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Neustadt Spätzug von Berlin in die Prignitz soll 2022 kommen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Spätzug von Berlin in die Prignitz soll 2022 kommen
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09:20 28.05.2019
Ein Odeg-Zug hält am Bahnhof Wittenberge.
Ein Odeg-Zug hält am Bahnhof Wittenberge. Quelle: Andreas König (Archiv)
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Neustadt

Steter Tropfen höhlt den Stein. Die Bürgerinitiative um Barbara Linke aus Barsikow, die sich seit Jahren um eine späte Zugverbindung von Berlin in Richtung Wittenberge und damit über Neustadt bemüht, darf verhalten jubeln. Und mit ihr alle, die sich bisher von abendlichen kulturellen Höhepunkten in der Hauptstadt ausgegrenzt fühlen, weil die Bahn zu unpassender Zeit in Richtung Prignitz heimfährt.

Spätverbindung mit dem Regionalexpress 8

Nun sind die Aussichten offiziell verkündet, dass es ab 2022 eine Spätverbindung geben wird, und zwar mit dem Regionalexpress 8. Das ist einem Antwortbrief des Petitionsausschusses im Brandenburger Landtag zu entnehmen. Der tagte am 21. Mai und behandelte dabei auch das Problem der „nächtlichen Bahnverbindungen zwischen der Prignitz und Berlin“.

Angekündigt wird, dass perspektivisch ein Zug gegen 22 Uhr von Wittenberge in die Hauptstadt verkehren soll, in umgekehrter Richtung gegen 23.30 Uhr. Es werde sich um „reguläre und verlässliche Verbindungen“ handeln.

Barbara Linke setzte sich für den Spätzug ein. Quelle: Wolfgang Hörmann

Die Feststellung in einem Brief des Ausschuss bezieht sich auf einen Passus in der Petition von Barbara Linke aus dem Dezember 2018. Sie hatte sich dabei unter anderem auf drei genehmigte Testfahrten des Unternehmens Odeg berufen, die sonnabends und sonntags stattfanden und nach Ansicht des zuständigen Mitarbeiters im Ministerium für Infrastruktur wegen geringer Fahrgastzahlen dauerhaft keinen Spätzug rechtfertigten.

„Der Ansatz dieses Versuches ist falsch gewesen“, hielt Linke dieser Einschätzung in der Petition entgegen. „Wir brauchen hier keinen ‚Kulturzug’, sondern eine dauerhafte tägliche Spätverbindung.“

Barbara Linke zeigt sich zufrieden

Auch hätten die Testfahrten zu unterschiedlichen Zeiten und von verschiedenen Bahnsteigen stattgefunden, was eher zur Verwirrung beigetragen habe, als dass es als sinnvolle Ergänzung in Frage gekommen wäre. „Damit bestand kein verlässliches Angebot für die Nutzer und hat sie eher abgeschreckt.“

Mit dem jetzigen Ergebnis ihrer Bemühungen zeigt sich Barbara Linke zufrieden. Auch mit dem Zeitpunkt der Umsetzung. „Mehr konnten wir nicht erwarten.“

Von Wolfgang Hörmann