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Neustadt Kirchengemeinde gibt alles
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13:21 16.05.2019
Teile des Dachstuhls der Kirche müssen erneuert werden. Quelle: Foto: Beckmann
Dreetz

So hatte sich die Kirchengemeinde Dreetz das nicht vorgestellt, als sie im Herbst 2017 mit Reparaturarbeiten am Dach ihres Hauses begann. Im Grunde sollten im Laufe des vergangenen Jahres nur einige Balken längs des Kirchenschiffs erneuert werden.

Die Zeit sei einfach reif gewesen, sagt der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Siegfried Peter. „Das ist ja über 240 Jahre alt.“ Seit 1778 steht die Dreetzer Kirche. Gerade im Bereich des Turmes hatte das Holz der Dach- und Deckenkonstruktion mittlerweile doch gelitten.

Dachstuhl barg böse Überraschungen

Und wieder einmal hielt ein altes Gemäuer unangenehme Überraschungen bereit. Für die Holzarbeiten musste im Kircheninneren das Deckengesims abgetragen werden. Das ermöglichte auch erstmals den Zugang zu den Querbalken das Dachstuhls – dort, wo sie auf den Außenmauern aufliegen. Fazit: Die Schäden waren doch deutlich umfassender als befürchtet. „Das Holz der Balkenköpfe war verfault“, berichtet Siegfried Peter. Damit hatte niemand gerechnet. „Wir haben 1994 das Dach erneuert. Da war nicht davon zu sehen.“

Glück im Unglück: Die Dreetzer hatten es nicht mit dem Hausschwamm zu tun. Doch nahezu sämtliches Holz, das auf dem Mauerwerk lag, war geschädigt. „80 Prozent der Balken sind jetzt erneuert worden“, so Peter.

Fertigstellung bis zum Herbst

Die Arbeit der Zimmerleute nähert sich nun langsam dem Abschluss. Allerdings steht die Kirche sozusagen noch mit gelupftem Hemd da: Teile des Dach müssen wieder eingedeckt werden. Auch im Inneren bleibt noch vieles wieder herzurichten.

„Im Oktober müsste die Kirche eigentlich wieder eingeweiht werden können“, hofft Siegfried Peter. „Vielleicht zum Erntedank.“ Die Gemeinde kommt derweil im Gemeinderaum zusammen. Kein Problem.

Das sieht der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates an einer anderen Stelle: „Es ist ja auch eine Frage des Geldes.“ Inzwischen summieren sich die Sanierungskosten auf rund 86.000 Euro. Mit so viel hatten die Dreetzer bei Beginn der Reparaturen 2017 nicht gerechnet.

Gemeinde musste Kredit aufnehmen

Mit rund 250 Mitgliedern gehört die Gemeinde zu den größten der Region und konnte auf einige Rücklagen zugreifen. Auch der Kirchenkreis beteiligte sich. Doch ohne einen Kredit wären die Reparaturen nicht bezahlbar gewesen. „Wir sind pleite“, fasst Siegfried Peter zusammen. „Aber damit müssen wir leben.“ Für die nächsten Jahrzehnte stehe die Kirche hoffentlich wieder sicher da.

Die Dreetzer Christen lassen sich die Laune nicht verderben. Am kommenden Sonntag, dem 19. Mai, wollen sie ab 14 Uhr vor ihrer Kirche ein wenig feiern. Pfarrer Lars Haake aus Sieversdorf verspricht einen „Erlebnisgottesdienst“ für die ganze Familie. „Wir haben uns da ein bisschen was ausgedacht.“ Unterstützung gebe es von der freiwilligen Feuerwehr. Auch die Hüpfburg des Pfarrsprengels werde zum Einsatz kommen.

Von Alexander Beckmann

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