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Neustadt Für dieses neue Projekt sollen sich nicht nur die Giesenhorster begeistern
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13:11 28.12.2019
Manuela Matz-Kubik lädt für den 5. Januar nach Giesenhorst ein. Quelle: Matthias Anke
Giesenhorst

Ins Dorfgemeinschaftshaus von Giesenhorst zieht neues Leben ein. Manuela Matz-Kubik, die seit einer Weile schon im benachbarten Dreetz ihre Ideen ins Dorfleben einbringt, entwickelt dort einen Nachbarschaftstreff. Was sich dahinter verbirgt, will sie in Giesenhorst am kommenden Sonntag, 5. Januar, allen Interessierten erklären.

Der Treff soll den Namen „Der Raum“ tragen. Und er ist ein Ergebnis einer Umfrage von Manuela Matz-Kubik unter Einwohnern der Gemeinde Dreetz, zu der Geisenhorst gehört. „Viele wünschten sich einen Ort, um sich regelmäßig zu sehen. Nur, wo, abgesehen von den Kirchen?“

Neue Begegnungsstätte für eine ganze Region

Bei Bürgermeister Bernd Schindler fragte sie nach Möglichkeiten. Die Gemeindevertreter wurden informiert. Und um neben Dreetz selbst auch die anderen Orte Siegrothsbruch, Michaelisbruch und Bartschendorf einzubeziehen, fiel die Wahl nun auf Giesenhorst.

Unter dem Hashtag „Mein Dorf kann mehr“ bewirbt die Sozialarbeiterin seit längerem schon ihre Aktionen. Quelle: Matthias Anke

Mehr noch: „Wir befinden uns ja im Dreieck von Neustadt, Rhinow und Friesack.“ Vielleicht werde damit eine neue Nahtstelle geschaffen für eine noch übergreifendere Zusammenarbeit, sagt Manuela Matz-Kubik. Sie sieht in dem Projekt zudem die „Chance für ein Gemeinschaftswerk für neues soziales und kulturelles Miteinander“, vergleichbar vielleicht mit dem sogenannten Quartiersmanagement in Kyritz. Die Begegnungsstätte dort nennt sich „Weltraum“.

Feuerwehr ist bisher Hauptnutzer und erhält das Gebäude

In Giesenhorst ist es nun „Der Raum“ im Dorfgemeinschaftshaus, in dem ansonsten einmal im Jahr die Dreetzer Gemeindevertreter tagen. Häufiger trifft sich dort eine Frauensportgruppe. Es ist aber auch ein Ort für Hochzeiten, Geburtstage und Silvesterparties, wie Nico Hoffmann erzählt. „Silvester feiern wir hier jetzt zum zweiten Mal“, sagt Hoffmann über dieses eher gemütliche Beisammensein, das sein Nachbar organisiert.

Hoffmann ist Chef der Giesenhorster Ortsfeuerwehr, die das Gebäude mit seinem Saal ebenso nutzt und rundherum erhält. Auch er ist nun gespannt, was da in diesem Raum rechtsseitig vom Eingang entsteht. „Am 21. Dezember hatten wir im Saal wieder unsere Jahreshauptversammlung. Und auch sonst ist dieses Haus hier in der Gegend ja bereits das meistgenutzte, das wir haben.“ Beispielsweise werde man beim Weihnachtsbaumverbrennen auf dem Platz nebenan am 18. Januar wieder froh sein, die Sanitäranlagen nutzen zu können.

Projekt beruht auf Spenden und Ehrenamt

Für den dort zuletzt eher ungenutzten „Raum“ nebenan indes hat Manuela Matz-Kubik eine eigene Homepage eingerichtet.

Mit Blick auf das Projekt und den 5. Januar von 14 bis 17 Uhr heißt es unter www.derraumingiesenhorst.de und dem Titel „Begegnung durch Kunst, Kultur und Handwerk“ unter anderem: „Du wohnst in oder im Umkreis von Giesenhorst? Kommst Du aus Friesack, Kleßen, Ohnewitz, Neuwerder, Stölln, Rhinow, Altgarz, Großderschau, Sieversdorf-Hohenofen, Dreetz, Michaelisbruch, Bartschendorf, Schönfeld, Siegrothsbruch, Neustadt, Segeletz, Nackel, Wutzetz oder der Nähe davon? Hast Du Lust mitzumachen, dann melde Dich einfach.“

Und: „Das Projekt ist spendenbasiert, im Ehrenamt und verfolgt gemeinnützige Zwecke.“

Sozialarbeiterin „zur Zufriedenheit der Leute“ im Einsatz

Die Sozialarbeiterin, die vor über sieben Jahren mit ihrem Mann aus Berlin nach Dreetz zog, nach ihrem Studium zuletzt das Jugendfreizeitzentrum in Kyritz leitete, lud 2018 in Dreetz Alteingesessene und Zugezogene zu einem Gedankenaustausch ein. Es gab einen Workshop mit mehreren Stationen und eine Fragebogenaktion mit allem, was sich die Dreetzer rund um ihren Ort für die Zukunft wünschen.

Was bei Manuela Matz-Kubik dabei alles unter dem Stichwort „Freie Sozial Arbeit (FSA)“ firmiert, wird auf ihrer Internetseite www.dorf-leben.org erklärt. Wenngleich sie sich auf neue Art und Weise damit selbstständig machen wolle, dominiere derzeit das Ehrenamt. Sie sagt, sie arbeitet „einfach nur zur Zufriedenheit der Leute“.

Manuela Matz-Kubik lädt für den 5. Januar nach Giesenshorst ein. Quelle: Matthias Anke

So initiierte sie einen „Buchtauschschrank“ in der Dreetzer Triftstraße. Auch im Förderverein Dreetz, der ansonsten der Dreh- und Angelpunkt rund um dass kulturelle Gemeindeleben ist, engagiert sie sich, organisierte neue Flohmärkte. Zudem ist sie Sprecherin des Dreetzer Projekts „Dorfladen“.

In Giesenhorst soll „Der Raum“ nun ebenso ein „Bürger- und Mitmachprojekt“ werden. Dementsprechend freue sie sich am Sonntag über möglichst viele Gäste.

Von Matthias Anke

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