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Neustadt Leitungsbau im Spiegelberg abgeschlossen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neustadt Leitungsbau im Spiegelberg abgeschlossen
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12:03 08.11.2019
Bei der Endabnahme der Trinkwasserleitung im Neustädter Spiegelberg ging es vor allem um kleinere Nacharbeiten. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Die Bewohner des Neustädter Stadtteils Spiegelberg mussten sich doch ein paar Wochen länger als erwartet mit den Bauleuten der HTK Wusterhausen arrangieren. Die hatten von Juli an gut 400 Meter Trinkwasserleitung und 24 Hausanschlüsse zwischen dem Rondell und der Schwenzebrücke erneuert.

Am Mittwoch kamen Leitungsbauer, Planer, Vertreter des Wasser- und AbwasserverbandesDosse“ und der Amtsverwaltung zur Endabnahme zusammen. Einige, vorwiegend optische Nacharbeiten stehen noch aus, doch technisch ist der Bau komplett.

Jahrhundertealte Hinterlassenschaften

Die Erneuerung der Leitung hatte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen gestellt. Dass alte Stahl- und Asbestrohre nach und nach durch Kunststoff ersetzt werden, ist für den Wasser- und Abwasserverband (WAV) längst normal. Die Geschichte des Spiegelbergs machte das Vorhaben aber anspruchsvoll.

Schon im 17. Jahrhundert wurde das Areal industriell genutzt – vor allem für die Produktion von Spiegeln. Das hat Spuren hinterlassen. Der Boden ist an manchen Stellen erheblich mit Quecksilber und Arsen verseucht. Ausgerechnet durch diesen Bereich verläuft die neue Leitung.

Kontaminierter Boden wurde ersetzt

„Wir wollten die Erdeingriffe so gering wie möglich halten“, erklärt Helge Biemann vom Neuruppiner Planungsbüro IWV. Deshalb sei der größte Teil der Strecke im Bohrvortrieb verlegt worden. Ganz ließen sich Gruben aber doch nicht vermeiden.

„Wir haben praktisch jede Schaufel Aushub durch neues Erdreich ersetzt“, berichtet die WAV-Vorsteherin Claudia Hacke. Das kontaminierte Material sei fachgerecht entsorgt worden. Der Aufwand führte allerdings zu der verlängerten Bauzeit – und er kostete Geld. 526.000 Euro waren veranschlagt. „Wir haben das Budget eingehalten“, sagt Claudia Hacke über die größte diesjährige Investition ihres Verbandes..

Bauherren und Anwohner zufrieden

Anwohner des Spiegelbergs loben den Bauablauf. Die Bauleute seien freundlich gewesen und hätten stets ein offenes Ohr für die Betroffenen gehabt, berichtet beispielsweise Christa Füllgraf und bedankt sich. „Ein tolles Team – vom Azubi bis zum Bauleiter. Dazu gab es jederzeit eine saubere und aufgeräumte Baustelle.“

Auch Claudia Hacke ist zufrieden: „50 Jahre sollte die neue Leitung Bestand haben.“ Ganz erledigt ist das Kapitel Spiegelberg damit allerdings nicht. „Es fehlt noch der Abschnitt vom Rondell bis zu Hauptstraße“, sagt die Verbandsvorsteherin. Dort sei die Trinkwasserleitung ebenfalls deutlich in die Jahre gekommen. Wann die rund 360 Meter erneuert werden, steht aber derzeit noch nicht fest.

Stück für Stück wird die Technik erneuert

Seit Jahresbeginn ließ der WAV unter anderem die Pumpensteuerung des Trieplatzer Wasserwerkes modernisieren und 70 Meter Trinkwasserleitung in Döllen erneuern. Die Sanierung des Abwasserpumpwerkes in Breddin wurde abgeschlossen. „Die Rohre sind jetzt alle aus Kunststoff und sollten länger halten als die aus den 90er Jahren“, so Claudia Hacke. Im Klärwerk in Kampehl werde ebenfalls investiert: „Wir werden noch in diesem Monat vier Gebläse für die Belüftung der Belebungsbecken austauschen.“ Der Verband erhofft sich davon auch einen geringeren Energieverbrauch.

Über weitere Investitionen im nächsten Jahr wird die Verbandsversammlung Anfang Dezember entscheiden.

Von Alexander Beckmann

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