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Neustadt Schulsanierung: Neustadt braucht Hilfe vom Kreis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Schulsanierung: Neustadt braucht Hilfe vom Kreis
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00:36 25.05.2018
Die Prinz-von-Homburg-Schule Neustadt Quelle: Alexander Beckmann
Neuruppin/Neustadt

Es ist noch nicht ganz klar, wie teuer die dringend notwendige Sanierung der Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt wirklich wird. Denn bisher gibt es lediglich Schätzungen, sagte am Dienstag Amtsdirektor Dieter Fuchs.

Aber schon diese Zahlen haben es in sich. Ist doch von rund zehn Millionen Euro die Rede, um die Gebäude für die mehr als 700 Schüler wieder auf Vordermann bringen zu können.

Das Amt soll 5,5 Millionen Euro stemmen

Nach derzeitigem Stand muss das Amt wohl mehr als die Hälfte der Kosten, nämlich 5,5 Millionen Euro, übernehmen. Denn die Förderung vom Land wird wohl deutlich niedriger als erhofft ausfallen.

Zudem erhält das Amt keine gesonderten Zuschüsse wie Mittel- oder Grundzentren. Damit ist fraglich, ob das Amt mit seinen 7500 Einwohnern einen so hohen Kredit für die Schulsanierung aufnehmen kann.

Der Landkreis müsse das Amt unterstützen, findet die Neustädter CDU-Kreistagsabgeordnete Sigrid Nau. Immerhin handele es sich nicht allein um eine der größten Schulen im Landkreis nach dem Oberstufenzentrum, sondern zudem um die einzige Gesamtschule in der Region. Das sieht SPD-Frau Sabine Ehrlich, die bis Ende 2016 Bürgermeisterin von Neustadt war, ähnlich.

Keine Gegenliebe im Bildungsausschuss

Allerdings stieß der Vorstoß der zwei Politikerinnen beim jüngsten Bildungsausschuss des Kreistages auf keine Gegenliebe. Die anderen Abgeordneten schwiegen, und Amtsleiterin Anke Somschor verwies lediglich darauf, dass Träger der Schule das Amt Neustadt und nicht der Landkreis sei.

Diese Antwort reicht den Neustädtern nicht. „Die Schule strahlt mit ihrer Spezialklasse Reitsport weit über das Land hinaus“, betonte Schulleiter Ronald Roggelin. Deshalb stammen etwa 20 Prozent der Schüler nicht aus dem Amt Neustadt, sondern aus umliegenden Regionen oder sogar aus ganz Deutschland.

Selbst eine Schülerin aus Südafrika habe schon die Reitklasse besucht, sagte Amtsdirektor Fuchs. Er würde sich deshalb wünschen, dass sich der Kreis an der Finanzierung der Arbeiten an der Schule beteiligt. Immerhin sei die Gesamtschule eine überregionale Aufgabe.

Finanzminister hatte Fördertopf angeregt

Selbst der Brandenburger Finanzminister Christian Görke (Linke) habe bei einem Gespräch angeregt, dass der Landkreis für derartige Projekte wie dem in Neustadt einen extra Fördertopf auflegen sollte.

Davon ist beim Landkreis derzeit keine Rede – obwohl er seine Millionen-Schulden mit Hilfe der Kommunen bis Ende 2015 abbezahlt hat und seitdem ein Plus schreibt. Allerdings ist für eine Zusage auch noch etwas Zeit. Amtsdirektor Fuchs rechnet damit, dass die Arbeiten an der Schule erst Ende 2019 oder Anfang 2020 beginnen werden.

Von Andreas Vogel

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