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Neustadt Letztes großes Treffen in Neustadt vor der Wahl
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00:23 29.04.2019
Beim Empfang des Amtes Neustadt kamen die Bürgermeister der Gemeinden zusammen sowie die Verwaltungschefs der Kleeblätter.. Quelle: FotoS (3): Sandra Bels
Neustadt

„Wir sind heute ein letztes Mal in dieser Konstellation zusammen.“ Die Worte von Neustadts Bürgermeister Karl Tedsen klangen etwas wehmütig beim Jahresempfang am Donnerstagabend in Wohnheim „Mühle Spiegelberg“. Tedsen bedauerte es, dass einige Bürgermeister der Gemeindes des Amtes Neustadt sowie einige Stadtverordnete bei der Kommunalwahl am 26. Mai nicht mehr antreten werden.

Plädoyer für das Amtsmodell

Alle zusammen hatten in der vergangenen Legislaturperiode viel für Neustadt erreicht. Tedsen zog als Vorsitzender des Amtsausschusses sein Resümee. Es wurde ein Plädoyer für das Amtsmodell, in dem die Bürgernähe für ihn ein prägender Punkt ist.

Die musikalische Begleitung hatten Sarah Ahrens (vorn) und Lehrer Marko Redel übernommen. Mit dabei war auch Jillian-Darleen Walter. Quelle: Sandra Bels

Als Mitglied des Amtsausschusses haben stets zwei Herzen in Tedsens Brust geschlagen. Eins für das Amt und eins für den Ort Neustadt. Er ist sich sicher, dass die Arbeit im Amtsausschuss nur mit dem Blick über den Tellerrand funktioniert.

„Wir haben immer versucht eine Ausgewogenheit zwischen den Gemeinden herzustellen“, so der Vorsitzende des Amtsausschusses. „So konnten die Wünsche der amtsangehörigen Gemeinden immer umgesetzt werden“, fügt er an. Eine Gemeinde allein hätte das sicher nicht geschafft. Für Tedsen ist das Amtsmodell genau das richtige auch für die nächste Legislaturperiode.

Kein Amt ohne die Schule

Amtsdirektor Dieter Fuchs griff das Thema auf und sagte: „Wir arbeiten Hand in Hand für ein Amt.“ Als Ort für den Empfang hatte er bewusst das Wohnheim ausgesucht. Es ist eng mit der Prinz-von-Homburg-Schule verbunden, die mit dem Reiten an der Schule ein Alleinstellungsmerkmal hat. „Ohne das, wäre das Amt Neustadt nicht vorstellbar“, so Fuchs.

Und die Schule wird die nächsten Abgeordneten auch weiterhin beschäftigen. Schließlich soll sie ab dem Frühjahr 2020 saniert werden.

Die Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule wartet auf ihre Sanierung. Quelle: Alexander Beckmann

Das ist nur eins der Vorhaben für die kommenden Jahre im Amt Neustadt. Arbeiten an der Grundschule Breddin sind ebenso vorgesehen wie in den Kitas. Der erste Bauabschnitt für Parkplätze hinter dem Bahnhof soll beginnen. Pendler aus dem Kleeblatt nutzen das Areal dort rege. Investiert werden soll auch in Straßen und in das Freibad.

Neustadt-Treffen war ein Höhepunkt

Fuchs erinnerte an Investitionen und Höhepunkte der zurückliegenden fünf Jahre. Dazu gehörten das Neustadt-Treffen 2015 zum 350. Geburtstag der Stadt.

Das Neustadt-Treffen an der Dosse war ein Höhepunkt im Jahr 2015. Quelle: Alexander Beckmann

2016 investierte Neustadt knapp 450 000 Euro in die Kitas. 2017 wurde der Kooperationsvertrag für die Graf-von-Lindenau-Halle geschlossen, die bis dahin mehrere Jahre leer stand.

Wichtiger Schritt für die Lindenauhalle

„Das war ein wichtiger Schritt gegen die Schließung der Halle“, so Fuchs. Die Kooperation arbeite erfolgreich, so dass notwendige Sanierungsarbeiten vom erwirtschafteten Geld erledigt werden konnten. Was aber laut Fuchs nicht heißt, dass noch weitere Kooperationspartner dazukommen können.

Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung für die Graf-von-Lindenau-Halle Neustadt im Jahr 2017 war wichtig für die Zukunft der Halle. Quelle: Sandra Bels

Die Sanierung des Sport- und Freizeitkomplexes in Neustadt war ein Beispiel für 2018. Dieses Jahr begann mit der Grundsteinlegung für das integrative Dorfzentrum in Zernitz. Dort sollen 612 000 Euro verbaut werden. Ein großer Anteil sind Fördermittel.

Amtsdirektor nannte Zahlen

Für den Amtsdirektor war der Empfang auch Anlass, ein paar Zahlen zu nennen. So stieg die Einwohnerzahl von 7636 im Jahr 2014 auf 7681 im vergangenen Jahr. Den leichten Anstieg sieht er leicht optimistisch und freut sich darüber, das es mehr Zu- als Wegzüge gibt.

Zahlen gab es auch zu den Mitarbeitern der Amtsverwaltung.153 waren es im vergangenen Jahr. Acht mehr als 2014. Zur Kernverwaltung gehören allerdings nur 35 Mitarbeiter. Alle anderen sind unter anderem als Gemeindearbeiter, in den Kitas und der Schule tätig.

Weniger Gewerbebetriebe als 2014

Bei den Gewerbebetrieben gab es in den fünf Jahren einen Rückgang von 633 auf 613. Die Zahlen der Kitakinder sind gestiegen. 2014 waren es 459. 2018 besuchten 501 Kinder die Kitas im Amtsbereich Neustadt. Feuerwehreinsätze gab es 72 im vergangenen Jahr.

Die Geehrten

Beim Jahresempfang wurde Julia Tscharntke geehrt. Sie hatte bei der Wahl zum Sportler des Jahres des Kreissportbundes OPR Platz 3 belegt. Sie engagiert sich beim Reit- und Fahrverein „Zu den Neustädter Weiden“ überdurchschnittlich für den Pferdesport.

Verabschiedet wurden Günter Kopka als Mitglied des Amtsausschusses und der Gemeindevertretung Zernitz-Lohm sowie Jörg Hildebrandt, der als Gemeindevertreter von Sieversdorf-Hohenofen ausscheidet. Kopka arbeitete seit 1990 auf politischer Ebene mit. Hildebrandt engagierte sich seit 1998 ehrenamtlich in der Kommunalpolitik.

Nicht mehr als ehrenamtliche Bürgermeister arbeiten wollen künftig Hermann Haacke (Sieversdorf-Hohenofen) und Gerhard Wilke (Stüdenitz-Schönermark). Wilke engagierte sich seit 1970 in der Kommunalpolitik. rab rab rab

Von Sandra Bels

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