. Oktober ist es wieder Schauplatz der Reitjagd der Sportgemeinschaft des Deutschen Bundestages. Und im November folgt mit dem „Schaufenster des Besten“ der züchterische Höhepunkt des Jahres.

Von Alexander Beckmann

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