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Neustadt In der Kita schallt es nicht mehr
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14:32 26.11.2018
Die Neustädter Kita Spiegelberg hat in den vergangenen Wochen im laufenden Betrieb Akustikdecken in allen Räumen bekommen. Quelle: Sandra Bels
Neustadt

Der Unterschied ist nicht zu überhören. Noch vor einigen Wochen schallte es in den Räumen der Kita „Spiegelberg“ in Neustadt. Nun ist es fast ruhig in den Gruppenräumen. Aber nur fast, denn fröhliche Kinderstimmen sind natürlich dennoch zu hören, aber sehr stark gedämpft.

Die Stadt Neustadt konnte alle Räume, in denen sich Kinder und Erwachsenen aufhalten, mit Akustikdecken ausstatten. Möglich wurde das über das Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz. Büro, Küche und Sanitärräume blieben außen vor. „Die Akustik wurde viele Jahre nicht beachtet“, so Amtsdirektor Dieter Fuchs. Mit dem Einbau der neuen Decken konnte jetzt aber eine deutliche Verbesserung für alle erzielt werden.

Nachhallzeitmessung ging voraus

Den Bemühungen voraus gegangen war eine Nachhallzeitmessung. Die hatte Kitaleiterin Sigrid Nau schon 2015 in Auftrag gegeben. Sie wurde vom Gemeindeunfallverband ausgeführt. Von dort kam auch das Gutachten, in dem eine Schallreduzierung um 20 Prozent dringend empfohlen wurde. „Der Dauerlärm beeinträchtigt die Gesundheit aller, sowohl der Kinder als auch des Personals“, weiß Sigrid Nau. Die Kinder würden im Spiel automatisch lauter werden und es nicht einmal merken. Die Aufmerksamkeit der Erzieher leide darunter genauso wie die Sprache und das Gehör. Das Gutachten wurde für Kita und Amt kostenfrei erstellt.

Mit einem Planer wurde schließlich die passende Akustikdecke für die Kitaräume ausgewählt. „Dabei konnten wir sogar noch Geld sparen“, so Fuchs. Ursprünglich waren etwa 58 400 Euro vorgesehen. Davon waren 75 Prozent Fördermittel. Der Eigenanteil betrug 14 600 Euro. Insgesamt wurden dann aber nur knapp 29 300 Euro benötigt. Das übrige Geld geht laut Fuchs nun zurück in den Fördertopf und kommt anderen Kitas zu Gute.

Zusätzliche Platten an der Decke

Ausgestattet wurden alle Gruppenräume, der Sportraum und die Nebenräume mit den zusätzlichen Platten an den Decken. Die Arbeiten führte die Wusterhausener Firma Pankrath aus. Sie begannen im September bei laufendem Betrieb. „Für die Kinder war das etwas ganz besonderes, weil sie den Fortschritt und die Arbeiten live mitverfolgen konnten“, sagt die Kitaleiterin.

Mit dem Einbau der Akustikdecken ist die Kitasanierung auf dem Neustädter Spiegelberg nun abgeschlossen. In den Kitas von Breddin und Dreetz stehen diese Arbeiten jedoch noch an, ebenso in Zernitz. Sie können aber nicht mehr über das Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetz beantragt werden, sondern müssen aus einem anderen Topf oder wie Dieter Fuchs sagt „über ein anderes Programm finanziert werden“.

Von Sandra Bels

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