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Neustadt Staatssekretärin gibt Ortsdurchfahrt frei
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Staatssekretärin gibt Ortsdurchfahrt frei
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00:23 28.04.2019
Die Ortsdurchfahrt Dreetz ist nach anderthalb Jahren Bauzeit wieder frei. Zur Übergabe kam Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse (M.). Quelle: Sandra Bels
Dreetz

Nach gut 20 Monaten Bauzeit ist die Ortsdurchfahrt in Dreetz nun offiziell wieder für den Verkehr frei. Zur Übergabe waren am Donnerstagvormittag neben Vertretern vom Landesbetrieb Straßenwesen und vom Baubetrieb auch Edgar Gaffry, Vorstand Planung und Bau beim Landesbetrieb Straßenwesen, sowie Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse nach Dreetz gekommen.

Freigabe am Biber

Viele Dreetzer ließen sich die offizielle Freigabe ebenfalls nicht entgehen. Sie erfolgte am Dreetzer Wahrzeichen, dem Biber.

Gaffry ist sich sicher, dass die zunächst von den Einwohnern gefürchteten Verkehrsinseln an Ortseingang und Ausfahrt und die Engstelle in Höhe des Abzweigs zur Bundesstraße 5 gut angenommen und als sichere Verkehrsanlage gesehen werden.

Die zunächst umstrittene Einengung der Straße wird von den Verkehrsteilnehmern mittlerweile gut angenommen. Quelle: Sandra Bels

Beide Verkehrsinseln waren im Vorfeld von den Dreetzern bemängelt worden. Ines Jesse sagte: „Die Engstelle war strittig, bedeutet aber Sicherheit.“ Sie fügte an, dass sie erfahren hat, dass so mancher Dreetzer im Nachgang froh über den Bau der Einengung ist.

Bessere Wohnqualität für Dreetz

Ines Jesse kannte die alte Straße. Sie war beim Baustart im August 2017 dabei. „Sie war in einem schlechten Zustand mit asphaltüberzogenen Betonplatten und ohne richtige Entwässerung“, so die Staatssekretärin. Mit dem Neubau hat sich ihrer Ansicht nach die Lebens- und Wohnqualität deutlich verbessert. Denn durch den neuen Asphalt reduzieren sich die Fahrgeräusche und Erschütterungen erheblich.

Der alte Belag war sehr uneben und durch Spurrinnen gekennzeichnet. Es gab zahlreiche Flick- und Ausbesserungsstellen. Auch der Fahrbahnrad war ungleichmäßig.

Ausbau auf 1,5 Kilometern

Die Straße wurde in den vergangenen Monaten auf 1,5 Kilometern ausgebaut. Das hat 3,1 Millionen Euro gekostet. Allein 2,5 Millionen gab das Land. Mehr als 600 000 Euro zahlte das Amt Neustadt unter anderem für Gehwege, Zufahrten und Längsparkflächen im Bereich des Friedhofes.

Der ehrenamtliche Dreetzer Bürgermeister Bernd Schindler sagte bei der Übergabe, dass es ein angenehmes Bauen war. Alle Probleme seien gelöst worden. „Wir haben eine schöne Ortsdurchfahrt bekommen“, so Schindler.

Ines Jesse im Gespräch mit dem Dreetzer Bürgermeister Bernd Schindler (r.) und Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs. Quelle: Sandra Bels

Neue Regenentwässerung

Die Arbeiten blieben im Zeitplan. Die Straße ist jetzt größtenteils 6,50 Meter breit. Neu entstanden ist die Regenentwässerungsanlage. Dazu gehören eine Sedimentationsanlage zur Reinigung des Regenwassers und ein Pumpwerk mit Druckleitung zum Vorflutgraben.

Die besagte Engstelle ist vier Meter breit. Links und rechts davon wurde Platz für beidseitige Gehwege gewonnen. Außerdem ist in der Wilhelm-Pieck-Straße im Bereich der Bushaltestelle ein Fußgängerüberweg entstanden.

Ortsdurchfahrten sind Schwerpunkte

Ines Jesse sagte, dass sie schon bei ihrem ersten Besuch in Dreetz anhand der Pläne gesehen hat, wie schön die Straße wird. Die Sanierung von Ortsdurchfahrten an Bundes- und Landesstraßen stelle im Land Brandenburg einen inhaltlichen Schwerpunkt dar.

Sie gehören zum so genannten P-100-Programm. Das Investitionsförderprogramm zur Stärkung der Infrastruktur wurde mit einem Volumen von 100 Millionen Euro aufgelegt.

Hauptziele dieses Programms sind die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse und die Erhöhung der Verkehrssicherheit für die Fußgänger. Das Programm umfasst 70 Maßnahmen. Bis Ende 2017 konnten bereits mehr als die Hälfte baulich umgesetzt werden, so die Information vom Landesbetrieb Straßenwesen.

Land investiert in diesem Jahr 620 Millionen Euro

Von der Staatssekretärin war außerdem zu erfahren, dass der Landesbetrieb im vergangenen Jahr 485 Millionen Euro verbaut hat. „Auf Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen, Gehwegen und Brücken“, so Ines Jesse. „Und die Herausforderungen steigen“, fügt sie an. In diesem Jahr betrage das Investitionsvolumen gut 620 Millionen Euro.

Von Sandra Bels

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