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Neustadt Kreis-CDU will Förderschulstandort erhalten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Kreis-CDU will Förderschulstandort erhalten
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11:04 31.10.2019
Die CDU-Fraktion des Kreistages hatte zum Vor-Ort-Termin in die Neustädter Förderschule eingeladen. Quelle: Renate Zunke
Neustadt

„Gut, dass wir uns das einmal angesehen haben“, sagte Sebastian Steineke, Fraktionsvorsitzender der CDU des Kreistages Ostprignitz-Ruppin. Seine Fraktion hatte am Mittwoch zu einem Vor-Ort-Termin in Neustadt eingeladen. Nicht ohne Grund: Es ging um den Standort der Förderschule in der Pferdestadt, der in Gefahr ist. Das war nicht zum ersten Mal ein Thema.

Einst Teil der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule

Denn das Amt Neustadt, bisher Träger der Schule, hat diese an den Landkreis abgetreten – weil das Amt keine Zuschüsse für die notwendige Sanierung der Gebäude erhält, in der die Förderschule untergebracht ist. Diese gehören der Stadt. „Der Förderschulteil war einst Teil der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule. Es ist kontraproduktiv, diesen Schulteil nicht mehr zu uns gehören zu lassen. Es gab immer kurze Wege“, meinte Ronald Roggelin, Leiter der Prinz-von-Homburg-Schule.

Die Leitung der Neustädter Förderschule obliegt jetzt Katrin Wind, Schulleiterin der Neuruppiner Förderschule am Kastaniensteg. Hier ist der Landkreis Träger, ebenso für die Förderschule in Wittstock.

Lange Schulwege sollen verhindert werden

35 Förderschüler aus der Kleeblattregion besuchen derzeit die Neustädter Einrichtung. Sie könne man aus Platzgründen nicht so einfach in Neuruppin oder Wittstock unterbringen, war in der Gesprächsrunde zu hören. Außerdem wären Mädchen und Jungen dann schon bei nur einer Tour zur Schule schätzungsweise eineinhalb Stunden unterwegs. Um lange Wege zu verhindern, sei es von Vorteil in jedem Altkreis eine Förderschule zu haben.

Karl Tedsen, Bürgermeister von Neustadt und Mitglied der CDU-Fraktion im Kreistag, plädierte ebenfalls für den Erhalt der Förderschule. Sebastian Steineke meinte: „Wir müssen es gemeinsam hinbekommen, den Standort Neustadt zu erhalten.“

Investitionen sind nötig

Bei einem Rundgang durch die Räume der Förderschule, mit Erläuterungen von Lehrerin Birgitt Schülke, machten sich die Anwesenden ein Bild von der jetzigen Situation. „Geborgenheit und Inhalte, die auf die Lebenssituationen der Schülerinnen und Schüler eingehen, das macht die Förderschule aus“, stellte Schulleiter Roggelin klar. Um den Standort Neustadt zukunftsträchtig zu machen, müsse aber auch investiert werden. Und dazu müsse sich der Träger, sprich Landkreis bekennen.

Veränderungen stehen sowieso ins Haus, denn die Prinz-von-Homburg-Schule wird umfassend saniert. Dann wird der Teil der Förderschule abgerissen, der an unseren Grundschulteil anschließt, erklärte Kathrin Lorenz, Leiterin der Schulverwaltung des Amtes Neustadt. Das wird im Jahr 2023/24 der Fall sein, wenn die Arbeiten an den Außenanlagen beginnen.

Prinz-von-Homburg-Schule wird umfassend saniert

Die Submission für die ersten sieben Lose der Sanierung der Prinz-von-Homburg-Schule findet am 15. November statt. Im Februar 2020 soll dann die Baustelle eingerichtet werden und die Entkernung der Gebäude beginnen. Die Verantwortlichen in Sachen Förderschule Neustadt sind in der Pflicht.

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Von Renate Zunke

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