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Neustadt Springreiter auf dem Weg zum CSI
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Springreiter auf dem Weg zum CSI
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00:21 30.12.2018
Die Neustädter Graf-von-Lindenau-Halle wird vom 9. bis zum 13. Januar wieder zur internationalen Wettkampfstätte. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Die Neustädter Graf-von-Lindenau-Halle und ihre Umgebung wirken dieser Tage so wie viele öffentliche Einrichtungen: nämlich ziemlich verschlafen. Aber das wird sich schon in den nächsten Tagen ändern.

Den zum 19. Mal wird das CSI Neustadt vom 9. bis 13. Januar die neue Springreitsaison eröffnen, und das auf hohem internationalem Niveau. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, wenn auch derzeit vor allem im Hintergrund.

Die Anmeldungen laufen sehr gut

„Sichtbar passiert vor Weihnachten noch nicht ganz so viel“, sagt Julia Billmann vom Veranstalter ESE (Equestrian Sport Events Herbert Ulonska). „Die Zelte werden nach den Feiertagen aufgebaut.“ Dann werden wieder große Teile des Geländes rund um die Neustädter Halle zur Stallanlage für die sportlichsten Pferde von nah und fern.

„Wir haben in diesem Jahr etwas weniger Stress, weil wir eine Woche nach hinten gerutscht sind“, erklärt Julia Billmann weiter. Der ursprüngliche Termin für das CSI Neustadt war stets das erste Januarwochenende. Doch das wäre in diesem Jahr eng geworden. Daher die Verschiebung. „Auch für die Reiter ist das so angenehmer.“

Jedenfalls wollen wieder viele mit dabei sein. Genaue Zahlen kann der Veranstalter noch nicht nennen, aber Julia Billmann versichert: „Die Anmeldungen laufen sehr gut.“

Reitsport in allen Preisklassen

Das CSI (Concours de Saut International) in der Neustädter Graf-von-Lindenau-Halle (Havelberger Straße 18) bietet vom Mittwoch, dem 9. Januar, bis zum Sonntag, dem 13. Januar, internationalen Springreitsport verschiedenster Leistungsklassen.

Die Auswahl reicht von klassischen Springpferdeprüfungen am Mittwoch über Wettbewerbe mit internationaler Beteiligung am Donnerstag und Freitag bis hin zum Weltranglistenturnier um den Preis der Deutschen Kreditbank AG am Sonnabend und zum schweren Springen um den Großen Preis des Landes Brandenburg am Sonntag.

Die Eintrittspreise für Sitz- und Stehplätze sind entsprechend gestaffelt. Am Mittwoch ist der Eintritt frei. Am Donnerstag zahlt man 4 Euro, am Freitag 14 bis 22 Euro, am Sonnabend 14 bis 30 Euro und am Sonntag 4 bis 10 Euro. Eine Dauerkarte für alle Tage kostet 55 Euro.

Der Kartenverkauf läuft unter 04126/27 01 oder www.csi-neustadt-dosse.de.

Mit am Start werde beispielsweise der zweifache Europameister Marco Kutscher sein. Angekündigt haben sich auch der ehemalige Deutsche Meister Andreas Kreuzer und der Gewinner des Großen Preises des Jahres 2018 in ­Neustadt Harm Lahde. Anfang 2018 kamen die Reiter aus zwölf Nationen.

Steffen Krehl aus Lentzke zählt zu den Startern

Zu den Wettkampfteilnehmern aus der näheren Umgebung zählt neben Steffen Krehl aus Lentzke auch Max-Hilmar Borchert aus Menz. „Für mich ist das das wichtigste Turnier in der Heimat“, sagt der 28-Jährige, der seit 2010 regelmäßig in Neustadt mit antritt. Er wolle das Turnier diesmal vor allem nutzen, um seinen Wallach „Las Vegas“ auf weitere nationale Auftritte vorzubereiten.

„Vorbereitung“ ist traditionell das zentrale Thema des Neustädter Turniers. „Die internationalen Springreiter nehmen ihre Nachwuchspferde gern mit zum CSI“, betont Martina Brüske vom Presse-Team des Turniers. Der Wettkampf habe sich insbesondere mit seinen Prüfungen für junge Pferde einen Ruf erarbeitet. „Es gibt Pferde, für die ist das der erste Auftritt vor großer Kulisse.“ Außerdem biete sich Neustadt so früh im Jahr geradezu als „Aufwärmrunde“ für die folgenden großen Turniere an.

Wichtig für den Erhalt der Graf-von-Lindenau-Halle

Der Veranstalter ESE trägt übrigens nicht nur mit diesem Event zum Bestand der Graf-von-Lindenau-Halle bei. Seit 2017 ist er gemeinsam mit der Stadt Neustadt, dem Haupt- und Landgestüt und dem Landespferdezuchtverband wichtiger Teil des Betreiberverbundes für die Halle. ESE-Chef Herbert Ulonska hatte auch schon die Veranstaltung von Dressur-Wettkämpfen als Ergänzung zum CSI-Springreiten ins Auge gefasst.

Zumindest beim diesjährigen Turnierauftakt wird es damit noch nichts. Organisatorisch wäre es sowieso eine Herausforderung beide Sportarten in einer Veranstaltung unterzubringen, sagt Martina Brüske. „Ich glaube, die CSI-Besucher wissen inzwischen ganz genau, was sie erwartet und darauf richten sie sich ein.“

Samstags geht es erstmals um Weltranglistenpunkte

Schon am Mittwoch, dem 9. Januar, fallen die ersten Entscheidungen in klassischen Springpferdeprüfungen, ab Donnerstag wird es dann international. Samstags geht es erstmals um Weltranglistenpunkte im Preis der Deutschen Kreditbank AG, den 2018 die junge Schwedin Irma Karlsson gewann. Als schweres Springen mit Stechen ist der Große Preis des Landes Brandenburg am Sonntag ausgeschrieben. Am Freitag- und Samstagabend steht zudem Show auf dem Programm, zu dem dann das Haupt- und Landgestüt beiträgt. Der Kartenvorverkauf läuft.

Wenige Wochen später folgt schon das nächste Springreiten in der Lindenau-Halle. „Im Februar machen wir unser drittes Turnier in Neustadt – das Youngster-Meeting“, kündigt Max-Hilmar Borchert aus Menz an. Wiederum gehe es mehrere Tage lang um Leistungssport und vor allem um seinen Nachwuchs. „Die Lindenau-Halle bietet die besten Verhältnisse und das Gestüt stellt uns 79 Boxen für die Pferde bereit.“

Von Alexander Beckmann

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