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18:05 02.01.2019
Pfarrer Henning Utpatel beim gemeinsamen regionalen Neujahrsgottesdienst des südlichen Kirchenkreises Prignitz in Stüdenitz. Quelle: Matthias Anke
Stüdenitz

Neues Jahr, neue Aufgaben, und so auch in Stüdenitz. Dort informierte Pfarrer Henning Utpatel am Rande des Neujahrsgottesdienstes auf MAZ-Nachfrage, welches nächste Projekt rund um die Kirche auf seine Verwirklichung wartet. Demnach soll im Turmraum eine Dauerausstellung über die frühere Stüdenitzer Schriftstellerin und Pfarrerin Eva Hoffmann-Aleith entstehen.

Bislang erinnert an die Frau ein nach ihr benannter Preis. Er wird alle zwei Jahre vom Kirchenförderverein ausgelobt. Angesprochen sind stets junge Menschen, maßgeblich Schüler.

Schon viel geschafft rund um die Stüdenitzer Kirche

Um die Ausstellung und noch viel mehr drumherum umzusetzen, wird auf Geld aus dem EU-Förderprogramm „Leader“ gehofft. Der Antrag werde laut Utpatel mit Blick auf den nächsten sogenannten Ordnungstermin im Frühjahr gestellt.

Das Projekt erinnert an eine ähnlich öffentlichkeitswirksame Aktion, mit der die Kirche in Segeletz bereits zum Zuge kommt. Sie soll Standort einer Dauerausstellung „Fernstraße Berlin-Hamburg werden.

Weit ins Land hinein als Baustelle sichtbar war die Kirche in Stüdenitz zuletzt bis vor gut fünfeinhalb Jahren. Nachdem Dach, Fassade und Fenster erneuert oder repariert und 2012 auch die Turmspitze neu eingedeckt worden war, ging es um die Schönheit: Die seit langem fehlenden Nebentürmchen, die Fialen, kamen wieder an das Bauwerk.

Künstlerischer Wettbewerb zur Gestaltung des Altarraumes

Zu den aktuell in Stüdenitz anstehenden Vorhaben gehört auch die weitere farbliche Gestaltung im Innern des Kirchenschiffes. Zentral bei alledem ist der Altarraum, für den es einen künstlerischen Wettbewerb gab. „Drei eingereichte Entwürfe können in der Winterkirche angesehen werden. Dort wollen wir dann auch auf das neue Jahr anstoßen“, sagte Pfarrer Utpatel beim Gottesdienst.

Es geht um die laut Utpatel Ausmalung der „eigenartig geformten gelben Flächen“. Nachdem in den 1960er Jahren die ursprüngliche Gestaltung übertüncht wurde, lasse sich heute nicht mehr so ganz genau sagen, wie es original aussah. Der Gemeindekirchenrat entschied sich daher für neue Motive.

Die derzeit noch freien Flächen des Altrarraumes werden demnächst neu gestaltet. Quelle: Matthias Anke

Biblische, symbolträchtige Motive sind vorgesehen

Zur Jury gehörten Erwin Jahnke, Ines Schmidt und Sieglinde Vettin jeweils vom Gemeindekirchenrat sowie Christhard Neubert als Kunstbeauftragter der Landeskirche, Architekt Gerhard Schlotter und die Prignitzer Superintendentin Eva-Maria Menard. Den ersten Preis vergaben sie an den Berliner Künstler Robert Weber. In der Anmerkung heißt es jedoch, dass einige Veränderungen vorgenommen werden.

Aus dem Entwurf des Künstlers für den Altarraum. Quelle: Matthias Anke

Inhaltlich zeigen die vier Medaillons als Apsisbilder biblisch-symbolträchtig betende Hände, Fische, Wein und Brot sowie ein Lamm. Als Farben für diese und vor allem das zentrale Bild wurde laut dem Künstler „majestätisches Rot auf feierlichem Goldgrund“ gewählt.

Der Neujahrsgottesdienst galt als eine gemeinsame Veranstaltung für den südlichen Kirchenkreis Prignitz. Das Gotteshaus war voll besetzt, darunter viele Pfarrer und andere Kirchenleute aus dem Gebiet von Kyritz, Wusterhausen über Neustadt bis Breddin. Kantorin Hayan Kim ließ dabei die Buchholz-Orgel erklingen.

Die Jagd auf das „scheue Wesen“ Frieden

Superintendentin Eva-Maria Menard ging in ihrer Predigt auf die neue kirchliche Jahreslosung ein, die gemäß des Psalms 34 lautet: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ Die Superintendentin erinnerte sich dabei an eine Hubertusmesse, die sie zuletzt vorbereiten sollte, und konnte daher in weidmännischen Anspielungen der Frage nachgehen: „Was ist die richtige Jagdart für den Frieden?“

Eva-Maria Menard, die Superintendentin des Kirchenkreises Prignitz, bei ihrer Predigt in Stüdenitz. Quelle: Matthias Anke

Zwischen der Ansitzjagd als „unermüdlicher Warterei“ und der Treibjagd als „ständigem Hinterher“ entschied sie sich für das zielgerichtete Pirschen. „Pirschen wir uns mit unseren Möglichkeiten an das scheue Wesen Frieden heran, ohne großes Halali, aber mit einem fröhlichen Halleluja.“ Denn: „Es gilt, etwas zu tun“, sagte sie unter anderem mit Blick auf viel „Böses auf der Zunge“ unter den Menschen, etwa im Internet oder auch in der großen Politik.

Von Matthias Anke

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