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Neustadt Gutspark nimmt langsam Gestalt an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Gutspark nimmt langsam Gestalt an
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00:23 16.05.2019
Der Gutspark Plänitz wird renaturiert. Der 1. Bauabschnitt ist fertig. Peter Frehn, Vorsitzender des Fördervereins, zeigt, was schon alles passiert ist. Quelle: Sandra Bels
Plänitz

Der erste Bauabschnitt am Gutspark in Plänitz ist abgeschlossen. „Nur punktuell gibt es noch kleine Arbeiten zu erledigen“, sagt Peter Frehn, Vorsitzender des Fördervereins Gutspark Plänitz. Die Arbeiten wurden in zwei Lose geteilt. Los 1 betraf den Wasser- und den Erdbau.

Dabei wurden die Be- und Entwässerung wieder hergestellt. „Die Gräben waren in den vergangenen 20 Jahren verschüttet worden“, so Peter Frehn. Auch der Gutsteich war teilweise zugeschüttet. Er wurde nun wieder ein Stück ausgebaggert. Darüber hinaus wurden vier Übergänge über die Be- und Entwässerungsgräben geschaffen. Es sind kleine einfache Holzbrücken. Für die Stege mussten Fundamente gelegt werden. Eine Sohlgleite ist entstanden.

Mehrere solcher Stege über die Be- und Entwässerungsgräben wurden gebaut. Die Stufen sollen im nächsten Bauabschnitt verschwinden. Quelle: Sandra Bels

Wege und Sichtachsen geöffnet

Im 2. Los waren Forstarbeiten ausgeschrieben. Dazu gehörten Fällungen, aber auch das Entfernen von Totholz im künftigen Wegenetz. Wege und Sichtachsen wurden geöffnet.

Der Verein ließ Kronenschnitte an 26 Bäumen vornehmen. „Dabei zeigten sich an zwölf Bäumen größere Schäden als es zunächst zu sehen war“, erklärt Peter Frehn. Deshalb müsse jetzt für jeden Baum ein Gutachten erstellt werden, Dafür sei aber noch ein Gespräch mit dem Fördermittelgeber notwendig.

Gefördert vom Leader-Programm

Gefördert wurde das Projekt aus dem Leader-Programm. 400 000 Euro kostet es insgesamt. Der erste Spatenstich erfolgte Anfang Februar. Der Gutspark ist 12,5 Hektar groß. Der Förderverein hat ihn von der Hamburger Familie Güssow gepachtet. Hinter dem Vorhaben steht Eberhard Güssow. Er ist der Neffe des letzten Gutsbesitzers.

Das Areal wurde ab dem Jahr 1860 vom Gutsbesitzer Oskar von Rathenow konzipiert. Er bezog Wiesen und Flussufer mit ein, ließ fremdländische Laub- und Nadelhölzer pflanzen und ein Wegenetz anlegen. Noch heute gibt es zum Beispiel einen alten Maulbeerbaum und einen Taxus. Auch die Wymouth-Kiefer ist nicht heimisch. Sie kam einst aus Südfrankreich.

Bäume geben den Weg vor

Wenn Peter Frehn durch den Gutspark geht, sieht er schon genau, wie er nach der Renaturierung aussehen wird. Obwohl teilweise noch kein Rundweg da ist, kann man ihn erahnen oder die Bäume geben ihn vor. Peter Frehn läuft ihn schon mal ab. Er entdeckt immer wieder schöne Plätze, an denen später einmal Bänke stehen könnten.

Noch ist kein Weg da, aber Peter Frehn sieht ihn schon ganz deutlich. Die Bäume im Hintergrund geben ihn vor. Quelle: Sandra Bels

Einen großen vor Jahren umgefallenen Baum sieht er als Naturbank. Von dort aus kann man bestens die zwölf Apostel sehen. Es ist eine Baumgruppe aus Linden, der zentrale Platz in der Mitte des Parks. Sturm Xavier hatte vor zwei Jahren ein Linde zu Fall gebracht. Zwei weitere Bäume sind vom Pilz befallen. „Die Begutachtung folgt“, so Peter Frehn. „Sie sollen möglichst erhalten belieben“, fügt er an.

3000 Sträucher werden gepflanzt

Der Plan für den zweiten Bauabschnitt ist längst fertig. Darin ist die Pflanzung von 3000 Sträuchern und 50 Bäumen vorgesehen. Außerdem soll eine neue Remise entstehen, in der später alle Geräte für die Bewirtschaftung und Pflege des Parks untergebracht werden können. Darüber hinaus gibt es laut Peter Frehn Pläne, einen Parkplatz für acht bis zehn Autos anzulegen. Sie sollen im Bereich an der Kirche geschaffen werden, wo dann auch ein Hinweisschild zum Park stehen soll.

„Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einem Imker für eine geplante Streuobstwiese“, so Peter Frehn. Die Vereinsmitglieder wollen schon früh an die kommenden Pflegemaßnahmen denken und Geld dafür zusammentragen. Eine Idee ist der Plänitzer Parkhonig. Ein kleiner Betrag pro Glas soll an den Verein abgeführt wird. „Viele kleine Aktionen führen zum Ziel. Das ist eine“, so Peter Frehn.

Ideen aus der Bevölkerung willkommen

„Wir wollen auch möglichst viele Ideen aus der Bevölkerung aufgreifen und umsetzen“, sagt er. So gebe es zum Beispiel schon die Anregung einen kleine Gruppe Mammutbäume zu pflanzen. Auch der Wunsch nach einer Rundbank kam schon auf.

„Wer Ideen hat, kann sich gern bei uns melden“, so Peter Frehn. Er freut sich darüber, dass der Förderverein stetig und wie er sagt „gesund wächst“.

Von Sandra Bels

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