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Neustadt Das Rennen um den Weihnachtsbraten
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08:51 22.12.2019
Freddy Müller half den Schützen, hier Siegbert Weiß, im Umgang mit dem Luftgewehr. Quelle: Sandra Bels
Neustadt

Das Entenschießen des Neustädter Schützenvereins erfreut sich trotz der Pause großer Beliebtheit. Es fand in diesem Jahr erstmal wieder statt. Diesmal aber auf dem eigenen Schießstand der Schützen und nicht wie früher in Olafs Werkstatt. Die Schützen haben den Luftgewehrschießstand erst in diesem Jahr eröffnet und davor aus eigener Kraft gebaut.

Die Flasche muss fallen

Jedermann kann sich am Entenschießen beteiligen. Es galt, mit fünf Schuss einen Faden zu durchtrennen, der eine Flasche hielt. Wer es schaffte, nahm einen Weihnachtsbraten mit nach Hause. Rita und Siegbert Weiß kannten das Entenschießen noch aus der Werkstatt und freuten sich, dass die Tradition nun nach sechs Jahren Pause weiter geführt wird. Sie brachten Elke und Lothar Heinrich mit, die zum ersten Mal dabei waren. Elke Heinrich hatte wohl als Kind schon mal mit einem Luftgewehr geschossen, ansonsten aber nie wieder eines in der Hand gehabt.

Mehr Neustädter als Mitglieder

„Es sind am wenigsten die Vereinsmitglieder, die sich an diesem Wettbewerb beteiligen“, erzählt der Präsident des Schützenvereins, Günter Paul. Er freut sich über die große Resonanz der Neustädter, die auch schon groß war, als das Entenschießen noch bei Olaf stattfand.

Dietmar Schröder (r.) brauchte nur drei Schüsse, dann war der Faden durch. Von Günter Paul gab es den Weihnachtsbraten.. Quelle: Sandra Bels

Präsident seit fast 20 Jahren

Paul ist seit dem Jahr 2000 Vereinspräsident. In diesem Jahr wurde er für eine weitere Amtszeit gewählt. Danach würde er gern den Staffelstab an einen Nachfolger abgeben. Der Verein hat 36 Mitglieder, die hauptsächlich aus Neustadt kommen. Zwei sind sogar aus Berlin. Sie alle haben aus dem ehemaligen Anbau, der teilweise ein Schuppen war mit vereinten Kräften den Luftgewehrschießstand gebaut. Gut 7000 Euro investierte der Verein.

Neben dem Luftgewehrschießstand gibt es auch einen Schießstand für Bogenschützen. Günter Paul trainiert dort immer freitags mit einer Schüler-Arbeitsgemeinschaft der Prinz-von-Homburg-Schule. Vier Jahre gibt es diese AG schon.

Albert Zahn wird geehrt

Nicht nur das Entenschießen hat Tradition bei den Schützen. Sie ehren auch jedes Jahr den Neustädter Albert Zahn mit einem eigens für ihn ausgeschriebenen Wanderpokalschießen. Albert Zahn hatte im Zweiten Weltkrieg die Dossebrücke an der Straße zum Spiegelberg vor ihrer Zerstörung gerettet. Ihm zu Ehren wird jedes Jahr auch am Volkstrauertag ein Gebinde an der Brücke angebracht, wo auch eine Gedenktafel hängt.

Die Neustädter Schützen ehren Albert Zahn mit einem Wettbewerb und einem Gebinde, der im Zweiten Weltkrieg die Dossebrücke vor ihrer Zerstörung rettete. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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