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Neustadt Dorfbewohner fordern Schließung von Putenfarm
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00:22 05.09.2018
Weit mehr als 100 Demonstranten forderten in Roddahn die sofortige Stillegung der Putenmastanlage, die sich nur wenige Meter neben einer Schule und einer Kita befindet und seit Jahren für Ärger sorgt nicht nur wegen des Gestanks. Quelle: Matthias Anke
Roddahn

Ein neues Schild heißt seit Sonnabend Gäste und Durchfahrende „Willkommen in Roddahn, dem Dorf der gequälten Puten“. Die aufgedruckten Fotos sprechen Bände. Dieses Plakat hängt jetzt an der Stelle des offiziellen Begrüßungsschildes, das es in jedem Dorf des Neustädter Amtsgebietes gibt. Roddahn, „das Dorf zwischen Buttterbaum und Flöthgraben“, stand dort bislang geschrieben.

Weit mehr als 100 Demonstranten forderten in Roddahn die sofortige Stillegung der Putenmastanlage, die sich nur wenige Meter neben einer Schule und einer Kita befindet und seit Jahren für Ärger sorgt nicht nur wegen des Gestanks. Quelle: Matthias Anke

Die Enthüllungsaktion markiert den Start einer Petition für die sofortige Schließung der Putenanlagen. Darüber informierte Hedwig Wischner, Sprecherin der Bürgerinitiative „Roddahn minus Putenmast“. Auf nichts anderes werde man sich fortan mehr einlassen.

Anordnung, Widerspruch, Zurückweisung, Klage

Weit mehr als 100 Demonstranten forderten in Roddahn die sofortige Stillegung der Putenmastanlage, die sich nur wenige Meter neben einer Schule und einer Kita befindet und seit Jahren für Ärger sorgt nicht nur wegen des Gestanks. Quelle: Matthias Anke
Weit mehr als 100 Demonstranten forderten in Roddahn die sofortige Stillegung der Putenmastanlage, die sich nur wenige Meter neben einer Schule und einer Kita befindet und seit Jahren für Ärger sorgt nicht nur wegen des Gestanks. Quelle: Matthias Anke

Die Petition, namentlich auch an Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) gerichtet, kommt einem Hilferuf gleich. „Bis sich gerichtlich etwas klärt, vergehen weitere fünf Jahre. Das ist zu viel“, sagte Hedwig Wischner. Bevor sich weit mehr als 100 Demonstranten auf den Weg machten, erinnerte sie an die Entwicklungen seit 1999 in Roddahn, das ein idyllischer Ort gewesen sei.

Auch Untätigkeit von Behörden wird angeprangert

Weit mehr als 100 Demonstranten forderten in Roddahn die sofortige Stillegung der Putenmastanlage, die sich nur wenige Meter neben einer Schule und einer Kita befindet und seit Jahren für Ärger sorgt nicht nur wegen des Gestanks. Quelle: Matthias Anke
Für verendete Tiere wurden am Tor zur Firma Blumen niedergelegt. An anderer Stelle malten die Kinder Herzen auf den Boden. Und es wurde gesungen. Quelle: Matthias Anke

Trotz der Behörden, die „weggucken“ würden, hat das Geschehen in Roddahn mutmaßlich eine Einzelperson zu verantworten: Thomas Storck, Geschäftsführer und Inhaber der Putenanlagen. Zuletzt war er im Juli zur Neustädter Stadtverordnetenversammlung eingeladen, die einmal im Jahr in Roddahn tagt. Doch weder er noch ein Vertreter kamen. So wurde entschieden, die Umweltbehörde des Landkreises aufzufordern, den Stadtverordneten über das Vorgehen in Roddahn demnächst Bericht zu erstatten.

Die Petition findet sich unter www.roddahn-putenmast.de/petition und www.bund.net unter Mitmachen.

Von Matthias Anke

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