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Neustadt Neuer Funkmast: Gemeinde holt sich Rat
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Neuer Funkmast: Gemeinde holt sich Rat
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13:16 27.11.2019
In luftiger Höhe arbeiten zwei Männer an einem Mobilfunkmast, der auf dem Dach eines Gebäudes steht. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa (Symbolfoto)
Zernitz-Lohm

Soll in Lohm ein Funkmast errichtet werden um das gemeindeweit bekannte Funkloch zu schließen oder nicht? Mit dieser Frage befassten sich am Dienstag die Gemeindevertreter aus Zernitz-Lohm auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr.

Nach Aussage von Bürgermeisterin Sigrid Schumacher besteht die Möglichkeit, einen neun Meter hohen Holzmasten errichten zu lassen, „der die Gemeinde nichts kosten würde“. Betrieben würde der Mast, der einen Umkreis von 2500 Metern abdecken soll, von der Deutschen Telekom.

Der Gemeindevertreter Dietmar Miehlke äußert Bedenken

Einwände gegen die Errichtung eines Funkmastes gab es von Gemeindevertreter Dietmar Miehlke, der auf mögliche gesundheitliche Gefahren durch Funkstrahlen hinwies.

Unklar ist, für welche Frequenzen der geplante Sendemast vorgesehen ist. Geht es um den Lückenschluss in bisher aktiv genutzten Mobilfunknetzen wie HTMS und LTE oder handelt es sich um einen Funkmast der neuesten Generation, der sogenannten 5G-Technologie, wie er auch in Bantikow geplant ist? Dort hatte sich zuletzt eine Bürgerinitiative mit Blick auf die gesundheitlichen Gefahren gegen die Errichtung eines Funkmastes ausgesprochen.

Ein Ergebnis wird für die nächste Sitzung erwartet

So haben sich die Gemeindevertreter letztlich geeinigt, fachlichen Rat hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen einzuholen und auf vorhandene Erfahrungsberichte zurückzugreifen und die kontroverse Diskussion nach Rücksprache mit Fachleuten in der nächsten Sitzung zum Abschluss zu bringen.

Ebenfalls auf die nächste Sitzung vertagt wurde der Beschluss zur Entwicklung von Baulandflächen. Zu viele Fragen sind für Sigrid Schumacher ungeklärt und die finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde noch nicht überschaubar, sodass auch hier Rat von entsprechenden Experten eingeholt werden müsse, bevor ein Beschluss gefasst werden kann.

Nach wie vor liege auch noch kein Bescheid hinsichtlich der Flächen vor, die momentan noch zum Naturpark Westhavelland gehören und aus dieser Nutzung herausgenommen und umgewidmet werden müssen.

Bedarf an mehr Radwegen

Diskutiert wurde zudem über eine Erweiterung des bestehenden Radwegenetzes mithilfe von Fördermitteln. Hier müsse man sich grundlegende Gedanken machen, in welche Richtung ein Ausbau sinnvoll erscheint und eventuell auch den Austausch und Zusammenschluss mit den Nachbargemeinden suchen, hieß es. Bedarf an neuen Radwegen sei auf jeden Fall da.

Mit Blick auf das kommende Jahr wurde die Haushaltssatzung für 2020 einstimmig angenommen. Projekte die 2020 verwirklicht werden sollen sind unter anderem weitere Modernisierungen in der Zernitzer Kita, vor allem die Elektrizität, die Akustik und der Brandschutz.

Von Anja Schael

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