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Neustadt „Winterzauber“ zieht immer weitere Kreise
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt „Winterzauber“ zieht immer weitere Kreise
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15:00 24.11.2019
Das alljährliche Treffen unter dem Titel „Winterzauber“ auf dem Hof von Familie Freuling in Zernitz erfreut sich wachsender Beliebtheit. Quelle: Alexander Beckmann
Zernitz

Jahr für Jahr werden es mehr Besucher. Am Sonnabendnachmittag dürften sich einige hundert Menschen beim „Winterzauber“ auf dem Hof von Familie Freuling in Zernitz gedrängt haben.

Feuerschalen luden zum Aufwärmen ein, Stände quollen über von Handwerksarbeiten, Wurst aus der Prignitz, Kuchen aus dem Ort, Wein aus Neustadt. Die Crepepfannen dampften, der Grill der Feuerwehrleute glühte. Immer wieder gab es ein großes Hallo, wenn alte Bekannte sich begegneten. Längst kommen die Besucher nicht mehr nur aus Zernitz selbst, sondern aus immer größerem Umkreis. „Die Leute nehmen es immer besser an“, freute sich die Bürgermeisterin von Zernitz-Lohm Sigrid Schumacher.

Eine Scheune voller Dekorationsideen

Vor allem in der Scheune wurde es richtig eng, und das nicht nur als die Kinder des benachbarten Dorfkindergartens ihre Lieder sangen. Die „Zernitzer Bastelfrauen“ – sie gehören zusammen mit Familie Freuling und der Kita zu den Organisatoren der Veranstaltung – hatten den Fachwerkbau stimmungsvoll geschmückt und vor allem mit einer schier unüberschaubaren Anzahl festlicher Basteleien und weihnachtlicher Dekorationsideen gefüllt. Kaum ein Besucher verließ das Fest ohne das eine oder andere neue Stück zum echten Schnäppchenpreis.

Wieder nutzten die „Zernitzer Bastelfrauen“ die Gelegenheit, um ihre Erzeugnisse unters Volk zu bringen. Der Erlös kommt der örtlichen Kita und der Breddiner Schule zugute. Quelle: Alexander Beckmann

„Alles, was hier eingenommen wird, ist für die Kita und für die Schule in Breddin gedacht“, erklärte Sigrid Schumacher. Seit Monaten hatten die „Bastelfrauen“ ihren Auftritt vorbereitet. Weitere werden folgen – traditionell beispielsweise auch beim Weihnachtsprogramm der Breddiner Schule.

Auf Baustellenrundgang verzichtet

Angesichts des Andrangs verzichteten die Zernitzer am Sonnabend auf den angekündigten Rundgang über die benachbarte Baustelle des neuen „integrativen multifunktionalen Dorfzentrums. Zwar gäbe es dort durchaus schon einiges zu sehen, doch wirklich geeignet für größere Besuchermengen ist der Bau noch nicht.

„Wir liegen gut in der Zeit“, versichert die Bürgermeisterin, obwohl sich die einst für Dezember angekündigte Fertigstellung nun wohl doch auf Ostern verschiebt. „Das liegt zum Teil auch an Lieferverzögerungen beim Material“, sagt Sigrid Schumacher. Die Bauleute jedenfalls hätten bisher gute Arbeit geleistet.

Von der Ruine zum Schmuckstück

Besonders augenfällig wird das bei den beiden Ställen hinter dem Kindergartenhaus, die noch zu Jahresbeginn einen eher baufälligen Eindruck machten. Mittlerweile ist ihre Verwandlung in echte Schmuckstücke weit fortgeschritten. Die Kinder und alle anderen sportlichen Zernitzer bekommen einen großzügigen Übungssaal. Die Kinderküche und ein Kreativraum finden ebenso Platz wie Abstellräume für Feuerwehr und Hausmeister oder ein Treffpunkt für die „Männerrunde“.

Die alten Ställe am Dorfkindergarten sind inzwischen kaum wiederzuerkennen. Nur nicht die Kinder bekommen dort demnächst Platz zum Sporttreiben. Quelle: Alexander Beckmann

„Für uns ist es natürlich wichtig, dass der Kindergarten optimale Bedingungen bekommt“, betont die Bürgermeisterin. Als Sahnehäubchen eröffnen sich zugleich für alle anderen aktiven Dorfbewohner ganz neue Möglichkeiten.

Gemeinde will weiter investieren

„Aber wir wollen natürlich im finanziellen Rahmen bleiben. Das sieht momentan ganz gut aus.“ Gut 600.000 Euro steckt Zernitz-Lohm in das Vorhaben. Rund drei Viertel davon stammen aus Förderprogrammen.

Für nächstes Jahr plant die Gemeinde bereits weitere Investitionen. Ganz oben auf der Liste steht der Kindergarten, der im Inneren weiter aufgewertet werden soll. Hinzu kommt das Sporthaus, für dessen umfassenden Umbau man demnächst die Baugenehmigung beantragen will.

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Von Alexander Beckmann

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