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Neustadt Riesen-Nummer für den kleinen Ort
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Riesen-Nummer für den kleinen Ort
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13:42 01.06.2018
Bei der Mittagspause  der zweiten Etappe der Tour de Prignitz in Bendelin traten die Plattsnacker des Ortes auf.
Bei der Mittagspause der zweiten Etappe der Tour de Prignitz in Bendelin traten die Plattsnacker des Ortes auf. Quelle: Sandra Bels
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Bendelin

So viele Menschen auf einmal wie am Freitag zur Mittagspause der Tour de Prignitz hatte Bendelin wohl noch nie gesehen. 702 Radler trafen nach den „ersten 28 heißen Kilometern von Wusterhausen“, wie Moderator Alexander Dieck die erste gefahrene Strecke des Freitags nannte, in Bendelin ein. Mit etwas Verspätung, so 20 Minuten etwa, zwar, aber dafür gut gelaunt und sehr durstig.

Empfang mit Ein-Mann-Band

Empfangen wurde das Radlerfeld zuerst von Eberhard Soltmann. Für Dieck „die beste Ein-Mann-Band der Welt“. Der Antenne-Moderator erwartete die Radler hoch oben auf einem alten Mähdrescher, den die Bendeliner zum Anschauen bereitgestellt hatten. Überhaupt scheuten die 178 Einwohner weder Kosten noch Mühen. Ein Spalier zu bilden, wenn auch nur ein kleines, angesichts des riesigen Radlerfeldes, war Ehrensache.

Elf Vereine in Bendelin

Der kleine Prignitz-Ort hat elf Vereine. Sie alle präsentierten sich in einem Wagen in Bild und Ton. Es gab die Möglichkeit zum Bogenschießen und zum Besuch des Storchenhofs. Die Kirche war geöffnet und viele Radler nutzten sie, um in der kühlen Umgebung Mittag zu essen. Auf der Bühne, die aus Strohballen gebaut worden war und vor der Kirche stand, gaben schließlich die Plattsnaker des Ortes eine Kostprobe ihres Könnens. Sie sangen plattdeutsche Lieder.

Rast unter der riesigen Friedenseiche

Nicht unbemerkt blieb natürlich der unglaublich große und schöne Baum an der Kirche. „Es ist unsere Friedenseiche“, erklärte Ortsvorsteher Karsten Krüger. Sie soll 1871 gepflanzt worden sein. „Das ist aber nur überliefert, nicht nachweisbar“, so der Ortsvorsteher. Für ihn und die Bewohner war der Tag gestern eine Riesen-Nummer“. Die Bendeliner haben in der Vergangenheit aber schon öfter bewiesen, was sie auf die Beine stellen können. Waren sie doch unter anderem Kreissieger Wettbewerb der Dörfer.

Mittagspause bei der zweiten Etappe in Bendelin direkt an der Kirche. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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