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Neustadt Rotarier sorgen für Obstnachschub
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14:05 28.10.2019
Der Rotary-Club Kyritz hat im Arboretum Lüttgen Dreetz in diesem und im vergangenen Jahr zwölf Obstbäume gepflanzt.   Quelle: Sandra Bels
Dreetz

450 Liter Apfelsaft sind das Ergebnis einer Aktion des Rotary-Clubs Kyritz. Die Äpfel stellte Clubmitglied Carsten Scholz zur Verfügung. Er hat sie unter anderem aus dem heimischen Garten. Zu Saft wurden sie in der Kyritzer Mosterei Wietz.

Es waren so viele, dass die Rotarier nun 90 Kanister á fünf Liter Apfelsaft an die Kitas in Wusterhausen, Neustadt und Kyritz verschenken können. „Wie viel jede Kita bekommt, richtet sich nach der Kinderzahl und wird prozentual errechnet“, sagt Rotarier Guntram Peter.

Neustadts Kitas bekommen noch Saft

Wusterhausen und Kyritz haben ihren Saft schon bekommen. Die Neustädter Kinder werden noch versorgt, teilen die Rotarier mit. Und sie haben inzwischen auch für Nachschub an Äpfeln gesorgt.

Sie haben in diesem und im zurückliegenden Jahr zwölf Obstbäume im Arboretum Lüttgen Dreetz gepflanzt. Klar, die brauchen sicher noch ein bis zwei Jahre, bis sie Früchte tragen. Aber die stehen dann allen Besuchern des Arboretums zur Verfügung. Jeder, der es besucht, darf sich an den Obstbäumen dort bedienen. „Hier ist immer geöffnet“, so Roland Protz von der Landeswaldoberförsterei Grünaue, der auch das Arboretum betreut. Er beobachtet, dass viele Besucher besonders am Wochenende das kostenfreie Angebot nutzen. Viele würden das Arboretum aber auch für Spaziergänge bevorzugen.

Vier Jahre alter Baum wurde gepflanzt

Protz pflanzte mit den Rotariern symbolisch einen vier Jahre alten Apfelbaum der Sorte Gravensteiner in einem der eingezäunten Bereiche. Die Idee für die Pflanzaktion kam von den Rotarier selbst. „Wir wollten etwas Dauerhaftes schaffen“, so Präsident Andreas Winkler aus Neustadt. Auf die Frage hin, warum die Wiesen eingezäunt sind und die Bäume Manschetten haben, sagte der Förster: „Die Zäune sind gegen das Rotwild und die Manschetten schützen die jungen Baumstämme vor den Geweihen der Hirsche.“

Weitere Anpflanzungen sind möglich

Von Protz erfuhren die Rotarier: „Es ist noch Platz, wir können noch mehr pflanzen.“ Etwa 120 Obstbäume stehen bereits auf den Wiesen im Arboretum. Dazu kommen noch gute 70 Laubbäume. Protz begrüßte es, dass sich die Rotarier mit der Aktion zum Arboretum bekannt haben. Er berichtete darüber, dass nur alte Obstsorten auf die Wiesen gepflanzt werden. Die Neuzüchtungen seien oftmals zwar resistent gegen allerlei Krankheiten würden seiner Meinung aber weniger schmackhaft sein, als die alten Sorten.

Guntram Peter und Rüdiger Wagnitz (r.) verteilten den Apfelsaft an die Kitas wie hier an Carola Waap, Leiterin der Kita „Kunterbunt“ in Kyritz.  Quelle: privat

Wissenswertes über das Gelände

Protz hatte nicht nur Wissenswertes über die Obstbäume für die Rotarier. Er erzählte ihnen auch etwas aus der Geschichte des Geländes. So gehörten die Wiesen einst zu Königlich-Preußischen Revierförsterei Dreetz. Die Försterei Lüttgen Dreetz entstand im Jahr 1878. Gleich danach wurde das Forsthaus gebaut. „Da war der preußische Staat sehr vorbildlich, wenn er eine Stelle, wie hier die Försterei, geschaffen hatte, dann wurde auch relativ schnell ein Haus gebaut“, erzählt er. Das Forsthaus ist ein Typenbau, wie man in vielen Orten und auch in den Masuren häufig findet, erfuhren die Rotarier. 15 Hektar Acker und Wiese gehörten einst dazu.

Von Sandra Bels

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