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Neustadt Fördergeld zur Rettung der Papierfabrik in Sicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Fördergeld zur Rettung der Papierfabrik in Sicht
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00:26 15.06.2019
Geschäftsführer des Vereins Patent-Papierfabrik Hohenofen ist Dietmar Miehlke (r.). Hier steht er an einer der erhaltenen Maschinen. Diese brauchen ein dichtes Dach über dem Kopf und ein wieder intaktes Mauerwerk drumherum. Quelle: Matthias Anke
Hohenofen

Der Förderverein zur Rettung des einzigartigen Industriedenkmals „Patent-Papierfabrik Hohenofen“ steht kurz vor dem Erhalt von rund 175 000 Euro Fördergeld. Die Staatsministerin für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt, Monika Grütters, stellte dem Verein diese Summe am Mittwoch in Aussicht.

Herausragendes technisches Denkmal

Das Geld stammt aus dem Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler 2019“ des Bundes, wie der für die Region zuständige Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) weiterhin mitteilte. Ihm habe Monika Grütters kurz zuvor „die freudige Nachricht überbracht“. Er danke ihr „explizit für ihr Engagement in dieser Angelegenheit. Sie zeigte sich von Beginn an gesprächsbereit“.

Steineke: „Die Fabrik ist ein herausragendes technisches Baudenkmal im Nordwesten Brandenburgs.“

Die Papierfabrik in Hohenofen in der Außenansicht. Quelle: Matthias Anke

Aber vor allem gelte auch dem „sehr engagierten Verein in Hohenofen“ ein besonderer Dank.

Verein muss noch den Eigenanteil stemmen

In diesem Dorf an der Dosse wird der Bewilligungsbescheid nun sehnlichst erwartet, wie Vereinsgeschäftsführer Dietmar Miehlke sagt. „Wir freuen uns riesig darauf.“

Damit gelte es jetzt allerdings mehr denn je, den Eigenanteil für die geplanten nächsten Schritte zur Sanierung des Gesamtdenkmals zusammenzubekommen. Dieser mache in etwa eine Summe in gleicher Höhe wie das Fördergeld aus.

Im Herbst könnte es losgehen

Wenn alles klappt, könne im Herbst mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. „Es geht um die Außenhülle“, sagt Miehlke mit Blick auf die Dach- und Mauerwerkssanierung.

Der Zustand mancher Gebäude auf dem Gelände der Papierfabrik in Hohenofen zeigt, wie sehr eine Sanierung notwendig ist. Quelle: Matthias Anke

Laut Planung soll in fünf Jahresscheiben vorgegangen werden, bis die Papierfabrik tatsächlich als erhalten gelten kann. Dafür würden weitere Fördergelder und entsprechende Eigenanteile notwendig sein.

Detaillierte Planung liegt vor

Die detaillierte Planung und den zeitlichen Ablauf dazu hat der Verein seit Kurzem auch auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Hierüber können ebenso potenzielle Spender in Kontakt mit dem Verein treten. Dietmar Miehlke: „Wir sind über jede Hilfe nach wie vor äußerst dankbar.“

Von Matthias Anke

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