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Neustadt Neustadt entwickelt sich zu einem Wachstumskern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Neustadt entwickelt sich zu einem Wachstumskern
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00:23 02.05.2019
Der gute Bahnanschluss ist wichtig für Neustadts Entwicklung. Das Bahnhofsgebäude selbst steht seit Jahren leer. Quelle: Matthias Anke
Neustadt

Als „Stadt der Pferde“ hat sich Neustadt vor allem mit dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Doch das Städtchen an der Dosse bietet mehr als nur Reiterromantik.

Neustadt entwickelt sich mehr und mehr zu einem Wachstumskern in der sonst dünn besiedelten Umgebung. Zu verdanken hat die Stadt das vor allem ihrer Bahnanbindung nach Berlin. Menschen aus weitem Umkreis steigen hier in den Zug, um innerhalb einer Stunde die Hauptstadt zu erreichen. Pendlerparkplätze prägen das Bild rund um den zentral gelegenen Bahnhof. Ihre Erweiterung ist geplant. Von den einst vier Bahnstrecken, die sich hier trafen, sind nur noch zwei in Betrieb.

Die Stadt Neustadt

Neustadt ist eine Stadt im Amt Neustadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Einwohner: 3480

Fläche: 75,4 Quadratkilometer

Ortsteile: Neustadt, Plänitz-Leddin, Roddahn

Doch die Attraktivität als Wohnort wächst. In den vergangenen drei Jahren hat Neustadt immerhin fast 50 Einwohner hinzugewonnen. Aktuell sind es mit 3480 aber längst nicht so viele wie einst. Noch Anfang der 2000er Jahre gab es fast 600 Neustädter mehr als heute.

Neustadt ist ein wichtiger regionaler Wirtschaftsstandort. Die Kommune verfügt über gleich zwei Gewerbegebiete. Größter Arbeitgeber ist derzeit die Firma Hüffermann Transportsysteme, die ihre Produktion aktuell erweitert. Hinzu kommt eine Reihe kleiner und mittelständischer Unternehmen in den Bereichen Produktion, Handel, Logistik und Dienstleistungen.

Die Stadt ist Sitz des Amtes Neustadt und wichtiger regionaler Verbände wie des Wasser- und Bodenverbandes oder des Wasser- und Abwasserverbandes. Das Landesumweltamt betreibt eine Außenstelle am Ort.

Vier Verbrauchermärkte

Die Neustädter Infrastruktur ist gut entwickelt. Die Stadt verfügt über zwei Kindertagesstätten, eine Schule von der 1. Klasse bis zum Abitur, die sich mit dem sportlichen Schwerpunkt Reiten einen Namen macht, sowie über eine freie Schule, über niedergelassene Ärzte, Senioreneinrichtungen, einen Jugendclub, diverse gastronomische Angebote, einen Sportplatz und eine Sporthalle sowie über gleich vier Verbrauchermärkte.

Mit der Graf-von-Lindenau-Halle steht ein großes Veranstaltungszentrum bereit. Das städtische Freibad ist seit 2015 geschlossen. Seine Sanierung und Wiedereröffnung beschäftigen die Stadtverordneten seit Jahren.

Wer regiert jetzt?

Bürgermeister: Karl Tedsen (CDU)

Stadtverordnetenversammlung: CDU: 7 Sitze Die Linke: 5 Sitze SPD: 4 Sitze

In der Stadt sind mindestens 25 Vereine aktiv. Das Spektrum reicht dabei von Sport- und Freizeitaktivitäten über soziale Einrichtungen bis hin zu diversen Fördervereinen. Zu den Vereinen mit den meisten Mitgliedern (275) zählt der SV Schwarz-Rot.

Finanziell war die Kommune über viele Jahre hinweg kaum handlungsfähig. Der städtische Haushalt befand sich permanent tief im Minus. Erst in jüngster Zeit stellte sich eine gewisse Entspannung ein.

Kitas werden derzeit saniert und erweitert

Gegenwärtig nutzt Neustadt den wiedergewonnenen Spielraum vor allem für die Sanierung und Erweiterung seiner Kindertagesstätten. Ein weiteres Großvorhaben ist demnächst die Sanierung der örtlichen Schule, an der sich innerhalb des Amtes aber auch die Nachbarkommunen beteiligen.

Bürgermeister Karl Tedsen (CDU) sieht für die Stadtverordneten in der nächsten Legislaturperiode in jedem Fall ein weites Arbeitsfeld. „Das werden die Baustellen sein, die wir bis jetzt zwar angeschoben, aber nicht vollendet haben.“ Kitas, Freibad, Schule nennt auch Tedsen als erstes. „Das sind Haushaltsbrocken, die wir erst mal bewältigen müssen.“

Es fehlt an Pendlerparkplätzen

Außerdem stehe der geplante Pendlerparkplatz nördlich des Bahnhofes ebenso mit auf der Liste wie das Problem des Leerstands in ehemaligen Supermarktgebäuden. Mit der Ausweisung neuer Baugebiete für Eigenheime müsse Neustadt möglichst schnell vorankommen – bevor der neue Landesentwicklungsplan dem eventuell einen Riegel vorschiebt.

Wer tritt an?

Für das Bürgermeisteramt: Amtsinhaber Karl Tedsen (CDU) Alexander Jachmann (Die Linke)

Für die Stadtverordnetenversammlung: Karl Tedsen, Nico Müller, Elke Wolfert, Christian Kirsch, Edmund Bublitz, Jan Malo, Christian Mäthlau, Katrin Covic, Christian Tatje, Tobias Fritz, Doreen Bohm, Egbert Meier, Kevin Gotthard, Ute Schulze, Christian Weiß, Felix Meier (alle CDU)

Alexander Jachmann, Kerstin Zimmermann, André Stimm, Andreas Lungfiel, Alexander Blocks, Marko Redel, Christoph Benn, Hans-Rainer Elgert, Max Zimmermann, Ronny Seifert (alle Die Linke)

Ute König, Klaus Lehwald, Elise Ehrlich, Constance Müller, Norbert Großmann, Karsten Langner, Sabine Großmann (alle SPD)

Gerd Mertens, Manfred Mießner, Roy-Helge Dech (alle AFD)

Ganz sicher werde das verfallende Bahnhofsgebäude die Kommunalpolitik weiter beschäftigen. Schließlich handle es sich um das Tor zur Stadt, so Tedsen. „Wir bleiben da dran. Auch das ist eine Sache, die nicht von heute auf morgen erledigt werden kann.“

Bei all dem gelte: „Es muss alles im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten bleiben.“ Aber: „Wenn wir keinen Optimismus verbreiten, bringen wir auch nichts vorwärts.“

Von Alexander Beckmann

MAZ-Service: MAZImmo

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