Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Neustadt Entscheidung zur „wolfsfreien Zone“ vertagt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Entscheidung zur „wolfsfreien Zone“ vertagt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:49 21.11.2018
In Neustadt reagiert man auf Forderungen zur flächendeckenden Ausrottung des Wolfes eher zurückhaltend.
In Neustadt reagiert man auf Forderungen zur flächendeckenden Ausrottung des Wolfes eher zurückhaltend. Quelle: Foto: Bernd Thissen/dpa
Anzeige
Neustadt

Die Neustädter Stadtverordneten werden erst im kommenden Jahr darüber entscheiden, ob sich die Stadt zur „wolfsfreien Zone“ erklärt und sich damit an der gleichnamigen Kampagne des Bauernbundes beteiligt. Der Hauptausschuss vertagte das Thema am Montag.

Die Mitglieder des Ausschusses stießen sich vor allem an der Formulierung „wolfsfrei“. Dies verstoße nicht nur gegen das Artenschutzrecht und damit gegen bundesdeutsche und europäische Gesetzgebung. Auch rein praktisch ließen sich die Wölfe wohl nur dadurch gänzlich fernhalten, dass man sie wieder großräumig ausrottet.

Der Wolf ist nicht überall der Feind der Bauern

Vor allem Christian Kirsch (CDU) verwies zudem darauf, dass es ja in Europa durchaus Regionen gebe, in denen auch die Landwirtschaft mit dem Wolf zurechtkommt. Der Wolfsmanagementplan des Landes verweise in die richtige Richtung. Er müsse jetzt nur zügig umgesetzt werden. Einer derartigen Forderung könne sich Neustadt durchaus anschließen. Der Beschluss müsse nur entsprechend überarbeitet werden.

Die Amtsverwaltung hatte den Appell zur „wolfsfreien Zone“ des Bauernbundes an alle Kommunen durchgereicht. Die Gemeindevertreter befassen sich jetzt damit oder haben das schon getan.

Von Alexander Beckmann