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Neustadt Das ist der neue Vorstand des Gaswerk-Vereins
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14:36 25.11.2019
Der neue Vorstand des Gaswerk-Vereins (von links): Schatzmeisterin Heike Breetz, Beisitzerin Jutta Kasten, Schriftführerin Sabine Ehrlich, Vorsitzende Anika Bachor, zweiter Vorsitzender Danny Hausmann. Quelle: Renate Zunke
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Neustadt

Der Förderverein zur Erhaltung des Gaswerkes in Neustadt hat einen neuen Vorstand. Gewählt wurde er auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende. Von den 26 Mitgliedern des Vereins waren 13 anwesend, und damit war man beschlussfähig.

Bisherige Vereinsspitze gewürdigt

Laut Satzung des Vereins hat eine Neuwahl alle vier Jahre zu erfolgen. Gudrun Weiß, die lange Jahre erfolgreich an der Spitze des Fördervereins stand, stellte sich nicht mehr der Wahl, ebenso der zweite Vorsitzende Roland Deter. Beide haben großen Anteil daran, dass das Gaswerk nicht dem Verfall preisgegeben wurde und sich zum Industriemuseum etablieren konnte. Ihre Verdienste wurden von der Mitgliederversammlung dann auch gebührend gewürdigt.

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Die langjährige Vorsitzende Gudrun Weiß (rechts) übergab die Schlüssel an Anika Bachor. Quelle: Renate Zunke

Neue Vorsitzende ist nun Anika Bachor aus Wusterhausen. Als zweiter Vorsitzender fungiert der Kyritzer Danny Hausmann. Heike Breetz aus Kyritz bleibt Schatzmeisterin, Jutta Kasten aus Wusterhausen Beisitzerin. Die Neustädterin Sabine Ehrlich ist weiterhin die Schriftführerin. Nicht zum Vorstand gehören die Kassenprüfer. Dazu wurden die Neustädter Siegbert Weiß und Karin Jachmann ernannt.

Die ersten Tagesordnungspunkte der Sitzung wurden noch unter Leitung von Gudrun Weiß abgearbeitet. Dazu gehörten zwei Vorlagen, die Fördermittelanträge betreffen. So beschlossen die anwesenden Mitglieder des Vereins, den Vorstand zu beauftragen, einen Antrag auf Förderung für die Reparatur beziehungsweise den Neubau der Eingangstüren des Ofenhauses an das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung zu stellen. Auch das leergezogene ehemalige Gasmeisterhaus, das dem Verein zur Nutzung übergeben wurde, muss dringend saniert werden. Der Vorstand wird nun einen Fördermittelantrag für die Planung der Sanierungsarbeiten und deren Durchführung stellen, um das Gebäude in das Museumsensemble einzufügen.

Museum überregional weiter bekannt gemacht

Gudrun Weiß berichtete über besondere Aktivitäten in diesem Jahr. Dazu gehörte im Frühjahr der Beitrag über das Museum Gaswerk im Heimatjournal des RBB. Außerdem konnten sie und die neue Vereinsvorsitzende Anika Bachor in einer Live-Sendung von Radio Potsdam zwei Stunden über das Neustädter Gaswerk Rede und Antwort stehen. Das sei eine gute Werbung gewesen, um potenzielle Besucher von auswärts auf die Einrichtung aufmerksam zu machen, so Weiß.

Am 26. Oktober wurde das 20-jährige Vereinsjubiläum gebührend gefeiert. Der Verein erwirtschaftete im Jahr 2019 bisher 715 Euro durch Eintrittsgelder. Einen Reingewinn von 811 Euro erbrachte der Verleih von Fahrrädern, konnte Schatzmeisterin Heike Breetz berichten.

Abdichtung des Gasometers dringend notwendig

Im kommenden Jahr hat sich der Verein unter Leitung von Anika Bachor viel vorgenommen. Sie gab bei der Versammlung einen kurzen Einblick in die geplanten Aktivitäten. Zu den vordringlichen Aufgaben gehört die Abdichtung des Gasometers. Es läuft Wasser herein und das gefährdet die Ausstellung. Außerdem soll der Gasometer einen neuen Anstrich erhalten. Umgestaltet wird der Außenbereich des Gasmeisterhauses.

Es sollen Außensitzplätze geschaffen werden, ebenso ein Barfußpfad und ein Labyrinth für die Kinder. Dann können sich die Eltern in aller Ruhe das Gaswerk ansehen, ist sich Anika Bachor sicher. Eine stärkere Kooperation mit dem Industriemuseum Papierfabrik Hohenofen und dem Wegemuseum Wusterhausen steht ebenfalls auf der Agenda. Es gab bereits erste Absprachen aller drei Museen zu Aktivitäten im Themenjahr Kulturland Brandenburg 2021, das unter dem Arbeitstitel „Industriekultur im Land Brandenburg“ angekündigt ist. „Nur gemeinsam sind wir stark und locken mehr Besucher in die Region“, erklärte Anika Bachor.

Manfred Teske überreichte für die Sammlung ein historisches Glasgefäß. Quelle: Renate Zunke

Geplant ist im kommenden Jahr auch die Umgestaltung des Ausstellungsraumes, der die Geschichte der Spiegelmanufaktur dokumentiert. Dazu meldete sich Vereinsmitglied Manfred Teske zu Wort. Er lobte ausdrücklich die Etablierung dieser Sonderausstellung im Gaswerk-Museum. Das sei dem Engagement von Gudrun Weiß zu verdanken. Viele tolle Funde, die er als Bodendenkmalpfleger vor allem auf dem Gelände des Gaswerkes und in der heutigen Neustädter Dankelmannstraße gemacht hatte, könnten nun in der Ausstellung bewundert werden. Sie geben einen Einblick in die Geschichte der Neustädter Spiegelmanufaktur.

Teske erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Verdienste des verstorbenen Hans-Joachim Wallert. Zum Schluss übergab Manfred Teske ein historisches Glasgefäß für die Sammlung und sagte: „Ich habe noch weitere Fundstücke, die unbedingt in das Glasmuseum des Gaswerks gehören. Die werde ich demnächst dem Förderverein übergeben.“

Von Renate Zunke

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