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Neustadt Ministerpräsident Woidke besucht Hüffermann
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19:11 11.07.2019
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (l.) besuchte die Firma Hüffermann in Neustadt, die dort gerade ein zweites Werk baut und fünf Millionen Euro in den Standort investiert. Quelle: Sandra Bels
Neustadt

Für einen Besucher ist es laut, für die Hüfferman-Mitarbeiter Alltag. Sie arbeiten mit Gehörschutz, der den Lärm filtert und mit dem sie sich trotz Stöpsel im Ohr untereinander verständigen können.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) machte sich am Donnerstagnachmittag ein Bild von den Arbeiten im Neustädter Metallbauunternehmen Hüffermann und bekam gleich zu Beginn einen Eindruck von der Lautstärke in der Stahlbauhalle. Dort wird unter anderem geschweißt. Normale Gespräche waren kaum möglich. Die gab es im Anschluss an die Führung durch den Betrieb.

Sie begann im Werk 1, in dem die Anhängerfertigung stattfindet. Dietmar Woidke sah sich alle Bereiche an. Die Führung hatte der stellvertretende Produktionsleiter André Schneider übernommen.

Sandstrahlanlage ist einmalig in Europa

In der Sandstrahlanlage erfuhr der Ministerpräsident zum Beispiel, dass sie in dieser Art im Bereich Fahrzeugbau einmalig in Europa ist. Geschäftsführer Stephan von Schwander erklärte: „Hier passiert in zehn Minuten, was sonst zwei Mitarbeiter in fünf Stunden von Hand erledigen müssten.“ Nebenan steht ein sandgestrahltes Fahrgestell. Es wartet auf die Lackierung, die laut von Schwander so hochwertig ist wie bei einem Pkw.

Beim Weg über den Hof zur Endmontage berichtet der Geschäftsführer darüber, dass das Unternehmen so genannte Gigaliner für Schweden baut, die komplett andere Anforderungen erfüllen müssen, als Fahrzeuge in Deutschland. Dabei werden von der Zeichnung bis zum Einbau der letzten Schraube alle Arbeiten in Neustadt erledigt.

Mehr Platz für die Fertigung

Künftig hat das Unternehmen dafür noch mehr Platz. Den Fortschritt beim Bau des Werks 2, in dem das Nutzfahrzeugcenter angesiedelt wird, sah sich Woidke ebenfalls an. Die neue Lackierkabine steht kurz vor ihrer Fertigstellung, war zu erfahren.

„Die Arbeiten liegen sehr gut im Plan“, so von Schwander. „Wir sind zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr anfangen können zu arbeiten“, fügt er an. In der neuen riesigen Montagehalle wirken die Gäste fast wie Ameisen. Die Druckluftkräne sind schon an der Decke installiert. 25 Mitarbeiter sollen in der Halle künftig tätig sein.

Gespräche mit Hüffermann-Mitarbeitern ließ sich Dietmar Woidke bei seinem Besuch in Neustadt nicht nehmen Quelle: Sandra Bels

Zahl der Mitarbeiter steigt weiter

Hüffermann hat in Neustadt mittlerweile 240 Mitarbeiter. 67 waren es beim Start im Jahr 2003. Mit dem neuen Werksgelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll die Zahl wieder steigen. „Wir sind kontinuierlich und mit bedacht gewachsen“, sagt Hüffermann-Gesellschafter Bernhard Becker.

„Wir haben bisher auf begrenztem Raum gearbeitet“, so Becker. Mit dem neuen Gelände sei es nun möglich das Werk neu aufzustellen und den Produktionsablauf zu optimieren sowie die Prozesse neu zu ordnen. „Das sollte im Werk 1 für Entspannung sorgen“, ist sich Becker sicher.

Hüffermann investiert fünf Millionen Euro

Fünf Millionen Euro investiert Hüffermann in den Bau des Werks 2. Probleme gibt es allerdings wie in anderen Branchen mit dem Nachwuchs an Fachkräften. Derzeit sind noch zehn Ausbildungsplätze frei. Außerdem werden ständig neue Mitarbeiter gesucht. Um den Fachkräftenachwuchs zu sichern, wurde auch eine Lehrwerkstatt eingerichtet, in der in einer Kooperation WAT-Unterricht für die Schüler der Prinz-von-Homburg-Schule gegeben wird.

Von Sandra Bels

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