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Neustadt Sieversdorfer tagelang ohne Telefon und Internet
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01:16 29.04.2019
Sommer 2012: Techniker der Telekom arbeiten an den Schaltkästen in Neustadts Hohenofener Straße. Von dort aus erfolgte die Umrüstung für das Hochgeschwindigkeitsinternet VDSL bis nach Sieversdorf. Quelle: Matthias Anke
Sieversdorf

Zwei Tage lang ging nichts mehr in Sieversdorf. Heutzutage ist damit gemeint: Weder das Festnetztelefon noch das Internet funktionierten. Nichts mehr mit stundenlangem Sitzen am Hörer oder Internetsurfen. Und auf mobile Datenübertragungen auszuweichen, ist in Sieversdorf mangels Netzabdeckung bekanntlich auch keine Alternative.

Doch lustig ist das für manchen nicht, vor allem nicht für Gewerbetreibende. Nachdem mehrere Beschwerden gegenüber der Telekom als Netzzuständige keine Besserung brachten, machte Thom Nowotny der MAZ gegenüber seinem Ärger Luft: „Das ist eine richtige Sauerei! Dafür bezahlen wir?“

Auf das Internet angewiesen

Der seit vielen Jahren im Sieverdorfer ehemaligen Bahnhof lebende Schauspieler Nowotny organisiert derzeit wieder das Kunstfest Pankow. Damit in Berlin alles klappt, ist er auf das Internet in Sieversdorf angewiesen.

Worin genau das Problem besteht, ließ sich am Freitag über die Telekom aber auch für die MAZ nicht mehr in Erfahrung bringen.

Wenigstens Bürgermeister Hermann Haacke wusste Bescheid.

Kabel am Ackerrand gekappt

Erreichen ließ sich Haacke per Festnetznummer. „Ich hatte mir über die Telekom eine Umleitung aufs Handy schalten lassen“, erklärte er.

Wie viele Betroffene diesen Trick ebenso kannten, wisse er nicht. Wohl aber, was geschah: „Am Ackerrand zwischen Sieversdorf und Hohenofen wurde ein Kabel gekappt beim Grubbern, also gar nicht tief.“

Laut Haacke sei ihm „versprochen worden, dass definitiv bis zu diesem Freitagabend alles repariert ist“.

Wurde die Leitung zu flach verlegt?

Nun stehe die Frage im Raum: Wurde die Leitung schlichtweg zu flach verlegt? Das werde jetzt wohl überprüft.

Besonders alt ist sie schließlich nicht: Verlegt wurde das Glasfaserkabel 2012. Der Anschluss ans schnelle Internet wurde damals groß gefeiert.

Die Gemeinde war zuvor mit der Deutschen Telekom übereingekommen. Binnen eines Jahres schloss das Unternehmen beide Ortsteile Sieversdorf und Hohenofen auf zeitgemäße Weise an die Welt des Internets an. Und die Kommune übernahm mit Hilfe von Fördermitteln einen Teil der Kosten.

Von Neustadt bis Sieversdorf liegen 6,3 Kilometer Glasfaserkabel

Von Neustadt aus über Hohenofen und bis nach Sieversdorf wurden dann 6,3 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und die notwendigen Vermittlungsanlagen aufgestellt. Fast überall im Gemeindegebiet stehen seither Geschwindigkeiten von mindestens 7 Megabit je Sekunde zur Verfügung und je nach Entfernung zum Vermittlungskasten bis zu 50 Megabit.

Betroffen von dem Vorfall von vor einigen Tagen aber war allein das Dorf Sieversdorf mit seinen rund 470 Einwohnern. Haacke: „Hinter uns kommt ja die Kreisgrenze, da hängt also nichts weiter dran.“

Von Matthias Anke

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