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Neustadt Kulturerlebnis im beheizten Gotteshaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Kulturerlebnis im beheizten Gotteshaus
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09:54 25.11.2018
Marvin Lindner aus Neustadt gab ein Konzert auf dem Harmonium. Seine Schwester Lisa-Marie blätterte für ihn die Seiten des Notenheftes um.
Marvin Lindner aus Neustadt gab ein Konzert auf dem Harmonium. Seine Schwester Lisa-Marie blätterte für ihn die Seiten des Notenheftes um.
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Schönermark

In der Schönermarker Dorfkirche standen am Freitagabend kulturelle und kulinarische Genüsse im Vordergrund des Geschehens. Die Kirchengemeinde des Dorfes hatte einen Abend organisiert, der mit gleich zwei Höhepunkten aufwartete.

Zum einen konnte der für Schönermark zuständige Pfarrer Henning Utpatel den Neutädter Kirchenmusikstudenten Marvin Lindner gewinnen, ein Harmoniumkonzert zu geben. Seine gut halbstündige Darbietung stellte den ersten Programmpunkt des Kulturabends dar. Der junge talentierte Musiker spielte die große Orgelsonate aus C-Dur von Justin Heinrich Knecht (1752-1817), Les Cloches von Nicolas Antoine Lebégue (1631-1702) und weitere Stücke nicht minder interessanter Komponisten.

Hilfsbereite Zwölfjährige und ein opulentes Büffet

Die 12-jährige Schwester des Musikstudenten, Lisa-Marie, unterstützte ihren Bruder, indem sie für ihn die Seiten des Notenheftes umblätterte. Die Kirche war während des Konzertes und auch danach von gemütlichem Kerzenschein erhellt. Auch zu frieren brauchte niemand, denn schon Stunden vor der Veranstaltung befeuerte Simone Schultz den historischen schmiedeeisernen Ofen in der Kirche. Auch während der Abendveranstaltung legte die Schönermarkerin immer wieder Holz nach.

Gleich nach dem Konzert wurde im Vorraum der Kirche ein opulentes Buffet eröffnet. Viele Frauen der Kirchengemeinde hatten dafür tagsüber in ihrer Küche gestanden. Zu bezahlen war zwar nichts, doch das daneben gestellte Spendenglas blieb auch nicht leer. Zeit für Gespräche fanden die Gäste auch. Nicht einmal die Hälfte von ihnen kamen aus Schönermark, sondern aus den umliegenden Dörfern, wie die stellvertretende Kirchenratsvorsitzende Gudrun Seeger feststellte.

Anschließend wurde der 2017 herausgebrachte Kinofilm „Amelie rennt“gezeigt. „Die Technik stellte uns Familie Synnatschke zur Verfügung“, berichtet Gutrun Seeger. Tags darauf trafen sich einige Frauen der Kirchengemeinde, um die Kirche wieder für den nächsten Gottesdienst herzurichten. Vom Kulturabend waren sie alle begeistert und schon der Nächste ist in Sicht, nur das Datum steht noch nicht fest.

Von André Reichel